Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

18. Februar 2013
von Stephan
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Yogalinks der Woche #8

2. Februar 2013
von Stephan
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Frühstück ist mein Kryptonit

Wochenenden sind grundsätzlich ganz anders, als ich sie planen möchte. Eigentlich planen wir auch nie viel am Wochenende, denn da ist Familienzeit. Da ich im Februar nicht nur auf ausreichend Bewegung, sondern auch meine Ernährung wieder etwas mehr achte, ist mir bereits am Morgen mein persönliches Kryptonit begegnet1: Frühstück!

Grüner Smoothie Für mich gibt es keine schönere Mahlzeit, als das Frühstück. Zugegeben, ein leckeres Mittag- oder Abendessen ist auch toll, aber ein richtig gemütliches Frühstück, ganz ohne Zeitzwang und mit der ganzen Familie, das ist nur schwer zu übertreffen. Dummerweise schaffe ich es aber nur in der Woche, mich mit Grünkohl-Orangen-Smoothies bei Laune zu halten, am Wochenende wollen alte Gewohnheiten bedient werden. Das bedeutet Brötchen, Marmelade, Honig und was man aus der Nutella-Werbung im Hintergrund so kennt. Vielleicht auch noch ein Ei, wenn es hochkommt.

Entsprechend fiel das heutige Frühstück auch wieder reichlich oppulent2 aus. Macht aber nichts, soziales Schlemmen halte ich noch für vertretbar. Der Rest des Tages war dafür recht konsequent – den Abschluss des Tages markierte ein Riegel Schokolade. Man muss auch jönne könne in der jecken Zeit.

Neben reichlich Regen gab es sogar anderthalb Stunden Sonne, in denen die Kinder ihre Fahrräder mal wieder bewegen konnten. Danach hat mich Kristin McGee besucht. Es war schon wirklich lange her, dass ich meine MTV Power Yoga DVD herausgeholt habe. Trotzdem hat alles ganz gut geklappt. Ich bilde mir ein, klare Anlehnungen an die Primary Series zu sehen. Nur das Atmen ging mir deutlich zu schnell, wo Kristin drei Züge nimmt komm ich höchstens auf anderthalb.

Naja, sei es drum, vielleicht war auch nur das Frühstück noch nicht komplett verdaut. Morgen könnte ich eigentlich wieder mal Hörsport in den Tag einbauen.

Übrigens fürchte ich, dass ich der Quotenmann bei Fit im Februar sein könnte. Machen da wirklich keine anderen männlichen Wesen mit? Sind die erst im März dran oder hab ich etwas anderes übersehen?

1 Ob die Tatsache, dass ich ein persönliches Kryptonit habe auch bedeutet, dass ich eigentlich Superman bin?

2 Wie ein weißer Schimmel eben.

16. Januar 2013
von Stephan
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Indische Genüsse. Oder Kochen ist auch nur Yoga

Da ich zur Zeit recht viel von zuhause arbeiten kann, nutze ich die Zeit, um mittags “was Ordentliches” zu essen. Für mich alleine kann ich dann ruhig etwas experimenteller werden und, weil ich richtig gerne indisch esse, das ein oder andere indische Gericht versuchen.

Eigens dafür habe ich aus der örtlichen Bücherei ein paar Kochbücher ausgeliehen und mir (hoffentlich) schmackhafte Rezepte herausgesucht. Dummerweise fehlen mir reihenweise Zutaten, so dass meine Möglichkeiten doch arg begrenzt sind. Zwei neue Gerichte konnte ich immerhin schon ausprobieren.

Palak Aloo Mattar

Palak Aloo Mattar Ich liebe Spinat. Am liebsten esse ich Palak Paneer, habe mich aber noch nicht dran gewagt, es selbst zu kochen, hauptsächlich scheue ich mich vor dem Paneer. Aber Spinat mit Kartoffeln und Erbsen? Das verspricht ein Heimspiel zu werden.

In der Tat entpuppte sich das Rezept als einfach und schnell. Die schwierigste Zutat war dann wohl das Garam Masala, welches ich wirklich nicht selbst mörsern wollte.

