Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

19. April 2013
von Stephan
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Männer und Yoga - Was ziehe ich an?

Männer und Yoga, das wächst immer mehr zusammen. Sogar vom Titelbild der aktuellen Ausgabe der Yoga Aktuell strahlt ein Mann: Young Ho Kim.

Vor bald zwei Jahren habe ich schon einmal über Yogakleidung für Männer geschrieben. Seit dem sind nicht nur viele Besucher über Google auf den Beitrag gestossen (das Thema scheint eine ganze Menge Menschen zu interessieren), auch ich habe reichlich Zeit gehabt, weiter über das Thema nachzudenken.

Es beginnt sportlich

Geben wir es doch zu, die meisten Herren sehen Yoga – zumindest am Anfang ihrer Karriere – immer noch als Sportersatz. Oder zumindest als Entschuldigung, das Stretching beim nächsten Fussballspiel mit den Kumpels ausfallen zu lassen. Entsprechend sind Yogaklamotten für uns eben Sportsachen. Als solche müssen sie vor allem eine Funktion erfüllen. Na gut, vielleicht auch zwei.

Anforderung an Yogakleidung für Männer

Krishnamacharya in Samasthiti Auf den Hochglanzbildern der Yogastars sehen wir immer wieder, dass Mann eigentlich nicht viel braucht, um Yoga zu betreiben. knappes Höschen, möglichst eng anliegend, das war’s.

Auch einer der Väter des modernen Yoga, Krishnamacharya, hätte vielleicht nur in Calvin-Klein-Unterwäsche geübt, hätte es sie damals schon gegeben. Allerdings muss man schon ganz schön Macho sein, um so tatsächlich in einem Yogakurs aufzutauchen. Und auch Männer sind mit ihrem Muffin Tops (früher mal Rettungsringe genannt) manchmal ganz schön eigen und würden die lieber erstmal wegtrainieren, bevor sie sich zeigen.

Für mich jedoch, und sicher auch für viele andere Männer, darf soll Yogakleidung meinen Körper bedecken. Vor allem bei den Vorbeugen oder im Kopfstand soll das Hemd an seinem Ort bleiben und nicht rutschen. Natürlich soll weder Hemd noch Hose einengen und bestenfalls etwaigen Schweiß entweder galant verstecken, oder – hier sind wir doch alle etwas Macho – sich klar zeigen und den “Arbeitserfolg” dokumentieren.

Die richtige Kleidung finden

Yoga kann man natürlich mit und ohne alle möglichen Kleidungsstücke machen. Sogar in Jeans kann man Asana üben, doch als soziale Wesen darf man auch gerne etwas angemessener gekleidet in eine Yogastunde gehen.

Entscheidungshilfe für Yogakleidung
Zunächst solltest du dir die Frage stellen, wie oft du tatsächlich Yoga machst. Wenn die das an einer Hand für einen ganzen Monat abzählen kannst, dann brauchst du wahrscheinliche keine gesonderte Garderobe für Yoga. Nun überleg dir gut, wo du Yoga machst. Im Grunde geht es hierbei nur darum, ob dich jemand sehen kann oder nicht. Wenn dich niemand sehen kann, kann dir auch der Hüftspeck egal sein und du kannst dich wie Krishnamacharya fühlen.

Das Flowchart hilft dir so Stück für Stück, die für dich richtige Hose oder Hemd zu finden. Natürlich habe ich es mit einem zwinkernden Auge erstellt, denn das Thema Kleidung ist so individuell, dass eine Lösung für alle nicht in Frage kommt. Vielleicht trägst du deine Lieblingsstücke nicht nur beim Yoga, sondern auch sonst beim Sport oder deiner Freizeit.

Besonders wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Kleidungsstücke möglichst komplett ohne Synthetik auskommen und fair gehandelt sowie hergestellt wurden.

Wo kaufen?

