Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

5. Januar 2015
von Stephan
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Detox für 2015

Im letzten Jahr erreichte mich eine bislang immer noch nicht beantwortete E-Mail von Anne. Fast einen Monat lang habe ich sich reifen lassen (die E-Mail, nicht Anne), da ich so meine Probleme mit dem Wort Detox habe, welches im Grunde der Aufhänger der Mail war. Anne – die jetzt bei yogaeasy.de arbeitet (Herzlichen Glückwunsch!) – machte mich auf die am 10. Januar startende Detox-Challenge aufmerksam.

Ich persönlich glaube ja nicht daran, dass mein Körper voller Gift ist. Im Dezember machte in US-amerikanischen Blogs mal wieder die Runde, dass der aktuelle Detox-Trend keine medizinische Grundlage hat. Dennoch gibt es viele gute Gründe, das neue Jahr mit einer 14-Tage-Entgiftungs-Kur zu beginnen.

Warum ich nicht an Detox glaube

Wie gesagt, medizinisch entbehrt das Entgiften des Körpers einer handfesten Grundlage. Der menschliche Körper ist dank der Evolution darauf vorbereitet, mit zahlreichen Umweltgiften in Berührung zu kommen und diese auch auf seine Art zu verarbeiten. Dafür haben wir Lungen, Leber, Niere.

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.
Paracelsus

Ich zweifle stark, dass man 40 Jahre lang Zigaretten rauchen und dann durch ein Detox mal eben seine Lunge sanieren kann. Ebensowenig glaube ich, dass wir im Laufe unseres Lebens zu einem Schwermetalllager werden, dass Quecksilber und Chrome mal eben in wenigen Wochen ausleitet. Schwermetalle reichern sich im Fettgewebe an. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie lange es dauert, bis ich eine bestimmte Menge Fettgewebe verloren habe, daher bin ich äußerst skeptisch, wenn durch Zauberhand in ein paar Tagen Einlagerungen daraus entfernt werden können.

Grundsätzlich glaube ich an eine gesündere Form der Ernährung, doch zeitlebens werden wir immer mit Giften in Berührung kommen, somit sind kurze Entgiftungsphasen höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Und – wie erwähnt – “medizinisch betrachtet Unsinn ist:“http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/warum-entschlacken-unsinn-ist-mythos-entgiften-1.1244755.

Warum ich glaube, dass eine Detox-Kur trotzdem sinnvoll ist

Abgesehen von der rein medizinischen Betrachtungsweise gibt es aber auch noch eine Psyche, die vermutlich ebenso mächtig wie die Physis ist. Es geht hier ja auch gar nicht darum, etwas Yoga zu machen und dadurch eine langjährige Nickel-Vergiftung loszuwerden.

Zum Start des neuen Jahrs versuchen viele von uns, sich von alten, lästigen Gewohnheiten zu trennen und neue, bessere Gewohnheiten aufzubauen. Was würde sich besser eignen, als mal eine zeitlang mit diesen neuen Gewohnheiten zu leben? 14 Tage lang täglich mit sich selbst besser umzugehen liefert bestimmt den ein oder anderen Ansatzpunkt, was in den Alltag integriert werden kann.

Wenn man nun mit der richtigen Erwartungshaltung in eine Detox-Challenge startet, dann kann man eigentlich nur profitieren. Detox muss eben nicht immer Detox bedeuten, genauso wie Facebook-Freunde mitunter auch nur flüchtige Bekannte sein können. Ohne, dass die Gesellschaft gleich aus den Fugen gerät ;-)

14 Tage Detox-Challenge mit Yogaeasy.de

Yogaeasy Detox Challenge 2015

Ab dem 10. Januar 2015 kannst du auf yogaeasy.de eine Detox-Challenge mitmachen. 14 Tage lang gibt es jeden Tag eine E-Mail, Videos und ayurvedische Rezepte von Volker Mehl. Das Ganze kostet nichts, bringt Struktur und Motivation für das Neue Jahr und macht sicher auch eine ganze Menge Spaß. Anmelden kann man sich übrigens ab sofort!

