Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

Artikel sind mit folgenden Tags versehen ayurveda

18. March 2012
von Stephan
Keine Kommentare

Yoga im Netz 2012 Edition - Folge #18

Der Frühling kommt, also jetzt schon an die Strandfigur denken. Daher heißt es heute kraftvoll zubeißen und stark bleiben (oder werden):

Kohlrabi, Kiwi und griechischer Joghurt mit Honig

15. March 2011
von Stephan
Keine Kommentare

7 Tage sattwig - Tag 3

Auch am dritten Tag ist die Ernährung sattwig, heute scheinbar mit weniger Anstrengung.

Tag 3

Es ist Dienstag und die Weckerin beschließt, dass sie um 5:30 Uhr in der Früh ausreichend geschlafen hat, und nun etwas Unterhaltung benötigt. In Form einiger halbherziger Sonnengrüße und ein paar Asanas habe ich bis etwa 20 Minuten nach 6 durchgehalten und dann mit den Kindern das Frühstück gemacht.

Frühstück

Da die Scheiben so klein und das Brot so lecker ist, habe ich vier Dinkelbrote mit Honig (und natürlich Ghee) zum Frühstück verspeist.

Im Büro habe ich mir einen Yogi-Tee (Zimt und ayurvedische Gewürze) gemacht und bis zum Mittagessen ohne Zwischenmahlzeit durchgehalten.

Mittagessen

In der Hoffnung, etwas Humus zu bekommen, bin ich wieder in den Bioladen, doch dort gab es kein Humus. Also habe ich einen Kohlrabi, eine Kiwi und einen griechischen Joghurt mit Nüssen und Honig mitgenommen. Das war sehr lecker und während des Essens konnte ich mich noch angeregt unterhalten.

Die restlichen Trockenfeigen von gestern und eine Banane mussten am Nachmittag herhalten, als es aufgrund unterschiedlicher Termine und Anfragen etwas hektischer wurde.

Abendessen

Endlich eine warme Mahlzeit: Zuhause angekommen habe ich nachdem die Kinder schliefen Vollkornnudeln mit Olivenöl gemacht. Geschmacklich nicht gerade umwerfend aber warm und überaus nahrhaft. Die Kohlenhydrate werden die Zeit im Fitnessstudio morgen früh hoffentlich günstig beeinflussen und den Nachtschlaf unangetastet lassen.

Fazit Tag 3

Ich merke immer mehr, wie ich mit einer besseren Planung eine viel schmackhaftere Woche hätte haben können. Bislang will ich mich nicht beschweren, aber es fehlt ein wenig an Abwechslung und es kommt mir so vor, als wäre ich schlapper als sonst. Letzteres könnte auch daran liegen, dass der Nachwuchs wieder mal nachtaktiv ist.

Müsli zum Mittag

15. March 2011
von Stephan
Keine Kommentare

7 Tage sattwig - Tag 2

Heute war der zweite Tag meines Ernährungsexperiments “7 Tage sattwig”.

Tag 2

Montag. Früh zum Kindergarten, dann ab zum Sport, Arbeit und wieder nach Hause. Der turbulente Abend ließ leider keinen rechten Raum für Yoga/Asana, dafür habe ich wenigstens ordentlich sattwig gegessen und war sogar in der Mittagspause kurz im Bioladen um die Ecke.

Frühstück

Zwei (oder waren es drei? Das Frühstück ist schon so lang her!) Vollkornbrote mit Ghee und Honig dienten neben einem Kräutertee und etwas Wasser als Grundlage für die Sporteinheit am Morgen.

Im Büro gab es erstmal einen schwarzen Tee, der leider nicht so recht in das sattwige Thema der Woche passt. Getreu dem guten, alten Motto “Eine Tasse Tee, tut ja gar nicht weh!” werde ich deswegen aber nicht mein Experiment von vorne beginnen.

Mittagessen

In der Mittagspause bin ich im Bioladen vorbeigerauscht und habe mir Zutaten für mein Müsli mitgenommen. Neben einer Banane und einem Joghurt kamen reichlich Haferflocken und Urgetreide zum Einsatz.

Als Zwischenmahlzeit reichten ein paar Trockenfeigen und eine Lassi.

Abendessen

Eigentlich hatte ich im Bioladen extra zusätzlich Linsen mitgenommen, da ich gestern bereits auf Hülsenfrüchte verzichtet hatte. Doch da selbst diese Linsen mehr als ein paar Minuten zum Kochen benötigt hätten, kam Plan B zum Einsatz:
Der Rest des Feldsalats wieder mit Möhren, Paprika, Gurke und dem Joghurt-Olivenöl-Dressing.

Krönender Abschluß des Tages war erneut ein Honigvollkornbrot.

Fazit Tag 2

Zugegeben, richtig Hunger habe ich nicht gelitten, aber das Gefühl, deutlich weniger als sonst zu essen bringt meinen inneren Schweinehund dazu, mehr Nahrung zu fordern. Ich muss aber auch gestehen sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen mehr als die Hälfte meines Mages mit Essen gefüllt zu haben.

