Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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4. Juli 2012
von Stephan
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Kleine Schritte zur Psychohygiene

Es gibt Phasen, da ist mein Job relativ entspannt, und es gibt Phasen, da geht es heiß her. Gerade ist wieder so eine heiße Phase – was nicht nur auf das Wetter zurückzuführen ist. Gepaart mit hoher Motivation bedeutet das für mich in der Regel: Volle Kraft voraus.

Im Tagesablauf bedeutet das, dass die Kinder morgens flott (!) versorgt und in den Kindergarten gebracht werden und ich schleunigst ins Büro fahre, damit ich sofort produktiv werden Dinge geschafft kriegen kann. Abends dann jede Minute nutzen, dann schnell, schnell nach Hause um die Kinder ins Bett zu bekommen.

Das kann ja bei näherem Hinsehen nicht nachhaltig erfolgversprechend sein. Entsprechend habe ich mich entschlossen, besonders die vollgestopften, hektischen Tage (aber eigentlich auch alle anderen) mit einer kleinen Entschleunigung zu beginnen.


Jeden Morgen, wenn ich ins Büro komme, schließe ich erst meine Tür und dann meine Augen. Noch bevor ich in mein Mailpostfach schaue oder den Rechner einschalte. Dann nehme ich mir fünf Minuten Zeit für mich zur Meditation.

Sicher, fünf Minuten sind nicht viel, doch ich sehe es bereits als Erfolg, eine gewisse Regelmäßigkeit an den Tag zu legen. Wer weiß, vielleicht kann ich die fünf Minuten irgendwann ausbauen. Doch bis dahin habe ich einen ersten Grundstein gelegt, meinen Alltag bewusster und präsenter zu meistern.

Danke an Leo, der vor ein paar Monaten den Impuls gegeben hat, meine Meditationspraxis etwas konstanter und weniger ambitioniert zu etablieren.

10. September 2011
von Stephan
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Der Zeitplan eines Feierabendyogis

Für mich ist Yoga eine Freizeitbeschäftigung. Obwohl ich versuche, jeden Tag meine Matte auszurollen, bleibt häufig weniger Zeit für Yoga, als ich mir wünschen würde.

Wenn ich meinen Tagesablauf mit dem eines Yoga-Profis vergleich, dann frage ich mich zwar schon manchmal, ob ich nicht lieber Yogalehrer werden sollte. Doch insgesamt bin ich sehr zufrieden.

Der Tagesablauf eines Yoga-Profis

Mandy Ingber war so nett und hat ihre Routine veröffentlicht:

  • 07:00 – Aufwachen
  • 07:30 – Meditieren
  • 08:00 – Laufen, oder eine andere Art der kardiovaskulären Übung
  • 09:00 – Frühstück
  • 10:00 – Yoga mit Kunden
  • 13:30 – Mittagessen
  • 14:30 – Sauna
  • 15:30 – Kunden
  • 17:00 – Schreiben
  • 19:00 – Abendessen
  • 20:00 – Entspannung (nicht am Computer), lesen oder erholen

Der Tagesablauf eines Feierabendyogis

Wenn es gut läuft und ich nicht morgens zum Sport gehe, sieht mein Tagesablauf in der Regel so, bzw. so ähnlich aus.

  • 06:15 – Aufstehen und wenn möglich ein paar Sonnengrüße
  • 06:45 – Kind wecken und fertigmachen
  • 07:15 – Frühstück
  • 07:55 – Kind in Kindergarten bringen
  • 08:26 – Bahn zur Arbeit verpassen
  • 08:41 – Bahn zur Arbeit bekommen
  • 12:30 – Mittagessen
  • 17:58 – Zur Bahn
  • 19:00 – Ankunft zuhause
  • 19:10 – Kinder fertig machen
  • 19:45 – Vorlesen, Kuschelzeit, Gute-Nacht-sagen
  • 20:10 – Matte ausrollen
  • 20:11 – Kind wieder ins Bett schicken
  • 20:14 – Schreiendem Kind den Schnuller wieder in den Mund stecken
  • 20:20 – Wegen Hunger die Yogamatte zusammenrollen
  • 20:40 – Abendessen mit meiner Frau
  • 21:00 – Gemeinsame Entspannung (DVD sehen, lesen, etc.)
  • 22:00 – Fertigmachen
  • 22:30 – Schlafen

Alles halb so wild

Sicherlich könnte ich meinen Alltag so organisieren, dass ich auch mehr geschafft bekommen könnte, doch die tägliche Sauna beispielsweise wird nie ihren Platz finden, wenn ich denn meinen Job und meine Familie behalten möchte.