3. Januar 2015
von Stephan
2 Kommentare

Adios 2014 - Hier kommt 2015

365 Tage, 17 Blogbeiträge, 302803 geruderte Meter, 3626244 gelaufene Schritte, 16,5 Stunden BJJ und lediglich eine Handvoll Yoga-Einheiten liegen hinter mir, wenn ich auf das neue Jahr blicke.

Vor mir liegen 365 362 Tage voller Möglichkeiten, auf die ich mich schon immens freue. Meine Vorsätze sind im Grunde genommen relativ einfach. Eigentlich gibt es nur zwei1 Grundmuster für Neujahrsvorsätze:

  • Mach mehr …
  • Mach weniger …

Ganz egal, was man für die drei Punkte einsetzt, das Rezept ist immer dasselbe. Wenn man lang genug hinschaut, entdeckt man die Kernbotschaft aller Vorsätze: Mach etwas!

Das reicht mir als Mantra für das neue Jahr, entsprechend werde ich machen. Ob mehr Blogeinträge, weniger gebrochene Finger oder ganz viel Savasana – es passiert schon so einiges im noch jungen Jahr…

1 Streng genommen ist auch mit etwas aufzuhören bloss eine Spielart von Mach weniger.

11. November 2014
von Stephan
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Rolling on - Ab auf die Matte zum BJJ

Erinnert sich noch irgendwer daran, dass ich meine Nase in eine Fechtmaske gesteckt habe? Das war insgesamt ein eher kurzes Zwischenspiel.

Warum kein Fechten (mehr)?

Nachdem ich als Solo-Selbstständiger nicht das Glück habe, jeden Tag mit anderen Menschen im Büro zusammenzukommen, habe ich nicht nur nach einem Sport als physische Herausforderung gesucht, sondern auch als soziales Umfeld. Fechten hat zwar jede Menge Spaß gemacht, doch war relativ schnell klar, dass der Verein eher klein ist und nur sehr wenige Menschen überhaupt im Anfängerkurs waren. Eine einzige Trainingseinheit pro Woche ist bei mir ebenfalls riskant, da ich gerne mal variierende Termine habe, die dann gleich eine zweiwöchige Trainingspause bedeuten. Schweren Herzens trenne ich mich also vom Fechten.

Um nicht untätig zu sein, habe ich natürlich auch etwas anderes gesucht. Eine Sportart, die auch in fortgeschrittenem Alter noch gut zu praktizieren ist, aber auch fordert. Wo eine gewisse soziale Komponente vorhanden ist und der Spaß auch nicht zu kurz kommt. Und gerne auch das ein oder andere Kilogramm bleiben darf.

Bei meiner Suche bin ich auf BJJ gestoßen, welches alle meine Anforderungen erfüllt und irgendwie sogar etwas mit Yoga zu tun hat.

Was ist BJJ?

BJJ steht für Brasilianisches Jiu-Jitsu und ist eine Kampfsportart, bei der man sich nicht hauen darf. Es ist eine Mischung aus Judo und Ringen und findet überwiegend auf dem Boden statt. Manchmal wird es auch als menschliches Schach bezeichnet, da man viel Zeit damit verbringt, sich eine gute Position zu erarbeiten und dann erst einen Angriff zu starten.

Aufgrund der Tatsache, dass viel mit Physik (wie die Hebelgesetze) und Technik gearbeitet wird können auch körperlich kleinere und schwächere Spieler größere besiegen. Soweit eigentlich wie die Mehrzahl aller asiatischen Kampfsportarten. BJJ geht jedoch davon aus, dass die Vielzahl aller Auseinandersetzungen eher früher als später auf dem Boden landet. Gemäß sportlichen Regeln ist dann bei den meisten Sportarten Schluß – das brasilianische Jiu-Jitsu fängt hier aber erst an.

Besonders gefällt mir, dass auch Anfänger schon schnell komplett mitmachen können und nicht monatelang eine Fallschule durchmachen müssen. Gemeinsames Sparring wird als Rollen bezeichnet und sieht zunächst stark gewöhnungsbedürftig aus. Die Verletzungsgefahr ist aus meiner Sicht verhältnismäßig gering – es gibt keine harten Schläge oder gar Tritte. Es geht auch gar nicht darum, möglichst viel Schaden beim Gegner anzurichten, wie etwa beim Boxen. Im Gegenteil, manchmal kann man auch einfach nur abwarten. Anders als beim Ringen hat man nicht verloren, wenn man mit seinem Rücken auf dem Boden liegt, sondern wenn man aufgibt.