Der morgige Tag dürfte ähnlich verlaufen (wie vermutlich der ganze Rest der Woche). Vielleicht kann ich irgendwo ein wenig Basmati-Reis finden oder das vegetarisch-vegane Bio-Café hat wieder einen leckeren und auch sattwigen Mittagstisch.

3. January 2011
von Stephan
Keine Kommentare

Nicht Fisch, nicht Fleisch oder: Du bist was du isst

Gesunde Ernährung ist schon ein recht anspruchsvolles Thema. Wer weiß in unserer direkten Umgebung eigentlich darüber Bescheid, was wir tatsächlich essen und trinken. Die einen fordern eine Ampel, die andere will eine andere Kennzeichnung und irgendwie bleiben wir alle verunsichert, was man nun essen soll und was nicht.

Im Ayurveda ist es verhältnismäßig einfach, denn dort heißt es

Es ist besser, falsche Speisen mit der richtigen Einstellung zu essen, als richtige Speisen mit der falschen Einstellung. (Quelle)

Aber seien wir einmal ehrlich, das Thema Vollwerternährung, also das Zusammenspiel von ernährungswissenschaftlich wie auch sozial, ökonomisch und ökologisch sinnvollen Lebensmitteln kennt – oder beachtet – kaum jemand.

Dummerweise strömen unzählige Nachrichten auf uns ein, die eine ganze Reihe falscher Speisen aufzählen:

Eine wirklich empfehlenswerte Ernährung im yogischen Sinne ist – fleissige Leser wissen das natürlich längst – überwiegend sattwig und beinhaltet viel frisches Obst und Gemüse. In der heimischen Küche verarbeitet, versteht sich. Doch leider lässt sich das nicht immer mit der gewünschten Bequemlichkeit und dem eigenen Tagesablauf in Einklang bringen.

Graham Hill formuliert vielleicht einen möglichen Ausstieg aus schlechten Ernährungsgewohnheiten, indem er vorschlägt, ein Wochentagsvegetarier zu werden. Im Dezember habe ich bewusst (wieder) auf Fleisch verzichtet und es ist so einfach mit der bewussten Entscheidung, ein einziges Nahrungsmittel aus seinem Speiseplan zu streichen, so viele positive Nebeneffekte zu erzielen.

Wer (vorübergehend) kein Fleisch isst, kann auch zahlreiche industriell verarbeitete Lebensmittel nicht essen. So enthalten beispielsweise fast alle Konserven mit Fertiggerichten Fleisch. Ein paar nette Anregungen für Ausflüge in die Welt des Vegetarismus finden sich – wie bereits erwähnt – bei Claudia.

Nur für die Schokolade muss ich jetzt noch eine alternative Lösung finden.

20. June 2010
von Stephan
2 Kommentare

Lassi mal ran

Nachdem es bislang nur sporadisch glückt, die ayurvedische Philosophie in meinen Alltag einzuflechten, war ich überaus erstaunt, dass es an allen Ecken jetzt Lassi zu kaufen gibt.

Während einer Büropause habe ich in der letzten Woche eine BioBio-Lassi gekauft und diese genossen, bis meine Augen auf die Nährwerte fielen. Natürlich bin ich – mal wieder – in die Marketingfalle des Lebensmittelindustrie gefallen. Bio erweckt immer den Gedanken, etwas sei gesund. Bei den Mengen Zucker ist der Gesundheitsfaktor aber eher akademischer Natur.

Während des letzten Großeinkaufs hat es auch eine andere Lassi bis zu mir in den Kühlschrank geschafft:

Bio Lassi (Mango)

Leider sind die Nährwerte nicht so vorbildlich aufgelistet gewesen, wie der BioBio:

Lassi Nährwertangaben

Da lobe ich mir doch das selbst hergestellte Lassi, da kann ich wenigstens die Zuckermenge kontrollieren und es auch – wie anscheinend im Ayurveda gedacht – das Ganze direkt warm servieren.

4. May 2010
von Stephan
Keine Kommentare

Wieder oben auf

Die letzte Woche war etwas unproduktiv, was hauptsächlich damit zusammenhängt, dass ich mit einer Magen-Darm-Angelegenheit beschäftigt war. Darunter hat neben meinem körperlichen Wohlbefinden vor allem auch meine Yoga-Praxis gelitten, weshalb ich insgesamt jetzt leicht hinter dem idealen Stand der Surya-Challenge liege.

Es bleibt schwierig, Yoga in meine momentan vollen Tage zu integrieren. Allerdings fühlt sich Yoga immer wieder erfrischend und gut an, auch wenn es nur ein paar Minuten täglich sind.

Am letzten Wochenende – nachdem ich mich wieder kräftig genug fühlte – habe ich dann ein Zitat auf seine Richtigkeit überprüft:

Jeder kann Aloo Gobi kochen, aber wer macht Effets wie Beckham?

