Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

9. September 2014
von Stephan
Keine Kommentare

Spirituell, lehrreich und fröhlich: Deutschsprachige Yoga Blogs

Es gibt so viele tolle Leute im Yoga. Manche davon sind auch im virtuellen Raum unterwegs und lassen uns teilhaben am Leben auf und abseits der Matte. Asanayoga hat eine Zusammenstellung von Bloggern veröffentlicht, die allesamt lesenswert sind. Ganz besonders freue ich mich natürlich, dass ich auch dabei sein darf. Wer noch alles erwähnt wird, kannst du im Artikel auf Asanayoga nachlesen.


Lies den ganzen Artikel auf Yoga Blogs: Spirituell, lehrreich und fröhlich

Liebster Award - Discover new blogs, made by http://yogaline.me/liebster-award-fuer-yogaline/

4. September 2014
von Stephan
1 Kommentar

Liebster-Award für den Feierabendyogi

Wenn die Blogpause nur lang genug war, ist die Überraschung umso größer – Der Feierabendyogi wurde für den Liebster-Award nominiert. Vielen herzlichen Dank, liebe Maria Mia!

Der Liebster-Award ist im Grunde ein Blog-Stöckchen, jedenfalls haben wir das früher mal so genannt. Jetzt darf ich nicht nur Marias elf Fragen beantworten, sondern auch noch fünf Blogger nominieren, die diesen Stock Award verdient haben.

Marias Liebster-Fragen an den Feierabendyogi

1. Wie sieht dein Alltag aus?

Meine Woche folgt in der Regel einem einfachen Schema:

  • Aufstehen
  • Frühstück für die Mädels machen und sie zum Bus schicken
  • Tee kochen
  • Ab an den Rechner und arbeiten
  • Mehr Tee kochen
  • Weiterarbeiten
  • Mittagessen oder Snack machen
  • Weiterarbeiten
  • Mädels begrüßen oder abholen
  • Spielen/Sport/Arbeiten – je nachdem ob gerade etwas wichtiges ansteht
  • Abendbrot machen
  • Kinder ins Bett
  • Feierabend genießen

Yoga taucht hier gerade nicht auf, das kommt daher, weil ich – zugegeben – etwas nachlässig geworden bin. Kommt vielleicht im Oktober, aber dazu später mehr ;-)

2.Wobei kannst du am besten entspannen?

Beim Nachdenken merke ich, wie sehr mich das “am besten” im Kontext mit entspannen stresst. Für mich ist Entspannung etwas, dass ich in vielen Dingen finden kann. Darüber nachzudenken, was am besten entspannt empfinde ich tatsächlich als stressig, also schreib ich einfach die drei Dinge auf, die mir als erstes einfallen:

  1. 5km Rudern
  2. Ein Tag im Wellnesstempel um die Ecke
  3. Ruhig und bewusst atmen

3.Was würdest du mit 100.000 Euro machen?

Da ich mich im letzten Jahr selbstständig gemacht habe, würde ich das Geld vermutlich in meine Terminplanungssoftware stecken, damit diese endlich von mehr als nur einer Handvoll Menschen genutzt werden kann. Dazu käme noch ein anderes, noch nicht spruchreifes Projekt.
Wenn die beiden startklar sind, wäre ja noch jede Menge Kohle da, so dass ich einen Teil davon spenden, einen anderen für Luxusartikel wie ein neues Fahrrad ausgeben und 10000 Euro für schlechte Zeiten zurücklegen würde.
Ausgiebiges Reisen wäre natürlich auch klasse, aber das passt aktuell nicht ganz in meine Lebensplanung.

4. Was bedeutet für dich Erfolg?

Für mich bedeutet Erfolg, etwas fertig zu stellen und anderen zu zeigen. Das kann ein Blogbeitrag sein, eine Buch, eine aufgenommene CD, ein Projekt, welches endlich das Licht der Welt erblickt. Natürlich wäre es schön, wenn fertige Dinge auch kommerziell erfolgreich würden, aber ich bin da recht genügsam und finde es schon erfolgreich, wenn man etwas fertig bekommt. Vor allem bei mir.

