Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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16. Januar 2013
von Stephan
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Indische Genüsse. Oder Kochen ist auch nur Yoga

Da ich zur Zeit recht viel von zuhause arbeiten kann, nutze ich die Zeit, um mittags “was Ordentliches” zu essen. Für mich alleine kann ich dann ruhig etwas experimenteller werden und, weil ich richtig gerne indisch esse, das ein oder andere indische Gericht versuchen.

Eigens dafür habe ich aus der örtlichen Bücherei ein paar Kochbücher ausgeliehen und mir (hoffentlich) schmackhafte Rezepte herausgesucht. Dummerweise fehlen mir reihenweise Zutaten, so dass meine Möglichkeiten doch arg begrenzt sind. Zwei neue Gerichte konnte ich immerhin schon ausprobieren.

Palak Aloo Mattar

Palak Aloo Mattar Ich liebe Spinat. Am liebsten esse ich Palak Paneer, habe mich aber noch nicht dran gewagt, es selbst zu kochen, hauptsächlich scheue ich mich vor dem Paneer. Aber Spinat mit Kartoffeln und Erbsen? Das verspricht ein Heimspiel zu werden.

In der Tat entpuppte sich das Rezept als einfach und schnell. Die schwierigste Zutat war dann wohl das Garam Masala, welches ich wirklich nicht selbst mörsern wollte.

Feuerrotes Kokos-Curry

Kichererbsen, Kokosnuss(-flocken) und ein paar Zwiebeln. Woher soll denn da die rote Farbe kommen? Vielleicht von den fünf getrockneten Chili-Schoten (aber die sind ganz schön klein?!). Vielleicht passiert ja etwas magisches, also probiere ich es mal aus.

Feuerrotes Kokoscurry. Oder so. Aus fünf Eßlöffeln Kokosflocken und ein wenig Wasser soll ich im Mixer eine Paste herstellen? Mein Vitamix würde sicher aufgrund der geringen Menge den Dienst versagen. Außerdem ist die Paste vermutlich zu trocken, so dass ich die Mixerei durch behelfsweises Gabel-drücken zu ersetzen versuche.

Leider hat das Resultat so gar nichts mit dem Wort Feuerrot gemeinsam. Trotzdem war es leckerer als ich erwartet hatte.

Die Krux mit Kochbüchern

Man sagt ja, dass manche Menschen entweder kochen können, andere wiederum backen. Während das Backen oftmals grammgenaue Abweichungen grausam bestraft, finden sich in Kochbüchern Wendungen wie “Nach Belieben würzen”. Ich kenne Kochanfänger, die hierdurch hoffnungslos überfordert sind.

Wenn ich mir eine indische Hausfrau vorstelle, die akribisch die Menge Mehl auf einer Waage abwiegt, exakt einen halben Teelöffel abmisst und dann drei verschiedene Küchenmaschinen einsetzt, dann kriege ich meine Zweifel, ob die Menschen früher nur geschmacklose Pampe zu sich genommen haben.

Vielleicht bin ich zu rebellisch, um Rezepte ordentlich nachzukochen. Ich bin fest davon überzeugt, dass beim Kochen wie in der Musik Improvisation erst den richtige Pepp bringt. Vielleicht kann ich ein Gericht nicht jede Woche exakt gleich nachkochen, aber das muss ich auch nicht.

Die Küche verstehen

Um beliebig beim Kochen improvisieren zu können, muss man aber unbedingt den Grundcharakter der Küche verstehen. Was sind die Grundpfeiler landestypischer Köche, welche Utensilien nutzen sie?

Wenn ich italienisch, indisch oder auch deutsch kochen möchte, dann haben Gerichte einen typischen Charakter, den sie durch Gewürze, Basiszutaten und Techniken erhalten. Nähere ich mich einer neuen kulinarischen Welt, dann muss ich erst verstehen, aus welchen Elementen sie besteht; Welche Handgriffe typisch sind und was eher ungewöhnlich. Sobald ich das verstanden habe, kann ich die Grenzen der Rezepte sprengen und den Flair eines Gerichts beibehalten. Oder – ganz verrückt – Stile mischen.

