Ashtanga Vinyasa Yoga ist eine besondere Form des Yoga, welche Teil eines achtgliedrigen Pfads ist. Im Vordergrund stehen die Asanas, körperliche Übungen, die wiederum durch den Atem in Form von Vinyasa verbunden sind.
Das eigentliche Ashtanga oder Raja Yoga umfasst acht Stufen:
- Yama (moralisches Verhalten)
- Niyama (Reinigung und Lehre)
- Asana (körperliche Übungen)
- Pranayama (Atemkontrolle)
- Pratyahara (Sinneskontrolle)
- Dharana (Konzentration)
- Dhyana (Meditation)
- Samadhi (Selbsterkennung)
Yama – die Selbstbeschränkung – besteht aus Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nicht-Stehlen), Brahmacharya (Enthaltsamkeit) und Aparigraha (Mäßigkeit).
Niyama besteht aus Saucha (Sauberkeit), Santosha (Zufriedenheit), Tapas (Askese/Disziplin), Svadhyaya (Studium heiliger Bücher) und Ishvarapranidhana (Hinwendung zu Gott).
Asana meint die körperlichen Übungen, was in vielen Kursen auch als Hatha Yoga gelehrt wird.
Pranayama meint die Kontrolle des Atems und spielt auf die universelle Lebensenergie, das Prana an.
Pratyahara meint das Sich-nach-Innen-richten, das bewusste Beschränken der Sinne.
Mit Dharana ist die willentliche Konzentration gemeint.
Dhyana, die Meditation, ist eine reine Beobachtung, bei der das eigene Ego und die Gedanken ausgeschaltet werden und keine Rolle mehr spielen.
Samadhi steht für die Befreiung von körperlichen Beschränkungen und das Aufsteigen zum kosmischen Bewusstsein.

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