Für alle Besorgten: Ich bin sicherlich nicht unzufrieden mit meinem Leben und dieser Beitrag ist auch nicht ganz ernst gemeint. Ich brauchte nur einen Aufhänger, um einen Link zu Mandy zu setzen, denn ihre Seite finde ich ganz spannend.

2. Juni 2011
von Stephan
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Zwei Monate lang Feierabend

Sicherlich wird es kein wochenlanger Feierabend, aber Ende des Monats werde ich für ganze zwei Monate nicht mehr zur Arbeit gehen. Keine Angst, ich wurde nicht gekündigt (oder habe gar selbst das Handtuch geworfen), ich nehme vielmehr Elternzeit.

Daher ist es auch in den letzten Tagen und Wochen etwas ruhiger hier und die tägliche Yogapraxis noch schwieriger (zumal häufig nicht vorhanden) in die vollen Tage zu integrieren.

Ab Fronleichnam werde ich dann also Vollzeitvater sein und hoffentllich die Chance haben, den ein oder anderen Yogakurs noch mitzunehmen. Leider fällt mein Donnerstagskurs ja heute aus, da Christi Himmelfahrt ein Feiertag ist.

Dafür war die heutige kurze Yogapraxis und die anschließende Pilates-Einheit mit meiner besseren Hälfte sehr entspannend und gibt jede Menge Motivation für die morgige Ein-Tages-Woche (immerhin nur einen Tag arbeiten, schon kommt das Wochenende). Allerdings ist auch das Wochenende bereits verplant, ich werde doch irgendwann wieder morgendliche Asanas probieren müsen.

18. April 2011
von Stephan
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Arbeiten, Pendeln und Atmen

Viele Stunden im Büro und Deadlines haben dazu geführt, dass ich in den letzten anderthalb Wochen noch weniger Asanas geschafft habe als sonst. Dazu kam, dass ich mich am ersten schönen Wochenende des Jahres erstmal zünftig erkältet habe, und nach über zwei Wochen immer noch mehr Taschentücher am Tag verbrauche als ein Amazon in der Weihnachtszeit Geschenkpapier.

Durch die Anpannung der letzten Wochen ist das Thema Entspannung noch wichtiger geworden, auch wenn der innere Schweinehund jeden Abend gegen das Ausrollen der Matte anschreit. Ich habe jedoch etwas gefunden, was ähnlich gute Ergebnisse erzielen hilft.

Pranayama, die vierte Stufe des achtgliedrigen Pfads, hilft dabei, Körper und Geist zu entspannen. Um es auszuprobieren habe ich mir eine App für meinen iPod besorgt und versucht, mich abends statt mit Asana mit meinem iPod auf die Matte zu begeben.

Pranayama für das iPhone

Ehrlich gesagt haben meine ersten Versuche alles andere als geklappt. Die App von Saagara wurde zwar allerorten hochgelobt, nur für mich schien sie nicht so passend. Vielleicht war es auch Pranayama selbst, wozu ich nicht geschaffen oder auch einfach noch nicht bereit war.

Bis ich vor einer Woche versuchsweise die 15-Minuten-Variante mal auf der Heimfahrt im Zug probiert habe. Nach einem nervenaufreibenden Tag mit zahlreichen Bluthochdruckphasen taten die langsamen Atemzüge richtig gut. Allmählich wurde ich ruhiger und entspannter und nach einer Viertelstunde habe ich mich nicht einmal mehr über vorfahrtgierige Autofahrer auf Fußgängerüberwegen geärgert.

Seitdem freue ich mich auf jeden Arbeitstag, da ich dann meine Viertelstunde Pranayama mühelos in den Tag einbauen kann. Die App ist ziemlich hilfreich, wenngleich man sicherlich auch ohne – ein gewisses Maß an Disziplin vorausgesetzt – durch einfache Atemübungen bereits nach kurzer Zeit spürbare Erfolge verzeichnen kann.