Kochen ist auch nur Yoga

Wer sich auf die Reise mit Yoga macht, der muss ebenso verstehen, welche Grundwerkzeuge es gibt. Welche philosophischen Grundannahmen. Sobald man dies verstanden hat, dann fällt alles irgendwie zusammen. Plötzlich ergeben Asanas und Pranayama einen tieferen Sinn und statt von einem Lehrer zu hören, was für eine Asana heute dran ist, kannst du einfach in deinen Körper lauschen und er sagt dir, was er jetzt braucht.

Genau wie Kochen kann man Yoga nicht an einem Tag, mit einem Rezept lernen. Die Reise dauert ein Leben lang und in verschiedenen Phasen dominieren andere Gewürzmischungen deine Praxis. Vielleicht fehlen dir ein paar Zutaten, womöglich ist Pincha Mayurasana noch nicht machbar, aber im Laufe der Zeit kommt es vielleicht. Oder nicht, wenn der Markt die notwendigen Zutaten nicht hat und dein Körper einfach nicht flexibel genug ist, dann nimm dir ein anderes Rezept. Oder lerne es abzuwandeln, dass es schließlich doch schmeckt und Spaß macht.

Das Schnitzel

Schon Eugen Roth kannte die Momente, in denen in der Küche nicht alles nach Plan läuft. Und wenn es mal nicht klappt, darf man es auch mit Humor nehmen (oder den Lieferdienst anrufen).

Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet,
Bemerkte, daß ihm das misriet.
Jedoch, da er es selbst gebraten,
Tut er, als wär es ihm geraten,
Und, um sich nicht zu strafen Lügen,
Ißt er’s mit herzlichem Vergnügen.

21. Juli 2012
von Stephan
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Yoga im Netz 2012 Edition - Folge #34

Die letzte Woche brachte neben jeder Menge Regen und einem Geburtstag auch einen Mondtag, so dass ich wenigstens an einem Tag eine Entschuldigung hatte, weshalb ich meine Asanas vernachlässige. Aber die Links der Woche habe ich (natürlich) nicht vergessen:

4. März 2012
von Stephan
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Yoga im Netz 2012 Edition - Folge #16

Es wird tatsächlich langsam Frühling. Gesund Essen, viel Bewegen und ein wenig spirituelle Weiterbildung können da nicht schaden:

21. Februar 2012
von Stephan
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Ein Mixer ist ein Mixer ist noch lange kein Blender

Technikfreaks kennen die Frage der Blendtec-Mixer: Will it blend? Jedesmal wenn ein neues iPhone, iPad oder sonstein Gadget auf den Markt kommt, testen sie, wie gut ihre Mixer sind. Indem sie das schöne neue Gerät im Mixer in seine Bestandteile auflösen.

Natürlich ist das dekadent, sinnlos und infantil. Aber die Argumentation, dass wenn man etwas aus Metall zerkleinern kann, man auch jede Art von Obst und Gemüse in seine nahrhaften Bestandteile zerlegen kann, klingt irgendwie überzeugend.

Feierabendmixer trifft vollwertiges Ernährungscenter

Ich habe mir vor ein paar Jahren auch einen Mixer gekauft. Nicht für mein iPhone (das hatte ich da noch nicht), sondern für – ja wofür eigentlich? Seit langer Zeit steht er im Schrank und fristet nicht einmal ein Feierabend-Dasein. Zu kompliziert sauber zu machen, zu langwierig beim Mixen von Früchten; mir fallen viele Gründe ein, weshalb er kaum zum Einsatz kommt.

Dann kam unverhofft ein Vitamix aus dem Hause Keimling für ein paar Wochen vorbei. Damit habe ich seit er angekommen ist nahezu jeden Tag etwas gemixt. Meist jede Menge Obst und wenig grünes Gemüse, damit ich einen grünen Smoothie trinken konnte.