Feuerrotes Kokos-Curry

Kichererbsen, Kokosnuss(-flocken) und ein paar Zwiebeln. Woher soll denn da die rote Farbe kommen? Vielleicht von den fünf getrockneten Chili-Schoten (aber die sind ganz schön klein?!). Vielleicht passiert ja etwas magisches, also probiere ich es mal aus.

Feuerrotes Kokoscurry. Oder so. Aus fünf Eßlöffeln Kokosflocken und ein wenig Wasser soll ich im Mixer eine Paste herstellen? Mein Vitamix würde sicher aufgrund der geringen Menge den Dienst versagen. Außerdem ist die Paste vermutlich zu trocken, so dass ich die Mixerei durch behelfsweises Gabel-drücken zu ersetzen versuche.

Leider hat das Resultat so gar nichts mit dem Wort Feuerrot gemeinsam. Trotzdem war es leckerer als ich erwartet hatte.

Die Krux mit Kochbüchern

Man sagt ja, dass manche Menschen entweder kochen können, andere wiederum backen. Während das Backen oftmals grammgenaue Abweichungen grausam bestraft, finden sich in Kochbüchern Wendungen wie “Nach Belieben würzen”. Ich kenne Kochanfänger, die hierdurch hoffnungslos überfordert sind.

Wenn ich mir eine indische Hausfrau vorstelle, die akribisch die Menge Mehl auf einer Waage abwiegt, exakt einen halben Teelöffel abmisst und dann drei verschiedene Küchenmaschinen einsetzt, dann kriege ich meine Zweifel, ob die Menschen früher nur geschmacklose Pampe zu sich genommen haben.

Vielleicht bin ich zu rebellisch, um Rezepte ordentlich nachzukochen. Ich bin fest davon überzeugt, dass beim Kochen wie in der Musik Improvisation erst den richtige Pepp bringt. Vielleicht kann ich ein Gericht nicht jede Woche exakt gleich nachkochen, aber das muss ich auch nicht.

Die Küche verstehen

Um beliebig beim Kochen improvisieren zu können, muss man aber unbedingt den Grundcharakter der Küche verstehen. Was sind die Grundpfeiler landestypischer Köche, welche Utensilien nutzen sie?

Wenn ich italienisch, indisch oder auch deutsch kochen möchte, dann haben Gerichte einen typischen Charakter, den sie durch Gewürze, Basiszutaten und Techniken erhalten. Nähere ich mich einer neuen kulinarischen Welt, dann muss ich erst verstehen, aus welchen Elementen sie besteht; Welche Handgriffe typisch sind und was eher ungewöhnlich. Sobald ich das verstanden habe, kann ich die Grenzen der Rezepte sprengen und den Flair eines Gerichts beibehalten. Oder – ganz verrückt – Stile mischen.

Kochen ist auch nur Yoga

Wer sich auf die Reise mit Yoga macht, der muss ebenso verstehen, welche Grundwerkzeuge es gibt. Welche philosophischen Grundannahmen. Sobald man dies verstanden hat, dann fällt alles irgendwie zusammen. Plötzlich ergeben Asanas und Pranayama einen tieferen Sinn und statt von einem Lehrer zu hören, was für eine Asana heute dran ist, kannst du einfach in deinen Körper lauschen und er sagt dir, was er jetzt braucht.

Genau wie Kochen kann man Yoga nicht an einem Tag, mit einem Rezept lernen. Die Reise dauert ein Leben lang und in verschiedenen Phasen dominieren andere Gewürzmischungen deine Praxis. Vielleicht fehlen dir ein paar Zutaten, womöglich ist Pincha Mayurasana noch nicht machbar, aber im Laufe der Zeit kommt es vielleicht. Oder nicht, wenn der Markt die notwendigen Zutaten nicht hat und dein Körper einfach nicht flexibel genug ist, dann nimm dir ein anderes Rezept. Oder lerne es abzuwandeln, dass es schließlich doch schmeckt und Spaß macht.

Das Schnitzel

Schon Eugen Roth kannte die Momente, in denen in der Küche nicht alles nach Plan läuft. Und wenn es mal nicht klappt, darf man es auch mit Humor nehmen (oder den Lieferdienst anrufen).

Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet,
Bemerkte, daß ihm das misriet.
Jedoch, da er es selbst gebraten,
Tut er, als wär es ihm geraten,
Und, um sich nicht zu strafen Lügen,
Ißt er’s mit herzlichem Vergnügen.

4. Dezember 2012
von Stephan
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Fröhliche Milchnachten

Im Ayurveda wird Milch als eines der wertvollsten Lebensmittel angesehen. Auch Patthabi Jois empfiehlt den Verzehr von reichlich Milchprodukten. Das sehen Veganer vollkommen anders.

Veganer stammen aus der Milchstraße

Im Laufe des Jahres habe ich es geschafft, meine Ernährungsweise überwiegend vegetarisch zu gestalten. So sehr ich auch mit einer veganen Lebensweise sympathisiere, so sehr hänge ich auch an meinem Käse. Dennoch muss ich beim Einkaufen streng darauf achten, Produkte ohne Milch weitgehend zu meiden. Kind #2 hat eine fiese Milchallergie.

Wenn Milch einfach keine Option ist

Wenn ich Milchallergie schreibe, dann meine ich nicht eine 08/15-Laktoseintoleranz. Ich meine eine Milchallergie, bei der kleine Mengen Milch(-eiweiß) dazu führen, dass sich das Gesicht des Kindes verformt, die Stimmung kippt und nach wenigen Minuten eine Schwall aus ihrem Mund kommt. Das macht sich besonders gut, wenn nette Menschen einen Butterkeks anbieten und ich nicht aufpasse. Passiert zum Glück fast gar nicht. Somit ist das Kind ein Fleischveganer. Wurst mag sie, alles mit Milch nicht.

Jetzt geht es an die Weihnachtseinkäufe. Nächster Halt: Der Nikolausteller (oder -stiefel). Im letzten Jahr waren Süßigkeiten noch kein Thema, jetzt hingegen schon. Achtet mal darauf, wenn ihr durch die Regale stapft — eigentlich sind alle Weihnachtssüßigkeiten voller Milch. Von Butterspekulatius bis zu Schokoladenfiguren, das will ich alles nicht. Denn obwohl das Kind mit 2 Jahren schon genau weiss, dass es Milch nicht “mag”, die versteckte Milch erkennt es nicht immer. Wenn es nun eine Möglichkeit gibt, unter dem Weihnachtsbaum ganz auf Milch zu verzichten, dann sind wir alle entspannter. Aber nur mit Gummibärchen und Marzipankartoffeln macht das Fest auch nicht so viel Spaß.

Weihnachten — das Butterfest

Weihnachtssüßigkeiten im Supermarkt

Vegane Weihnachtsbäckereien muss man auch 2012 noch möglichst selbst backen, denn in den Supermärkten herrscht weiterhin die (Kuh-)Milch. Komisch eigentlich, aber Schuld sind nur die Protestanten. Ab 15:10 fasst Andrea Fink-Keßler die Geschichte zusammen (beim Radiosender WDR 5). Kurz gesagt durften Katholiken ehedem in der Fastenzeit (auch vor Weihnachten) keine Butter oder Milch verzehren. Ab 1491 konnte man sich dank der Butterbriefe freikaufen und auch vor Weihnachten zu sich nehmen. Heute ist der Milchkonsum allgegenwärtig und fällt kaum noch auf. Für Yogis bleibt die schwierige Frage, ob sie gemäß der alten Schriften Milch in ihren Speiseplan aufnehmen wollen, oder aufgrund der industriellen Milchwirtschaft aus Rücksicht auf Ahimsa doch lieber darauf verzichten möchten.

Selbst ist der Mann

Bei allem Ärger, dass wir nicht einfach den Einkaufswagen bedenkenlos mit Leckereien füllen können, so sind wir jedenfalls deutlich aufmerksamer bei unserer Ernährung geworden. Kind #1 mit der Erdnußallergie ist da schon deutlich pflegeleichter, hat aber auch schon einige Süßigkeiten und Kekse auf die Schwarze Liste befördert.

Nüchtern betrachtet scheint die beste Lösung zu sein, selbst zu backen und gegebenenfalls etwas Reisschokolade ins Spiel zu bringen.