5. Was macht dich glücklich?

Wenn meine Kinder lachen. Ganz besonders glücklich bin ich, wenn ich sie zum Lachen bringen kann :-)

6. Welcher Film hat dich als letztes inspiriert?

Ist zwar schon älter, aber 3 Idiots habe ich auch erst kürzlich gesehen:

Ein wenig plump wie ein Hollywoodfilm, aber durchaus mit einer Botschaft, die nicht von der Hand zu weisen ist.

7. Was trinkst du morgens als erstes?

Ein Glas Wasser, weil der grüne Tee noch nicht fertig gezogen hat. Aber dann in der Regel zwei Liter Gunpowder. Selten auch Ingwer-Tee.

8. Was machst du an einem Freitag Abend?

Gemütlich auf dem Sofa mit meiner Frau sitzen und gemeinsam die eine oder andere Folge einer guten Fernsehserie ansehen. Aktuell sind wir in der fünften Staffel von Joss Whedons großartiger Buffy.

9. Wieviele Leute, die du durchs Bloggen kennengelernt hast, hast du schon live getroffen?

Die Zahl ist in der Tat sehr überschaubar. Andere Blogger oder Kommentatoren auf Feierabendyogi habe ich nicht mal eine Handvoll im echten Leben getroffen, allerdings habe ich mit vielen schon telefoniert oder zumindest abseits von Blogs kommuniziert.
In etwas so häufig war der Fall, dass mich Leute, die ich live getroffen habe den Feierabendyogi schon kannten und dann wir alle recht verwundert waren, dass ich ich bin und da eine Verbindung besteht ;)

10. Welches Buch liest du momentan?

Zeit für schamlose Eigenwerbung – ich komme aktuell nicht zum Lesen, da ich die meiste Zeit an meinem eigenen Buch arbeite, welches Ende des Jahres endlich fertig sein soll. Eine Vorabversion wird in den nächsten zwei Wochen erscheinen, daran arbeite ich derzeit mit Hochdruck.

11. Vervollständige den Satz Yoga ist für mich…

Yoga ist für mich häufig viel zu abgehoben und körperbetont, so dass ich mich oft wie Don Schnulze fühle. (“Nein, nie im Leben krieg ich das hin!”)

Die Nominierten

Seit Google seinen Reader getötet und ich meine Bahnpendelei an den Nagel gehängt habe, lese ich nur noch sehr wenige Blogs. Die folgenden Blogger sind jedoch regelmäßig in meinem Browser offen, daher übergebe ich den Award feierlich an:

  1. Als erstes ist Tim von mymonk.de dran. Ihn lese ich seit seinen Anfangstagen und auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihm bin sind seine Denkanstöße immer willkommen. (Er hat allerdings mehr als 1000 Fans auf Facebook)
  2. “Markus Köppchen – um ihm eine Chance zu geben, sein Blog wiederzubeleben
  3. Anne, die Wilde Hilde, die ich schon unter Yoga Ahoi immer gerne gelesen habe
  4. Diana, die es seit Jahren schafft, konsistent zu bloggen und daher für mich eine stete Inspiration darstellt
  5. Die wunderbare Yogarette, die nicht nur in der Nachbarschaft bloggt, sondern auch mit ihrer offenen Art für mich Yoga wie kaum jemand anders verkörpert.
  6. Silja von entspannt glücklich, denn das will ich auch gerne sein.
  7. Patriqio, der auch direkt von umme Ecke bloggt und schon bei den Satya-Yogis dabei war.
  8. Stella von Crossroad Happiness, weil ich gerne mehr von ihr lesen möchte.

Die Fragen

  1. Als Blogger ist man ja sehr öffentlich – schreibst du eigentlich auch Tagebuch, nur für dich?
  2. Wie würdest du deinen Blogstil bezeichnen?
  3. Was muss ein anderer Blogger machen, damit du regelmäßig bei ihm vorbeischaust?
  4. Hasst du deinen Körper oder liebst du ihn? (Hintergrund)
  5. Warum stehst du jeden Morgen auf?
  6. Was für eine Yogamatte hast du?
  7. Wann ist die beste (Tages-)Zeit für dein Yoga?
  8. Welche drei Dinge nimmst du mit auf eine einsame Insel?
  9. Abseits der IceBucket-Manie der letzten Wochen, hast du ein soziales oder humanitäres Projekt, welches dir besonders am Herzen liegt und für das du dich einsetzt?
  10. Bist du eher ein Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Wintermensch?
  11. Was willst du bis zum Jahresende unbedingt noch machen?