Krups und Vitamix - ein ungleiches Paar

Der direkte Vergleich

Dann wurde ich neugierig, wie sich das Höllengerät (2-PS-Motor mit 37.000 Umdrehungen pro Minute!!!) gegen meinen guten alten Krups Standmixer schlagen würde. Der Test war eigentlich ganz einfach:

In den Mixbehälter kommen:

  • 1 Möhre, in vier Teile geschnitten
  • 1 Orange, lose geteilt
  • 1 Apfel, geviertelt (ohne Kerne und Stiel)
  • 5 Eiswürfel

Zweimal OMA, bitte!

Dann den Mixer einschalten, abwarten, ausschalten, genießen. Das Ergebnis war erschreckend eindeutig. Der Vitamix ist nicht nur in wenigen Sekunden fertig – der Krups läuft ein Vielfaches so lange, er hatte auch alle Zutaten ordentlich zerkleinert (der Krups hat gegenüber dem Apfel auch in der Nachspielzeit kapitulieren müssen), einen wunderbar cremigen Smoothie gezaubert (ja, ich weiss wie doof das klingt und es schreiben alle, es ist aber einfach wahr!) und beim Spülgang glanzvoll abgeschnitten. Der Krups war – Verzeihung – erbärmlich.

Seht selbst:

Mein persönliches Fazit

400 Watt gegen 1200 Watt (oder 80 gegen 650 Euro) zeigen klar, dass nicht jeder Mixer tatsächlich auch ein echter Blender ist. Beim Vitamix bekommt man eine ordentliche Leistung für leider auch ordentlich viel Geld. Allerdings wer ernsthaft überlegt, seinen Ofen und Herd für mehr Rohkost öfter mal abzuschalten sollte einfach kurz überschlagen, was man insgesamt für Kochutensilien inklusive Herd ausgeben muss, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Der Vitamix könnte – wenn man denn auf Rohkost umsteigen möchte – all dies ersetzen. Der Krups sicher nicht.

Blendtec vs. Vitamix vs. Omniblend

Wer jetzt gespannt ist, wie sich der Vitamix gegen den Blendtec schlagen würde, der kann seine Neugierde bei gotgreensrevolution befriedigen.

Update: Der Omniblend eignet sich allem Anschein nach auch recht gut zum Mixen, auch im direkten Vergleich mit dem Vitamix.

Joghurt mit Quinoa

19. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 7

Der letzte Tag meines auf sieben Tage angelegten Experiments ist ein Samstag. Vollmond ist noch dazu.

Tag 7

Ich bin tatsächlich erst nach sieben Uhr aufgestanden, dabei hat uns ein herrliches Wetter begrüßt.

Frühstück

In der Schublade habe ich einen Rest Quinoa gefunden und diesen zum Frühstück gekocht und mit Joghurt, Cranberries und Rosinen sowie ein paar Mandelsplittern gegessen. Äußerst lecker.

Mittagessen

Eigentlich ist das Mittagessen heute ausgefallen, da Kinder wie Erwachsene diverse Pläne hatten, angefangen beim Bällebad über einen Flohmarkt bis hin zum samstäglichen Einkauf.

Ein halber Apfel hat mich bis zum Einkauf gerettet, danach gab es drei Brote mit Humus aus dem Bioladen, verfeinert mit zwei frischen Möhren.

Abendessen

Der Abend hat mir wieder einmal meine Grenzen aufgezeigt, ich kann einfach kein Dal kochen. Da ich vergleichsweise wenige Hülsenfrüchte in den sieben Tagen zu mir genommen habe, standen zum Abschluß Linsen auf dem Speiseplan.
Die Linsen habe ich einweichen lassen, doch weder Konsistenz noch Geschmack konnten nach einer guten Stunde auf dem Herd überzeugen. Nach dem Motta “Augen zu und durch” habe ich das aber als letzte Mahlzeit hingenommen.

Fazit Tag 7

Wenn fehlende Planung unter der Woche schon zu einem langweiligen Speiseplan führt, so trifft dies am Wochenende noch deutlich mehr zu. Wer versucht, sich sattwig zu ernähren, sollte sich ganz genau überlegen, was er/sie wann zubereiten will.