Die häusliche Weihnachtsbäckerei probiert in diesem Jahr folgendes Keksrezept aus:

  • 600g Roggenmehl
  • 240g Rohrzucker
  • 200g Margarine
  • 2 Bananen
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver

Margarine, Zucker und Vanillezucker erstmal verrühren. Dann die Bananen in kleinen Stückchen hinzugeben. Erst Mehl und Backpulver miteinander vermischen, dann nach und nach unter den Teig geben.

Jetzt kneten wir den krümeligen Teig zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie bleibt der nun für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank (oder draußen, wenn Nachbars Katze gerade schläft).

Schließlich geht es ans Ausstechen — Teig ausrollen und allerlei Förmchen stechen lassen. Backpapier auf das Backblech und dann die Kekse bei 170° Heißluft im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen. Rausholen, abkühlen lassen und fertig sind die Weihnachtskekse.

20. Mai 2012
von Stephan
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Dem Mondtag davonlaufen

Heute ist Neumond und in der traditionellen Ashtanga-Folge ein Asana-freier Tag. Statt mich allerdings spirituell weiterzubilden und zum Beispiel die Gita zu lesen, habe ich ds schöne Wetter zum Anlass genommen, nach vielen Jahren mal wieder die Laufschuhe zu schnüren.

Wer hier mitliest, weiß, dass ich a) ein Fan von Statistiken und b) ein Gadget-Verliebter Technik-Nerd bin. In Kombination bedeutet das, dass ich natürlich auch zum Laufen die passende App für mein iPhone habe: Runtastic Pro.

Mein erster Runtastic-Lauf Die Sonne schien, meine Motivation war groß, also machte ich mich auf die Beine und… stellte bedauerlicherweise schon nach wenigen Hundert Metern fest, dass ich extrem außer Puste und konditionell am Ende bin. Die etwa 5 Kilometer in über einer halben Stunde waren dann aber zum Glück nicht so miserabel wie es sich zu Beginn des Laufs anfühlte.

Auch wenn im Yoga immer mal wieder die Oberschenkel benutzt werden, so waren meine nach dem Lauf butterweich. Wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass ich doch mehr am Schreibtisch sitze, als mir gut tun dürfte.

Woher stammt eigentlich meine Motivation für das Laufen? Beim Yoga, speziell dem Ashtanga, sind Statistiken eher selten angebracht. Ich habe zwar meine Sonnengrüße wunderbar damit nachvollziehen können, doch für die Primary Series eignet sich Statistik nicht. Meine Praxis möchte ich dann doch nicht (mehr) quantifizieren. Allerdings ist mein Ego noch so groß, dass es sich am reichlich quantifizierbaren Bauchumfang (und der passenden Zahlenkombination meiner Waage) stört.

Gewichtsverlauf Anfang 2012

Erstaunlicherweise habe ich, trotz einiger (zugegeben halbherziger) Versuche der Ernährungsumstellung keine wirklich Änderung meines Gewichts beobachten können. Die Werte der letzten Wochen sind sogar erstaunlich deckungsgleich mit denen des gesamten letzten Jahres.

Um also das Ego zu befriedigen bedeutet dies für mich, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Dazu gehört – vielleicht – auch das Laufen. Mal sehen, wie viele Läufe mit Runtastic ich tatsächlich durchhalte und ob sich Maßband und Waage davon beeindrucken lassen.

The Eatery: App for iPhone

1. April 2012
von Stephan
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The Eatery - Gesundes Essen dank Crowdsourcing

Ich bin ein Fan von Statistiken jeglicher Art, vor allem, wenn sie mir helfen, mein Leben zu verbessern. Für eine gesundere Ernährung habe ich schon erwogen, Kalorien zu zählen, doch dies ist mir viel zu umständlich. Mit heutiger Technik wäre es doch toll, wenn man einfach sein Essen fotografieren könnte, und eine Software würde sofort auswerten, wie gesund das Essen ist.

Leider gibt es solch ein Programm nicht. Allerdings gibt es viele schlaue Menschen, die sich gerne mit Ernährung beschäftigen, und die mindestens ebenso schlau wie ein Computer sind. Die Leute von Massive Health haben mit ihrer App The Eatery für das iPhone genau die Lösung gebastelt, die mein Problem löst: Wie kann ich nachvollziehen, wie gesund (oder ungesund) ich mich eigentlich ernähre?