Was hat BJJ mit Yoga zu tun?

Vielerorts wird behauptet, dass BJJ und Yoga wie füreinander gemacht scheinen. Aus dem Yoga kenne ich nur zu gut, wie es sich anfühlt, in unbequemen Positionen auszuharren, nachzuspüren und mich einfach dem Moment zu ergeben. Das Ego loszulassen. Obwohl es bei mir häufig nicht klappt, scheint mir dies eine gute Vorbereitung auf Jiu-Jitsu gewesen zu sein.

Die offensichtlichen Gemeinsamkeiten von Yoga und Jiu-Jitsu sind neben der Matte (welche beim Yoga lediglich etwas kleinere Ausmaße hat) vor allem die Themen Flexibilität und Entspannung. Flexibilität, vor allem in der Hüfte, ist für fordernde Asanas genauso hilfreich wie beim Rollen mit dem Gegner. Ohne geht es zwar auch, aber dann klappen eben nur die leichteren Positionen. Womit wir beim Entspannen und Loslassen wären. Es hilft nichts, im Yoga oder im BJJ mit Kraft gegen den eigenen Körper (oder den des Gegners) zu kämpfen. Auch in schwierigen Asanas oder mit einem 120kg-Typen auf der Brust ruhig zu atmen hilft, einen klaren Kopf zu bewahren und die nächsten Schritte sorgfältig und vor allem effektiv zu gestalten.

Wenn der Gegner eine bessere Position hat und einen Hebel ansetzt, dann kann er trotz fehlender Schläge und Tritte ganz schön Schaden anrichten. Arme und Beine können brechen, das Handgelenk knicken oder im Würgegriff die Luft wegbleiben. Dann ist es am Unterlegenen, dies auch einzugestehen. Im BJJ “tappt” man, zwei kleine Klopfer auf den Körper des Gegners signalisieren, dass man aufgibt. Wieder so eine Ego-Sache, dass man sich eingesteht, dass man in der Situation einfach unterlegen ist. Tappt man zu spät, kann dies ganz schöne Schmerzen nach sich ziehen. Viel direkter, als im Yoga. Dort kann ich monatelang eine Asana falsch ausführen um dann bleibende Knieschmerzen zu behalten, im BJJ ist meine Rückmeldung häufig sehr schnell.

So geht es weiter

Nach den ersten Probetrainings habe ich mich dann mal entschlossen, jetzt öfter zum BJJ zu gehen. Dummerweise fühlt sich mein Körper nach jeder Trainingseinheit noch an, als wäre ein 40-Tonner über mich gerollt, aber so langsam beginne ich zu verstehen, wie der Hase läuft. Natürlich bin ich weit ab davon, die Techniken auch nur ansatzweise behalten zu können, aber der Weg hat auch beim Yoga irgendwo angefangen. Die Gruppe ist sehr gut zusammengesetzt und alle sind derart nett und offen zu mir gewesen, dass ich gar kein Büro mehr brauche, um ein soziales Grundrauschen zu etablieren. Entsprechend wird es hier sicherlich auch vermehrt um das Thema BJJ gehen.

15. Oktober 2014
von Stephan
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Namaste, grüß Gott, hallo oder einfach "Du da"

Im Yoga kommt zu Beginn und zum Ende einer Stunde immer wieder ein Namasté. Unter Yogalehrern und -praktizierenden ist dieser Begriff so geläufig und allgegenwärtig, dass er keiner Erklärung mehr bedarft. Alle Nicht-Eingeweihten lernen dank Google ebenso schnell die Bedeutung des Wortes kennen.

Google-Suche nach Namaste

Diana beschreibt es wunderbar als

frei übersetzt “Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche, dass ich in Dir sehe.” Es gilt als ein Zeichen höchsten Respekts vor dem Gegenüber und zeigt, dass das Göttliche zu jeder Zeit, überall und in jedem schlummert.