Asanas gibt es heute keine, der Vollmond steht am Himmel.

Vollkornbaguette mit Tofu und Salat

18. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 6

Ein arbeitsreicher Tag und eine ebensolche Woche gehen zu Ende. Das Abendprogramm ist gestrichen, dafür bin ich zu müde.

Tag 6

Vor 6 Uhr früh sieht der Tag doch ganz anders aus – vor allem wenn das Kind nicht mehr schreit und lieb und ruhig in der Wippe sitzt.

Frühstück

Zum Frühstück gab es, was wohl, einmal mehr Honigvollkornbrot mit Ghee. Leider habe ich meine Wasserflasche vergessen, als ich zum Sport bin, also hatte ich erst im Büro wieder die Gelegenheit Orangensaft und Cinnamon Spice Tee zu trinken.

Mittagessen

Mittag gab es auswärts, im großartigen Guttut habe ich ein Vollkornbaguette mit Salat, Gurke, Tofu, Spinat und Zucchini gegessen.

Im Anschluß gab es noch einen Joghurt mit Honig und Nüssen, am späten Nachmittag dann eine Banane. Der Tag im Büro war lang, da tat das frische Obst wirklich gut.

Abendessen

Der Feierabend und das damit verbundene Abendessen war vor allem eins: deutlich später als in den letzten Tagen. Ein paar Vollkornhonigbrote und schon war der Tag vorbei. Keine Energie mehr für Yoga.

Fazit Tag 6

Ich muss wirklich versuchen, Yoga vor der Arbeit statt danach einzuplanen. Es dürfte aber unendlich schwierig werden, tatsächlich vor beiden Kindern aufzustehen. Das frühe Aufstehen hat mich in dieser Woche ziemlich müde gemacht, daher geht es jetzt sofort ab ins Bett.

Kichererbsenwaffeln

17. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 5

Der fünfte Tag.

Die Empfehlung des Tages lautet 100 Days of Real Food. Wer sich gerne gesund ernähren möchte, aber kein Yoga-Fanatiker ist, kann den 10 Day Pledge machen: 10 Tage ohne industriell verarbeitete Nahrungsmittel.

Tag 5

Mein Tag begann wunderbar, wieder einmal geweckt von einem gelangweilten Säugling und gefolgt vom spontanen Waffeln backen, doch die Waffeln waren erst für das Mittagessen.

Frühstück

Nachdem Baby und ich fertig waren, habe ich den Waffelteig angerührt:

  • 75g Kichererbsenmehl
  • 75g Weizenmehl
  • 1/2 Teelöffel Asa Foetida
  • knapp einen Viertelliter Wasser
  • 2 Eßlöffel Ghee
  • etwas Salz

Der Teig konnte in Ruhe quellen während ich das zweite Kind frühstücksfein gemacht habe. Die vier resultierenden Waffeln schmeckten deutlich anders als erwartet und wurden daher auch nicht eingeladen, mit in den Kindergarten zu gehen, sondern sollten mein Mittagessen werden. Zum Frühstück gab es wieder einmal Honigbrote. Diesmal zwei davon.

Im Büro gab es dann einen Yogi-Tee und ein leckeres Glas frischen Orangensaft und eine Handvoll Cashews.

Mittagessen

Die Waffeln wurden zu einem geschmacklich wirklich gewöhnungsbedürftigen Mittagessen. Vor allem mit einem Wildbraten und dunkler Soße könnte ich sie mir in Zukunft gut vorstellen ;-)

Die Menge war jedoch nicht sonderlich zufriedenstellend, so dass ich am Nachmittag einen Joghurt mit Haferflocken und Urgetreidemüsli gegessen habe.

Abendessen

Das Abendessen war besonders lecker. Eine Tasse Reis im Topf mit einer Möhre, einer halben Paprika und einigen Rosinen, gewürzt mit Petersilie, Salz, Pfeffer und ordentlich Kurkuma so wie sonst Reis pur gekocht (ab in den Topf, doppelte Menge Wasser dazu, aufkochen lassen, Herd abstellen, Deckel drauf, warten). Das war wirklich lecker und mehr als ausreichend.