Wer ein iPhone besitzt, kann sich selbst von der Funktionsweise überzeugen (die App ist kostenlos). Alle anderen können hier mehr erfahren.

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21. Februar 2012
von Stephan
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Ein Mixer ist ein Mixer ist noch lange kein Blender

Technikfreaks kennen die Frage der Blendtec-Mixer: Will it blend? Jedesmal wenn ein neues iPhone, iPad oder sonstein Gadget auf den Markt kommt, testen sie, wie gut ihre Mixer sind. Indem sie das schöne neue Gerät im Mixer in seine Bestandteile auflösen.

Natürlich ist das dekadent, sinnlos und infantil. Aber die Argumentation, dass wenn man etwas aus Metall zerkleinern kann, man auch jede Art von Obst und Gemüse in seine nahrhaften Bestandteile zerlegen kann, klingt irgendwie überzeugend.

Feierabendmixer trifft vollwertiges Ernährungscenter

Ich habe mir vor ein paar Jahren auch einen Mixer gekauft. Nicht für mein iPhone (das hatte ich da noch nicht), sondern für – ja wofür eigentlich? Seit langer Zeit steht er im Schrank und fristet nicht einmal ein Feierabend-Dasein. Zu kompliziert sauber zu machen, zu langwierig beim Mixen von Früchten; mir fallen viele Gründe ein, weshalb er kaum zum Einsatz kommt.

Dann kam unverhofft ein Vitamix aus dem Hause Keimling für ein paar Wochen vorbei. Damit habe ich seit er angekommen ist nahezu jeden Tag etwas gemixt. Meist jede Menge Obst und wenig grünes Gemüse, damit ich einen grünen Smoothie trinken konnte.

Krups und Vitamix - ein ungleiches Paar

Der direkte Vergleich

Dann wurde ich neugierig, wie sich das Höllengerät (2-PS-Motor mit 37.000 Umdrehungen pro Minute!!!) gegen meinen guten alten Krups Standmixer schlagen würde. Der Test war eigentlich ganz einfach:

In den Mixbehälter kommen:

  • 1 Möhre, in vier Teile geschnitten
  • 1 Orange, lose geteilt
  • 1 Apfel, geviertelt (ohne Kerne und Stiel)
  • 5 Eiswürfel

Zweimal OMA, bitte!

Dann den Mixer einschalten, abwarten, ausschalten, genießen. Das Ergebnis war erschreckend eindeutig. Der Vitamix ist nicht nur in wenigen Sekunden fertig – der Krups läuft ein Vielfaches so lange, er hatte auch alle Zutaten ordentlich zerkleinert (der Krups hat gegenüber dem Apfel auch in der Nachspielzeit kapitulieren müssen), einen wunderbar cremigen Smoothie gezaubert (ja, ich weiss wie doof das klingt und es schreiben alle, es ist aber einfach wahr!) und beim Spülgang glanzvoll abgeschnitten. Der Krups war – Verzeihung – erbärmlich.

Seht selbst:

Mein persönliches Fazit

400 Watt gegen 1200 Watt (oder 80 gegen 650 Euro) zeigen klar, dass nicht jeder Mixer tatsächlich auch ein echter Blender ist. Beim Vitamix bekommt man eine ordentliche Leistung für leider auch ordentlich viel Geld. Allerdings wer ernsthaft überlegt, seinen Ofen und Herd für mehr Rohkost öfter mal abzuschalten sollte einfach kurz überschlagen, was man insgesamt für Kochutensilien inklusive Herd ausgeben muss, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Der Vitamix könnte – wenn man denn auf Rohkost umsteigen möchte – all dies ersetzen. Der Krups sicher nicht.

Blendtec vs. Vitamix vs. Omniblend

Wer jetzt gespannt ist, wie sich der Vitamix gegen den Blendtec schlagen würde, der kann seine Neugierde bei gotgreensrevolution befriedigen.

Update: Der Omniblend eignet sich allem Anschein nach auch recht gut zum Mixen, auch im direkten Vergleich mit dem Vitamix.