Regeln

Das sind übrigens die Regeln für den Liebster-Award:

  1. Danke der Person die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Facebook-Follower haben.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog Artikel.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.

Das wunderschöne Muschelbild stammt übrigens von Yogaline.

4. September 2014
von Stephan
Keine Kommentare

Mehr Egozentrismus wagen

Bist du auch einer dieser Typen, die den Einfluß anderer Menschen auf dein Leben hoffnungslos überschätzen? Ich fürchte ich bin so einer.

Wenn ich in der Dusche fast ausrutsche, weil die Wanne so glatt ist, ärgere ich mich zuerst über meine Mitbewohnerin, wieso sie so glatt putzen musste. Versuche ich dem Rucksack im Flur auszuweichen und stoße mich dabei unglücklich an der blöden Schrankkante, dann wünsche ich den Besitzer des Rucksacks dahin wo der Pfeffer wächst. Wenn ich die Spülmaschine nur knapp aufmache um meinen Teller einzuräumen und mich mit den Resten am Nutellamesser vollschmiere, schimpfe ich innerlich wieso überhaupt jemand das Messer zu dreckig eingeräumt hat.

Die Anderen sind immer Schuld

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Vermutlich gibt es einen bestimmten Menschenschlag, der wann immer etwas schief läuft, die Schuld bei anderen sucht. Profis sprechen gerne von dem Phänomen der Externalisierung:

Externalisierung bedeutet, jemanden vorübergehend für das eigene momentane Mißgeschick verantwortlich zu machen, dann aber allmählich zu verstehen, daß [sic!] dies der Entlastung des eigenen Selbstwertproblems dient.
(Spektrum.)

Selbstverständlich ist nicht jeder psychisch krank, der ab und zu anderen Menschen für seinen Ärger verantwortlich macht. Aber was genau passiert eigentlich, wenn wir die Verantwortung nicht bei uns, sondern unseren Mitmenschen suchen?

Verantwortungslos als Spielball der Welt

Ganz allmählich wandelt sich die eigene Wahrnehmung der Welt, je mehr ich Ursachen bei anderen suche (und vermeintlich finde). Wenn “die anderen” also Schuld an meinem Unglück sind, weil sie den Rucksack genau in den Weg gestellt haben, dann bin ich ihrem Handeln hoffnungslos ausgeliefert. Aus dieser Hoffnungslosigkeit erwächst Frust, Resignation, Ärger.

Kur gesagt, wenn ich als Verursacher meiner Mißgeschicke nicht mehr mich sehe, sondern die anderen, dann bin ich ein passiver Spielball in der Welt, der sowohl von meinem Mitbewohner, dem doofen Arbeitgeber, den korrupten Politikern und raffgierigen Großkonzernen dieser Welt fremdgesteuert ist. Bleibt man konsequent bei dieser Fremdattributierung (die anderen sind Schuld), dann führt dies zwangsläufig zu einer Aufgabe der eigenen Verwantwortungsübernahme,

Sieh dich als Mittelpunkt der Welt

So böse bestimmte Interessensgruppen es doch darstellen wollen, die Ansicht, dass sich das Universum um uns dreht ist nicht so verkehrt. Solange wir nicht in der Lage sind, wirklich in den Schuhen eines anderen zu stecken, so lange können wir die Welt nur mit unseren Sinnen und Erfahrungen begreifen. Für unsere eigene Wahrnehmung sind und bleiben wir zeitlebens das Zentrum der Welt, auch wenn wir intellektuell begreifen möchten, dass jedes einzelne Wesen um uns herum exakt dieselbe Vorstellung hegen muss.

Es spielt gar keine Rolle, ob wir unser Schicksal tatsächlich selbst bestimmen können oder ob ein kosmischer Plan oder gar Gottes Wille unseren Lebensweg lenken – wichtig ist nur, dass wir uns nicht ohnmächtig fühlen und bereit sind, unser Leben vollständig mit Leben zu füllen.