Gemüsereis

Fazit Tag 5

So langsam schmeckts. Wie bereits angemerkt, hätte ich mit ein wenig guter Planung diese sieben Tage deutlich besser machen können, doch ich finde, dass ich insgesamt auf einem ganz guten Weg bin. Zugegeben, einen wirklichen Erkenntnisgewinn am Ende der sieben Tage erwarte ich mir nicht, aber dafür erlange ich vielleicht die Gewissheit, dass ich noch einmal eine sattwige Woche probieren sollte.

Asana waren heute wieder sehr kurz, ebenso wie meine Tippelschritte in Bezug auf das Thema Meditation. Ich glaube, dass ich sogar drei Minuten geschafft habe. Für die Zeit nach der sattwigen Wochen werde ich versuchen, Meditation etwas gezielter in meine Tages- oder zumindest die Wochenplanung einzubeziehen.

Sattwiges Mittagessen Tag 4

16. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 4

Tag 4 und ich fühle tatsächlich eine innere Gelassenheit.

Tag 4

Der heutige Mittwoch begann mit den Mädels und der Aussicht auf eine weitere Sporteinheit. Im Büro sollte es noch ein paar Telefonkonferenzen am Abend geben und meine Matte wollte ich abends auch noch ausrollen.

Frühstück

Der Tag begann mit einem Honigbrot und einem Apfel, gefolgt von einer WKM-Einheit.

Der Yogi-Tee im Büro mit Zimt hat wieder mal die Zeit bis zum Mittagessen überbrückt.

Mittagessen

Diesmal war das Wetter wenig einladend, so dass ich statt zum Bioladen nur bis zum Supermarkt an der Ecke kam. Dort gab es jedoch einige leckere Dinge:

  • frischer Orangensaft
  • Joghurt
  • Cashews
  • Haferflocken
  • Weintrauben (leider aus Südafrika, aber manchmal muss man sich auch Luxus erlauben)

Zusammen mit einer Banane, etwas Honig und ein wenig des Urgetreide-Müslis gab das ein sehr schmackhaftes Mittagessen.

Die Weintrauben und der überwiegende Teil der Nüsse verschwand am Nachmittag, als es ein wenig anstrengender wurde und trotz der Telefonate die Arbeit noch gemacht werden wollte.

Abendessen

Nachdem der Nachwuchs allesamt schlief, ging es ab auf die Matte. Die Viertelstunde tat sehr gut, neben ein paar Suryas kam ich bis Prasarita Padottanasana A, dann ging es ab in die Küche.

Die restlichen Nudeln von gestern wanderten gemeinsam mit ein paar Paprika, etwas Möhre und Kurkuma mit Salz und Pfeffer in die Pfanne und sorgten für ein überaus leckeres Abendessen. Natürlich gab es auch etwas Ghee dazu, denn aufgewärmte Speisen sind per se nicht mehr sattwig, können aber durch die Zugabe von Ghee aufgewertet werden.

Nudeln mit Paprika und Möhren

Fazit Tag 4

Langsam scheine ich tatsächlich gelassener zu werden, was aber nicht unbedingt auf die Ernährung zurückzuführen ist. Bis Ende März geht es noch hoch her im Büro, dann wird es hoffentlich wieder ruhiger. Bis dahin kann ich die erhoffte geistige Klarheit gut brauchen.

Kohlrabi, Kiwi und griechischer Joghurt mit Honig

15. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 3

Auch am dritten Tag ist die Ernährung sattwig, heute scheinbar mit weniger Anstrengung.

Tag 3

Es ist Dienstag und die Weckerin beschließt, dass sie um 5:30 Uhr in der Früh ausreichend geschlafen hat, und nun etwas Unterhaltung benötigt. In Form einiger halbherziger Sonnengrüße und ein paar Asanas habe ich bis etwa 20 Minuten nach 6 durchgehalten und dann mit den Kindern das Frühstück gemacht.