Zwar ist es nicht ganz konform dem Ayurveda gewesen, aber mein ersten Blumenkohl-Kartoffel-Curry mit Erbsen ist doch recht lecker geworden – auch in der heute auf der Arbeit noch mal aufgewärmten Fassung. Insofern kann es nicht so schwierig sein, Aloo Gobi zu kochen.

Mit guten Vorsätzen und voller Motivation geht es dann für mich in den Mai, in dem ich ein wenig unterwegs sein werde. Auch die Feiertage lassen den Monat noch spannend werden. Tweets wie der von yogayogiblog motivieren mich dann noch mehr, da anscheinend auch andere Yogis mit einer (zeitlich) überschaubaren Praxis sich gut fühlen.

27. March 2010
von Stephan
Keine Kommentare

Ayurveda gegen Feierabendyogi - 1:0

Es sollte mein großes ayurvedisches Mittagsdebut werden, Blumenkohl, Karotten und ein Auszug aus dem Gewürzgarten von Zimt über Kurkuma bis hin zu Curryblättern. Doch ich hatte die Rechnung ohne das Ghee gemacht.

Entweder ist aller Anfang schwer, oder meine Kochkünste lassen arg zu wünschen übrig. Nachdem ich das Ghee in einem Topf erhitzt habe, wollte ich eine kleine Mischung aus braunem Rohrzucker, Chillipulver und etwas asa foetida ins Fett geben und rösten. Leider ist entweder mein Rezept fehlerhaft gewesen oder das Ghee derart zu heiß, dass der Rohrzucker in wenigen Sekunden geklummt und pechschwarz geworden ist, so dass in kürzester Zeit die Küche voll verbranntem Rauch stank.

Zu allem Überfluß meldete sich mein Rauchmelder (der alte Klugscheißer – naja wenigstens ist jetzt klar, dass die Batterie noch funktioniert) und meine Frau stürzte in die Küche. Inzwischen hatte ich das Fenster geöffnet und den heißen und noch immer qualmenden Topf auf die Fensterbank gestellt.

Nein, die Feuerwehr hat niemand gerufen, so schlimm hat es dann auch nicht gequalmt (zwei Eßlöffel Ghee mit zwei Teelöffeln Rohrzucker können zwar penetrant nerven, aber eben doch nicht so tun, als wären sie ein echter Brand). Dummerweise ist jedoch unsere Fensterbank gestrichen gewesen, so dass der Topfboden nun eine neue Farbe angenommen hat.

Die heutige Niederlage konnte nur durch einen Besuch beim Italiener gerettet werden, denn der inzwischen fertige Reis konnte alleine einfach nicht ausreichend begeistern und noch einen Topf wollte ich heute nicht mehr riskieren.

Womöglich sollte ich als nächstes einen einfacheren Start ins Ayurveda wählen, vielleicht Lassi. Und wenn es wieder etwas mit Ghee werden soll, achte ich etwas stärker auf die Temperatur, um nicht wieder statt des langsamen Röstens ein sofortiges Verbrennen zu provozieren.

27. March 2010
von Stephan
2 Kommentare

Heute mache ich Ghee

Mein neuer Job macht jede Menge Spaß, wirft aber meine bisherige Tagesplanung enorm durcheinander. So wie sich mein Feierabend verschoben hat, hat sich auch meine Yoga-Praxis verschoben und in den letzten zwei Wochen etwas abgenommen.

Damit in Zukunft mein Bauchbereich nicht darunter leidet und – im Gegenteil – sogar zunimmt – habe ich mich ein wenig schlau gemacht, was ein Yogi eigentlich essen sollte. Entsprechend bin ich beim Ayurveda gelandet.

Eine der Grundzutaten nennt sich Ghee und ist sozusagen destillierte Butter. Da im Handel erhältliches Ghee relativ teuer ist (zwischen 6 und 25 Euro für 500 Gramm) habe ich mich entschlossen, es selbst herzustellen.

Die Herstellung von Ghee ist vergleichsweise einfach. Ich habe fünf Pakete Butter (damit sich der Aufwand auch lohnt) in einem Topf langsam erhitzt.

Sobald die Butter weich ist, soll sie einmal aufkochen und dann für etwas über eine Stunde auf kleinster Stufe vor sich hinköcheln. Zwischendurch sollte nicht umgerührt werden, aber die nach oben steigenden Feststoffe abgeschöpft werden.

Wenn die Butter durchsichtig ist, so dass man bis auf den Boden sehen kann, dann kann das flüssige Fett durch ein Sieb und ein Küchentuch gefiltert in leere Marmeladengläser oder Tupperschüsseln abgefüllt werden. Das sieht dann in etwa so aus:

Ghee

Angeblich hält sich das Ghee für viele Monate und enthält sozusagen “das Beste der Butter”, nicht aber die ungesunden Bestandteile. Mein Ghee muss jetzt erstmal abkühlen und wandert dann ab in den Kühlschrank, bis ich meine ersten ayurvedischen Kochversuche starte.