Wenn du in einer großen Stadt lebst, ist es wahrscheinlich gar kein Problem für dich, einen kleinen, inhabergeführten Laden mit fairen und brauchbaren (Yoga-)Klamotten zu finden. Ansonsten gibt es im Internet zahlreiche gute Adressen. Ich kann dir mycalm.com empfehlen1. Gut versteckt gibt es dort auch Kleidung für Männer, die sich für die Yogastunde ums Eck eignen.

Was deine Kleidung über dich sagt

Ich weiss, was sie jetzt denken. Und sie haben Recht.2

Der aufmerksame Leser wird sich nun zu Recht fragen, was das denn noch mit Yoga zu tun hat. Erstens geht es im Yoga darum, sich von seinem Ego zu lösen und zweitens ist das, was ich oben beschrieben habe, doch vollgepackt mit Ego?!

Solange wir kein Nackt-Yoga betreiben, brauchen wir geeignete Kleidung. Und selbst wenn wir nackt sind, kann dies vom Ego getrieben sein. Wer möchte schon gerne neben einem halbnackten Kerl seine Asanas üben, wenn der das eigene Brahmacharya empfindlich stört?

Zu viele Gedanken sollte man an das Thema eigentlich nicht verschwenden, doch die Besuchszahlen der Beiträge zum Thema auf dieser Seite zeigen klar, dass ein ziemlicher Informationsbedarf besteht. Im Grunde ist es aber auch ein positives Zeichen, dass 2013 das Thema Yogamode für Männer noch immer nicht so stark verbreitet ist. Vielleicht sind die Männer auch mehr an der Praxis als am guten Aussehen interessiert?

Bequem muss Yogakleidung sein und die eigene Praxis unterstützen. Nicht nur durch guten Sitz, sondern auch in Harmonie mit den Yamas und Niyamas. Alles andere ist Nebensache.

1 Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit, mit den Betreibern über ihren Shop sprechen zu können. Und bevor jemand fragt: Für die Erwähnung bekomme ich kein Geld.

2 Thomas Magnum. Privatdetektiv.

10. Februar 2013
von Stephan
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Probleme, die gar keine sind

Im Internet greifen zahlreiche Seiten die vordergründig lustigen Probleme der ersten Welt auf. Es gibt Lösungen für die bizarrsten Probleme und sogar wer keine Probleme hat, kann sich welche kaufen.

Das Internet ist ebenfalls voller Meme. Eines der bekannteren ist First world problems Eine weinende junge Dame im Hintergrund und im Vordergrund etwas Text, der ihre Trauer erklärt. Natürlich handelt es sich um kein richtiges Problem, so wie in diesem Beispiel.

My yoga teacher told me to do child's pose - but I am already 21

Unser Leben ist voller Probleme, die uns mehr oder weniger beschäftigen und aufregen. In Wirklichkeit jedoch sind nahezu alle unsere Problemchen höchstens Unannehmlichkeiten, Jammern auf allerhöchstem Niveau. Während man über die meisten Varianten des Mems noch wunderbar lachen kann, bleibt das Lachen einem fast im Halse stecken, wenn man sich das folgende Video ansieht:

13. November 2012
von Stephan
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Post vom Ahimsa-Yogi

Obwohl ich dieses Blog in den letzten Wochen auf sträfliche Art und Weise vernachlässigt habe, hat mir Patrick einige wunderbare Worte via Kontaktformular geschickt. So viel Lob ging natürlich runter wie Ghee, und da er netterweise der Veröffentlichung zugestimmt hat, möchte ich seine Worte mit euch teilen:

aloha,
mein name ist patrick reiners(25) und ich habe durch zufall deine seite entdeckt. ich finde es großartig, dass du öffentlichkeitsarbeit abseits vom “yoga-kommerz” betreibst. ich selber bin in der ausbildung zum yoga-lehrer und unterrichte zur zeit auch noch feste gruppen.. allerdings ab 2013 auch nicht mehr.