Frühstück

Da die Scheiben so klein und das Brot so lecker ist, habe ich vier Dinkelbrote mit Honig (und natürlich Ghee) zum Frühstück verspeist.

Im Büro habe ich mir einen Yogi-Tee (Zimt und ayurvedische Gewürze) gemacht und bis zum Mittagessen ohne Zwischenmahlzeit durchgehalten.

Mittagessen

In der Hoffnung, etwas Humus zu bekommen, bin ich wieder in den Bioladen, doch dort gab es kein Humus. Also habe ich einen Kohlrabi, eine Kiwi und einen griechischen Joghurt mit Nüssen und Honig mitgenommen. Das war sehr lecker und während des Essens konnte ich mich noch angeregt unterhalten.

Die restlichen Trockenfeigen von gestern und eine Banane mussten am Nachmittag herhalten, als es aufgrund unterschiedlicher Termine und Anfragen etwas hektischer wurde.

Abendessen

Endlich eine warme Mahlzeit: Zuhause angekommen habe ich nachdem die Kinder schliefen Vollkornnudeln mit Olivenöl gemacht. Geschmacklich nicht gerade umwerfend aber warm und überaus nahrhaft. Die Kohlenhydrate werden die Zeit im Fitnessstudio morgen früh hoffentlich günstig beeinflussen und den Nachtschlaf unangetastet lassen.

Fazit Tag 3

Ich merke immer mehr, wie ich mit einer besseren Planung eine viel schmackhaftere Woche hätte haben können. Bislang will ich mich nicht beschweren, aber es fehlt ein wenig an Abwechslung und es kommt mir so vor, als wäre ich schlapper als sonst. Letzteres könnte auch daran liegen, dass der Nachwuchs wieder mal nachtaktiv ist.

Müsli zum Mittag

14. März 2011
von Stephan
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7 Tage sattwig - Tag 2

Heute war der zweite Tag meines Ernährungsexperiments “7 Tage sattwig”.

Tag 2

Montag. Früh zum Kindergarten, dann ab zum Sport, Arbeit und wieder nach Hause. Der turbulente Abend ließ leider keinen rechten Raum für Yoga/Asana, dafür habe ich wenigstens ordentlich sattwig gegessen und war sogar in der Mittagspause kurz im Bioladen um die Ecke.

Frühstück

Zwei (oder waren es drei? Das Frühstück ist schon so lang her!) Vollkornbrote mit Ghee und Honig dienten neben einem Kräutertee und etwas Wasser als Grundlage für die Sporteinheit am Morgen.

Im Büro gab es erstmal einen schwarzen Tee, der leider nicht so recht in das sattwige Thema der Woche passt. Getreu dem guten, alten Motto “Eine Tasse Tee, tut ja gar nicht weh!” werde ich deswegen aber nicht mein Experiment von vorne beginnen.

Mittagessen

In der Mittagspause bin ich im Bioladen vorbeigerauscht und habe mir Zutaten für mein Müsli mitgenommen. Neben einer Banane und einem Joghurt kamen reichlich Haferflocken und Urgetreide zum Einsatz.

Als Zwischenmahlzeit reichten ein paar Trockenfeigen und eine Lassi.

Abendessen

Eigentlich hatte ich im Bioladen extra zusätzlich Linsen mitgenommen, da ich gestern bereits auf Hülsenfrüchte verzichtet hatte. Doch da selbst diese Linsen mehr als ein paar Minuten zum Kochen benötigt hätten, kam Plan B zum Einsatz:
Der Rest des Feldsalats wieder mit Möhren, Paprika, Gurke und dem Joghurt-Olivenöl-Dressing.

Krönender Abschluß des Tages war erneut ein Honigvollkornbrot.

Fazit Tag 2

Zugegeben, richtig Hunger habe ich nicht gelitten, aber das Gefühl, deutlich weniger als sonst zu essen bringt meinen inneren Schweinehund dazu, mehr Nahrung zu fordern. Ich muss aber auch gestehen sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen mehr als die Hälfte meines Mages mit Essen gefüllt zu haben.