Ach ja, das leichte Atmen durch Nase und Mund scheint meinen Mitreisenden bislang noch nicht sonderlich aufgefallen zu sein. Bislang habe ich weder besorgte Blicke noch sonsteine Reaktion auf mein Feierabendpranayama mitbekommen. Vielleicht war ich aber auch einfach zu entspannt, um diese mitzubekommen.

Sattwiges Mittagessen Tag 4

16. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 4

Tag 4 und ich fühle tatsächlich eine innere Gelassenheit.

Tag 4

Der heutige Mittwoch begann mit den Mädels und der Aussicht auf eine weitere Sporteinheit. Im Büro sollte es noch ein paar Telefonkonferenzen am Abend geben und meine Matte wollte ich abends auch noch ausrollen.

Frühstück

Der Tag begann mit einem Honigbrot und einem Apfel, gefolgt von einer WKM-Einheit.

Der Yogi-Tee im Büro mit Zimt hat wieder mal die Zeit bis zum Mittagessen überbrückt.

Mittagessen

Diesmal war das Wetter wenig einladend, so dass ich statt zum Bioladen nur bis zum Supermarkt an der Ecke kam. Dort gab es jedoch einige leckere Dinge:

  • frischer Orangensaft
  • Joghurt
  • Cashews
  • Haferflocken
  • Weintrauben (leider aus Südafrika, aber manchmal muss man sich auch Luxus erlauben)

Zusammen mit einer Banane, etwas Honig und ein wenig des Urgetreide-Müslis gab das ein sehr schmackhaftes Mittagessen.

Die Weintrauben und der überwiegende Teil der Nüsse verschwand am Nachmittag, als es ein wenig anstrengender wurde und trotz der Telefonate die Arbeit noch gemacht werden wollte.

Abendessen

Nachdem der Nachwuchs allesamt schlief, ging es ab auf die Matte. Die Viertelstunde tat sehr gut, neben ein paar Suryas kam ich bis Prasarita Padottanasana A, dann ging es ab in die Küche.

Die restlichen Nudeln von gestern wanderten gemeinsam mit ein paar Paprika, etwas Möhre und Kurkuma mit Salz und Pfeffer in die Pfanne und sorgten für ein überaus leckeres Abendessen. Natürlich gab es auch etwas Ghee dazu, denn aufgewärmte Speisen sind per se nicht mehr sattwig, können aber durch die Zugabe von Ghee aufgewertet werden.

Nudeln mit Paprika und Möhren

Fazit Tag 4

Langsam scheine ich tatsächlich gelassener zu werden, was aber nicht unbedingt auf die Ernährung zurückzuführen ist. Bis Ende März geht es noch hoch her im Büro, dann wird es hoffentlich wieder ruhiger. Bis dahin kann ich die erhoffte geistige Klarheit gut brauchen.

Müsli zum Mittag

14. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 2

Heute war der zweite Tag meines Ernährungsexperiments “7 Tage sattwig”.

Tag 2

Montag. Früh zum Kindergarten, dann ab zum Sport, Arbeit und wieder nach Hause. Der turbulente Abend ließ leider keinen rechten Raum für Yoga/Asana, dafür habe ich wenigstens ordentlich sattwig gegessen und war sogar in der Mittagspause kurz im Bioladen um die Ecke.

Frühstück

Zwei (oder waren es drei? Das Frühstück ist schon so lang her!) Vollkornbrote mit Ghee und Honig dienten neben einem Kräutertee und etwas Wasser als Grundlage für die Sporteinheit am Morgen.

Im Büro gab es erstmal einen schwarzen Tee, der leider nicht so recht in das sattwige Thema der Woche passt. Getreu dem guten, alten Motto “Eine Tasse Tee, tut ja gar nicht weh!” werde ich deswegen aber nicht mein Experiment von vorne beginnen.

Mittagessen

In der Mittagspause bin ich im Bioladen vorbeigerauscht und habe mir Zutaten für mein Müsli mitgenommen. Neben einer Banane und einem Joghurt kamen reichlich Haferflocken und Urgetreide zum Einsatz.

Als Zwischenmahlzeit reichten ein paar Trockenfeigen und eine Lassi.

Abendessen

Eigentlich hatte ich im Bioladen extra zusätzlich Linsen mitgenommen, da ich gestern bereits auf Hülsenfrüchte verzichtet hatte. Doch da selbst diese Linsen mehr als ein paar Minuten zum Kochen benötigt hätten, kam Plan B zum Einsatz:
Der Rest des Feldsalats wieder mit Möhren, Paprika, Gurke und dem Joghurt-Olivenöl-Dressing.