Als Yogablogger bekomme ich häufig Anfragen, in den letzten sieben Tagen alleine zwölf Stück, die mich jedoch zweifeln lassen, ob Namasté nicht einfach nur ein hübsches Wort ist, was Yoga von Pilates trennt. Möglicherweise habe ich mir in meiner Einsiedlerhöhle im Wohnzimmer auch nur etwas falsches dabei gedacht.

Sowohl via E-Mail als auch mittels des Kontaktformulars kommen regelmäßig Anfragen und Rückmeldungen, die überwiegend mit einer Erwähnung hier im Blog zu tun haben. In der Regel steht in diesen E-Mails dann drin, wie spannend und toll mein Blog ist und dass meine Leser sicherlich einen Mehrwert aus diesem oder jenen Thema ziehen können. Gerne wird ein gemeinsamer Bezug hergestellt (“wir sind ja sowieso durch Yoga verbunden”).

Soweit so gut, Werbung kenne ich, die ist eben so, auch im Yoga. Ein wenig Bauchpinseln und das Ego streicheln (don’t get me started!) und dann dafür einen Link oder zumindest kostenlose Berichterstattung bekommen. Mach ich ja gerne für einen gepinselten Bauch, wenn mich das Produkt überzeugt.

Dummerweise disqualifizieren sich viele noch so professionell gemeinte Anfragen bereits im ersten Satz. Genau dann, wenn es darum geht, mich zu grüßen. Eigentlich fand ich diese Typen immer doof, die nimmermüd darauf hinweisen, wie ihr Name korrekt geschrieben wird (“Marc mit C” oder “Wibke ohne e”). Andererseits ist der eigene Name im virtuellen Raum die einzige Repräsentation von mir, und somit auch dem Göttlichen in mir. Entsprechend ist es doch wichtig, ob ich Stephan, Stefan oder Steven genannt werde. Wer miteinander auf Augenhöhe zusammenkommen möchte, möge doch bitte auch erstmal tief in die Augen, pardon die Buchstaben eines Namens, schauen.

Wenn Namasté in der Yoga-Szene genutzt wird, um damit den Respekt gegenüber anderen Menschen auszudrücken, was drücken wir dann aus, wenn wir dem anderen nicht mit seinem richtigen Namen begegnen, sondern mit dem, was wir vermeintlich dafür halten? Nennt mich Old-School, aber diese Grundwertschätzung wünsche ich mir schon, wenn jemand mir eine Anfrage schickt und offensichtlich etwas von mir will.

Lieber Yoga Bruder Stefan

Dasselbe gilt übrigens auch für Yogakurse. Ich habe zwar erst relativ wenige besucht, aber in fast allen Fällen waren die Namen der Teilnehmer dem Lehrer spätestens nach der zweiten Stunde bekannt. Das ist für mich Namasté, das ehrliche Interesse am Anderen. Ohne all jene Bequemlichkeitsausreden man habe ein schlechtes Namensgedächtnis oder eine Schreibschwäche. Das ist Quatsch, denn wer meinen Namen nicht wichtig findet, der hat kein Interesse daran, mit mir Kontakt aufzubauen. Der findet mich nicht wichtig.

Vielleicht ist das aber auch alles Quatsch und nur ein Zeichen eines übersteigerten Egos, dass ich so übermäßig Wert auf einen Namen lege, den ich mir nicht einmal ausgesucht habe. Wir sind doch eh alle eins und alles ist eben so wie es ist. Mit ph oder mit f.

Omm.

15. Oktober 2014
von Stephan
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Om Tag 13 - Von vorgestern

Eigentlich war Tag 13 ja schon vorgestern. Aber grundsätzlich hierzu gibt es ein hübsches Bild, zum den anderen Tagen nicht. Da habe ich mich mit Meditation, Sonnengrüßen und leichten Dehnübungen über Wasser gehalten. Tag 13 also.

5 Tage Yoga Challenge - Tag 3 mit Ariane von yogamehome.org

Tag 13 war auch gleichzeitig Tag 3 der 5-Tages-Challenge und hat mir mit ihren Rückbeugen jede Menge Spaß bereitet. Vor allem – haltet euch fest – die zahlreichen Phasen, in denen wir in unserem Tempo eine Übung absolviert haben. Was ich vor wenigen Tagen noch kritisch anmerkte hat Ariane an Tag 3 der 5er Reihe wahnsinnig gut umgesetzt.