Das Prinzip der Externalisierung funktioniert übrigens auch hervorragend bei Dingen, die uns fröhlich machen. Wenn wir auf ein wohlwollendes Gegenüber angewiesen sind, dass uns Gutes tut, dann müssen wir doch zwangsweise verzweifeln, wenn gute Taten ausbleiben. Wenn wir aber erkennen, dass wir uns selber Gutes tun können, dann hat doch das zeitweise Ausbleiben guter Taten von Freunden und Bekannten nur eine geringe Tragweite.

Ego-Yoga, oder was?

Na, den Konflikt erkannt? Da plädiere ich dafür, sich selbst als Bestimmer seines Schicksals auch im Kleinen zu erkennen während ein echter Yogi wohl eher sagen würde, dass Dinge eben geschehen. Wir sollten uns im Loslassen üben und uns von Gut und Böse, Schlimm und Schön lösen und alles um uns herum einfach hinnehmen.

Solange ich noch nicht bereit bin loszulassen ist es doch besser, ich gehe mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben. Ich bin es, der für die kleinen Dinge verantwortlich bin, um dann irgendwann auch die großen Dinge anzupacken. Egal wie du dich entscheidest, auf meinem Weg zum Loslassen werde ich zunächst einen Umweg gehen und mich selbst mehr als Verursacher meiner Lebensumstände wahrnehmen. Das tut niemandem weh und gibt mir die Motivation, die Welt Schritt für Schritt besser zu machen. Für mich und in letzter Konsequenz irgendwann auch für alle, die in meinem Umfeld leben.

Bei der nächsten Dusche habe ich zuwenig Gleichgewicht gehabt, nicht die Wanne war zu glatt geputzt. Den Rucksack im Flur hätte ich ja wegräumen können oder wenigstens auf meinen Körper (und die Schrankkante!) besser aufpassen können. Die halb geöffnete Spülmaschine hätte ich auch ganz öffnen können und hätte massig Platz gehabt, dem dreckigen Messer auszuweichen.

23. August 2014
von Stephan
Keine Kommentare

En garde! Durch Fechten zurück zum Yoga

Im Jahre 2010 habe ich insgesamt 2013 Sonnengrüße gemacht. Im Jahr 2014 waren es bislang etwa 20, grob geschätzt. Der Anteil von Yoga an meinem Leben ist deutlich zurückgegangen.

Ob es daran liegt, dass ich den Ausgleich nicht mehr so nötig hatte, da ich inzwischen beruflich deutlich entspannter unterwegs bin, oder ob ich einfach zu faul bin, die Matte auszurollen, kann ich noch nicht genau sagen. Fest steht, dass ich zwar immer noch gerne mal die Matte ausrolle und ein paar Yogaübungen mache, aber selten im Rahmen einer wirklichen Übungssequenz und meist nur als kurze Dehn-Einheit zwischendurch. Ich mache jetzt eben mehr Gymnastik.

In der letzten Woche bin ich zum Schnuppertraining beim ortsansässigen Fechtverein gewesen. Lange habe ich überlegt, ob ich nicht wieder sportlich aktiv werden möchte, so ganz richtig und im Verein. Meine Auswahlkriterien waren klar eine gute Erreichbarkeit der Trainingsstätte (tatsächlich meine #1, denn wenn ich eine Stunde zum Training brauche, halte ich das eh niemals länger als zwei Monate durch), keine Teamsportart (ich hab es weiß-Gott probiert, dazu tauge ich irgendwie nicht) und etwas, was die 36-jährigen Knochen noch einigermaßen erfolgreich mitmachen wollen. Mein Favorit wäre eigentlich Turnen gewesen, aber die nahegelegene Gymnastiktruppe hatte auf ihrer eigenen Internetseite ihren Trainingsablauf mit den Worten “Wir machen uns warm, dehnen und spielen dann den Rest der Stunde Ballspiele” beschrieben. Dann eben Fechten.

Meine erste Stunde war sehr familiär, drei Teilnehmer und ein Trainer. Wir waren zwei ziemliche Neulinge und dennoch kamen wir sogar bis zum Fechten mit Maske und Florett. Jetzt, zwei Tage später, merke ich meine Beine – und vor allem das rechte Knie – derart, so dass ich doch mit ein wenig Yoga nachhelfen muss, um für die nächste Stunde wieder fit zu werden, Paschimottanasana vorm Fernseher ;)

Der Anfängerkurs dauert drei Monate, so lange gebe ich mir, ob den Wechsel von Quart, Oktav, Quint und Sixt ansatzweise zu verinnerlichen. Ich vermute, ganz ohne Yoga werde ich das nicht durchstehen.