Krönender Abschluß des Tages war erneut ein Honigvollkornbrot.

Fazit Tag 2

Zugegeben, richtig Hunger habe ich nicht gelitten, aber das Gefühl, deutlich weniger als sonst zu essen bringt meinen inneren Schweinehund dazu, mehr Nahrung zu fordern. Ich muss aber auch gestehen sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen mehr als die Hälfte meines Mages mit Essen gefüllt zu haben.

Der morgige Tag dürfte ähnlich verlaufen (wie vermutlich der ganze Rest der Woche). Vielleicht kann ich irgendwo ein wenig Basmati-Reis finden oder das vegetarisch-vegane Bio-Café hat wieder einen leckeren und auch sattwigen Mittagstisch.

4. März 2011
von Stephan
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Erkenntnis der Woche: Ohne Feierabend kein Yoga

Ohne Feierabend kein Yoga. Zumindest nicht für einen Feierabendyogi. Neben den sicherlich noch verschmerzenden Halsbeschwerden und den Kinderkrankheiten sorgte vor allem der extrem kurze Feierabend dafür, dass ich in dieser Woche noch weniger wie ein Yogi daherkomme als in anderen Wochen.

Eine Handvoll Sonnengrüße in sieben Tagen, Unlust auf der Matte und außer mehr oder minder guten Vorsätzen haben dazu geführt, dass ich körperlich doch etwas abgebaut habe. Die sonst kaum merkliche Grundspannung ist weg und ich fühle mich wie ein nasser Sack, wenn ich am Schreibtisch sitze. Hinzu kommt, dass meine jeweils nur kurzen Zwischenspiele auf der Matte mir gezeigt haben, dass jedes einzelne Gelenk und jeder Muskel sein bestes gegeben hat, steif und kurz zu werden.

Heute ist Mondtag, gefolgt von einem Samstag. Ich nehme etwas Abstand von der Arbeit und am Sonntag kann ich dann auch ohne Feierabend hoffentlich wieder zumindest teilweise in die Erste Serie einsteigen.

Schnee unter einer Straßenlaterne

13. Dezember 2010
von Stephan
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Winterwunderland

Zehn Minuten lang habe ich nicht aus dem Fenster gesehen. Vielleicht war es auch eine Viertelstunde, aber ich weiss ganz genau, dass ich erst einen ganz normal dreckigen Asphalt gesehen habe, kurze Zeit später dann mehr als nur ein puderzuckerweißes Winterwunderland.

Selten genug fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, doch heute war ein solcher Tag. So sehr ich mich auch über Schnee freue, selbst die kleine Auffahrt zum Parkplatz hinter unserem Büro konnte ich nur mit Hilfe von vier freundlichen Helfer bewältigen. Trotz Winterreifen.

Der Weg nach Hause dauert glücklicherweise nicht so viel länger als für gewöhnlich, doch irgendwo im Schneechaos musste ich meine Hals und Nacken derart verkrampft haben, dass die seit Tagen dumpf pochenden Kopfschmerzen noch einmal Unterstützung bekommen haben. Die warme Klimaanlage im Auto tat ihr Übriges, so dass ich nach fünf Sonnengrüßen (die kommt heute eh nicht mehr raus!), Paschimottanasana und Marichyasana C den Tag für beendet erklärt habe.

Es ist ein gutes Gefühl, nach all den Sonnengrüßen wieder ein paar andere Asanas am Feierabend zu haben. Auch wenn heute der Tag mit dröhnendem Kopf zuende geht, es trennen mich nur noch 37 Sonnengrüße von der Rückkehr der regulären Asana-Praxis.

22. April 2010
von Stephan
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Zu spät

Heute bin ich erst spät fertig gewesen mit der Arbeit (letzter Termin war um Viertel nach zehn vorbei), so dass ich beim besten Willen lieber ins Bett als auf die Yogamatte gehe.

Außerdem habe ich eben mein Glas Wasser neben der Tastatur umgekippt, wodurch es sogar in die Steckdose getropft ist. Zum Glück ist nichts passiert, aber jetzt werde ich erstmal das Wasser aufwischen und dann ab ins Bett. Morgen ist auch noch ein Feierabend!