Da mir heute ein anderes Thema auf den Nägeln brennt ist hier jetzt erstmal Schluß ;-)

5 Tage Yoga Challenge Tag 2 von yogamehome.org

8. Oktober 2014
von Stephan
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Om Tag 8 - I'm back, Baby!

Diesmal hab ich dran gedacht. Ha! Tag 2 der 5 Tage Yoga Challenge stand heute auf dem Programm und war ein sehr sanfter Start in den Tag.

Heute schreibe ich mal etwas zum Thema Yogaschüler. Habt ihr eigentlich gemerkt, dass da im Video ein dritter Schüler versteckt ist? Beim Strecken der Arme zur Seite zeigt sich ein kleiner Hinweis. Ich frage mich, ob das die Kamerafrau/-mann war.

5 Tage Yoga Challenge Tag 2 von yogamehome.org

Ach ja, Yogaschüler. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass in Yogavideos gerne mal dieses: “Mach die Übung in deinem Rhythmus weiter” kommt? Was dann passiert, ist dass alle Schüler gemäß ihrem Atemrhythmus ein- und ausatmen und die Asanas durchlaufen soll. In allen Videos, die ich bislang gesehen habe, scheint dieser Rhythmus ganz schön assimiliert zu sein.

Vermutlich ist es eine der schwierigsten Aufgaben für einen Lehrer, vor allem im Kontext von Videos, wirklich allen Teilnehmern genügend Raum zu lassen, um mutig seinen eigenen Atem als Taktgeber zu nutzen. Ich ertappe mich selbst häufig dabei, aus Angst beim Übergang nicht mehr mitzukommen, statt meines eigenen Rhythmus mit einem Auge nach vorne schielend ebenso flott – oder langsam – wie der Rest der Gruppe zu sein. “Das ist der Herdentrieb” könnten pfiffige Psychologen sicherlich hineininterpretieren.

Ich würde ja gerne mal ein Video sehen, wo tatsächlich alle Beteiligten gänzlich unterschiedliches Tempo an den Tag legen. Habt ihr Vorschläge? Mysore-Style zählt nicht ;)

Was vielen sicherlich zu hektisch und unruhig erscheint ist für mich wunderbar – das eigene Tempo, ganz ohne links und rechts gucken zu müssen. Nur wie soll man so einen ganzen Raum unterrichten?

7. Oktober 2014
von Stephan
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Om Tag 7 - Wake up!

Auch wenn die letzten Tage ohne Blogbeitrag waren, so habe ich nicht etwa aufgegeben – oh nein. Wobei, o graus, da fällt mir ein, dass ich die Challenge in der Challenge schon wieder vergessen habe. Ob ich vergesslich werde?

In den vergangenen Tagen habe ich meditiert, die Mitte gekräftigt und meine Schultern vom Schreibtischkrampf gelockert. Das Kapitel nähert sich dem Ende und heute Abend sollte diese Last auch nicht mehr auf mein Atlas-Kreuz drücken. Heute regnet es, also habe ich mich für Gino entschieden. Vielleicht war es die Assoziation mit Sommer, Sonne und Gino Ginelli. War aber weder italienisch noch locker, leicht und cremig.

ood Morning Wake up Call mit Gino von yogamehome.org

Ganz ehrlich kann ich sagen, dass ich meine gute alte Primary Series vermisse. Vermutlich sind die Videos top, wenn man sie mehrmals gemacht hat. Ich muss aber leider regelmäßig nach vorne schauen, weil mir die Ansagen zu ungenau sind. “Nur das Bein vor oder den Oberkörper auch nach oben?” – “Was ist mit den Armen, wieso haben die alle schon die Arme oben, davon war doch nie die Rede?!” Möglicherweise ist das auch nur die Abwehrhaltung des Schweinehunds.

Jedenfalls hat der Wake-up-call geklappt, ich fühle mich wach und frisch und beinahe motiviert für den Tag. Eventuell ist der prasselnde Regen ja genau die monotone Umgebung die ich brauche, um mich freiwillig in die Textverarbeitung zu stürzen.