22. Juli 2014
von Stephan
7 Kommentare

Lest mehr Yoga

Ganz richtig – lest mehr Yoga. Nachdem ich hier (zu) lange ziemlich Funkstille gehalten habe, wurde ich netterweise auf Yogaever in einem wunderbaren Überblicksartikel über die Yoga-Blogger-Szene erwähnt. Gleich nach Sukadev :-)

In diesem Sinne bin ich hoch motiviert, meine Rückkehr in die Selbstoffenbarungsszene zu nehmen, auch wenn jetzt eigentlich erstmal mein Urlaub ansteht. Wenn hier mindestens vier Menschen kommentieren, dann fange ich auch wieder an zu schreiben. Diesmal regelmäßig und echt ;-)

6. März 2014
von Stephan
1 Kommentar

Ich mach mich frei - und kauf mal nix

Gestern begann für die Fastenzeit für geschätzt 30% der Weltbevölkerung. Ebenso wie mit Neujahrsvorsätzen empfinden die einen es als liebgewonnene Tradition, die anderen als nerviges Lemmingverhalten. Da ich mich eher zu der ersten Gruppe zähle, bin ich natürlich in den kommenden 40 Tagen wieder dabei.

Während es in der alt-katholischen Tradition noch um klare Vorschriften hinsichtlich des Ernährungsverhaltens ging, greifen besonders die Medien gerne diese Verzichtsorientierung auf und befeuern das Image der Abstinenz. Das kann bisweilen groteske Züge annehmen, wie der Moderator im Kinderradio, der gestern ankündigte, eine Woche auf fließend Wasser in der Fastenzeit zu verzichten. Man muss kein Papst-treuer Katholik sein, um den Unsinn der Verknüpfung von fließendem Wasser mit einer österlichen Fastenzeit zu sehen.

Für die Mehrheit der Menschen hat die Fastenzeit damit zu tun, sich selbst durch freiwilligen Verzicht frei(er) zu machen. Was die Minimalisten ganzjährig üben, ist durch die zeitliche Begrenzung für die breite Masse greifbar.

Mein Vorsatz für die nächsten 40 Tage ist, keine Einkäufe zu tätigen – mit Ausnahme von Lebensmitteln, versteht sich. Warum? Ich habe festgestellt, dass ich mir unglaublich viele Gedanken beim Kauf von Dingen mache. Ich gehöre damit wohl weniger zu den Impuls-Shoppern. Ich wälze im Internet Berichte über die Schuhe, checke Preise für die Yogamatte, suche lokale Geschäfte, die meine neue Lieblingstasche führen. Durch den bewussten Verzicht auf irgendwelche Käufe möchte ich mich zumindest bis Ostern davon befreien, mich mit (ziemlich sicher) überflüssigen Anschaffungen auseinandersetzen zu müssen. Aktuell habe ich alles was ich brauche. Der Kleiderschrank ist voll, jede Menge Elektronik steht hier rum und ich habe sogar inzwischen drei Yogamatten. Was sonst könnte ich also brauchen?

Entsprechend bleibt der Verzicht auf Konsum bis Ostern. Wenn ich es schaffe, dann gehören auch überflüssige Kalorien dazu. Aber das hat mit der Idee der Fastenzeit nur oberflächlich zu tun. Entscheidend ist, dass wir in unserem Innern uns orientieren und vorbereiten. Die Christen auf Ostern, die anderen vielleicht auf einen schönen Frühling mit ausgeglichenem Ich.

3. Februar 2014
von Stephan
2 Kommentare

Schon wieder ein Monat um

Da habe ich doch glatt verpasst, im Januar meine angekündigte Energie ins Blog zu bringen. Jedesmal, wenn die Gretchen-Frage aufkam (schreibe ich was über Yoga oder rolle ich die Matte aus?) hat meine eigene Praxis gewonnen, so dass der Januar ganz fleissig auf der Yogamatte war. Nebenbei gab es ein paar leckere indische Gerichte, nicht zuletzt dank der netten Kommentare hier und auf Facebook.

Ich denke mir was nettes aus, um im Februar vielleicht sogar zwei Einträge zu schaffen :-)