ich war selber immer der meinung, dass man, wenn man yoga liebt, es auch weitergeben müsste. komisch eigentlich… und leider denken mittlerweile soviele yoga-begeisterte so, dass der fokus, die eigene praxis, bei vielen doch auf der strecke bleibt. deshalb bin ich von deinem ansatz, wie du es hier beschreibst, sehr begeistert und er hat mich auch, in gewisser weise, mit inspiriert.

vor einiger zeit dachte ich noch, ich möchte ein bekannter yoga-lehrer werden…doch warum eigentlich? nur weil ich yoga liebe und es gerne weiter geben möchte? doch mittlerweile bin ich zu dem punkt gekommen, dass ich lieber meine praxis soweit ausbaue und lieber dadurch versuche, andere menschen zu inspirieren.
jedenfalls wollte ich mich für deine seite bedanken und dir alles gute wünschen..

grüße von der ostsee,
patrick

Patrick ist der Ahimsa-Yogi

Patrick startet als Ahimsa-Yogi gerade ein neues Projekt in seiner Heimat in Norddeutschland gegen die Jagd. Vielleicht gibt es hier ja in der Zukunft wieder etwas von Patrick zu lesen.

7. September 2012
von Stephan
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FA!R 2012 - Socialfunders oder CSR im Web 2.0

Je mehr Kunden auch nachhaltigen Konsum achten, desto mehr rückt das Thema auch bei großen (und kleinen) Unternehmen in den Fokus. Natürlich unterstützen zahlreiche große Firmen im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility (CSR – zu deutsch: Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) heute schon eine Vielzahl von Projekten – von Spendenmarathons für indische Straßenkinder bis hin zu Tombola-Preisen für die lokale Kindertagesstätte.

Im Zuge der immer stärker verlangten Transparenz scheint es nun an der Zeit für eine stärkere Einbindung der Kunden in die Auswahl und Umsetzung von solchen Projekten. Particluate hat mit Socialfunders.de eine Plattform geschaffen, die es Unternehmen ermöglicht, Kunde in ihr gesellschaftliches Engagement einzubinden, indem sie Merkmale der Gamification mit etwas Kickstarter mischt. Die Macher habe ich auf der FA!R 2012 in Dortmund getroffen und mir die Plattform mal angesehen.

Socialfunders funktioniert nach einem einfachen Prinzip

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5. September 2012
von Stephan
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Minimal ist optimal - Der neue Minimalismus

In einem Einkaufszentrum in der Bochumer Innenstadt hängt ein Schild auf dem steht:

Wir shoppen nicht, wir kaufen uns glücklich.

In der Tat basiert unsere (Medien-)Welt auf der einfachen Botschaft: Kaufe, und werde glücklich. Doch in den letzten Jahren wird dieses Motto immer wieder hinterfragt. Speziell im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatten drängt sich doch die Frage auf, wie viel wir eigentlich tatsächlich brauchen, und wie viele unserer Wünsche durch geschicktes Marketing in unsere Hirne gepflanzt wurde.

Wir shoppen nicht, wir kaufen uns glücklich

Was ist eigentlich Minimalismus und warum geht mich das etwas an? Lies den Rest des Artikels um mehr herauszufinden!

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17. August 2012
von Stephan
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Ab sofort dabei: Die Anderen und Ich

Mein Yoga liegt trotz der angenehmen Temperaturen derzeit etwas auf Eis. Damit hier im Blog nicht Funkstille herrscht, habe ich in einer Redaktionssitzung mit mir selbst beschlossen, das Themenspektrum ein wenig zu erweitern.

Ab sofort gibt es eine neue Kategorie namens Die Anderen und Ich, in welcher ich in Anlehnung an die Yamas mich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Fairer Handel auseinandersetze. Für mich ist dieses Thema eine logische Folge (oder ist es eher eine Voraussetzung?) für einen yogischen Lebensstil, alles andere ist nur Gymnastik.

In diesem Sinne versuche ich mich mal an einem kurzen Überblick, was ich mit Nachhaltigkeit verbinde.

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