Der morgige Tag dürfte ähnlich verlaufen (wie vermutlich der ganze Rest der Woche). Vielleicht kann ich irgendwo ein wenig Basmati-Reis finden oder das vegetarisch-vegane Bio-Café hat wieder einen leckeren und auch sattwigen Mittagstisch.

3. Februar 2011
von Stephan
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Dorkiges Excelyoga, sattwig essen und lustige Bilder

Heute ist Neumond, da kann ich die Zeit nutzen, die ich sonst auf der Matte verbracht hätte, um wieder einmal etwas zu schreiben. Über eine Woche ist es her, dass ich zuletzt einen Eintrag verfasst habe, es ist aber auch viel passiert.

Neben unserem Projekt auf der Arbeit, welches jetzt bis mindestens Ende März in der sprichwörtlichen heißen Phase steckt, haben wir eine wirklich schöne Familienfeier vorbereitet und ausgerichtet und der übliche Sport und ein Tag krank im Bett haben die Zeit schnell verstreichen lassen.

Inzwischen habe ich mich – wie schon bei den Suryas – dazu entschlossen, meine Fortschritte mit der Ersten Serie festzuhalten. Eine durchwegs schwarz ausgefüllte Zeile bedeutet, dass alle Asanas (Suryas, Standpositionen, sitzende Asanas und Abschlußsequenz) in einem durchgeführt wurden. Dies will ich 2011 gerne sechsmal schaffen. In der Tat finden das auch andere Menschen etwas dorky.

Ich denke ich nähere mich dem Ziel am Besten, indem ich mir Stück für Stück jede Asana vornehme und diese zum Schluß alle aneinanderreihe. Die üblichen Verdächtigen und der Anfang sitzen ja schon recht gut.

Excel-Darstellung der Yoga Chikitsa (Primary Series)

Als ich am Montag kurz nachdem ich auf der Arbeit angekommen war lieber wieder schnell nach Hause gefahren bin hatte ich mir eigentlich geschworen, nie wieder ungesunde Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. Doch schon zwei Tage später, als es mir wieder richtig gut ging, war von diesem Versprechen nichts mehr zu merken. Ich denke ich werde die Woche nach Karneval versuchen, mich ausschließlich sattwig zu ernähren. Rezeptvorschläge und alle Arten von Hinweisen sind herzlich willkommen.

Ansonsten bin ich noch über zwei lustige Bilder im Netz gestolpert. Einmal über Veganer, die feige versuchen, nur primitive Völker zu übernehmen und andererseits über die Bilder von Boonchu Tanti bei Flickr.

The truth about Pasasana (c) by http://www.flickr.com/photos/boonchutanti/

3. Januar 2011
von Stephan
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Nicht Fisch, nicht Fleisch oder: Du bist was du isst

Gesunde Ernährung ist schon ein recht anspruchsvolles Thema. Wer weiß in unserer direkten Umgebung eigentlich darüber Bescheid, was wir tatsächlich essen und trinken. Die einen fordern eine Ampel, die andere will eine andere Kennzeichnung und irgendwie bleiben wir alle verunsichert, was man nun essen soll und was nicht.

Im Ayurveda ist es verhältnismäßig einfach, denn dort heißt es

Es ist besser, falsche Speisen mit der richtigen Einstellung zu essen, als richtige Speisen mit der falschen Einstellung. (Quelle)

Aber seien wir einmal ehrlich, das Thema Vollwerternährung, also das Zusammenspiel von ernährungswissenschaftlich wie auch sozial, ökonomisch und ökologisch sinnvollen Lebensmitteln kennt – oder beachtet – kaum jemand.

Dummerweise strömen unzählige Nachrichten auf uns ein, die eine ganze Reihe falscher Speisen aufzählen:

Eine wirklich empfehlenswerte Ernährung im yogischen Sinne ist – fleissige Leser wissen das natürlich längst – überwiegend sattwig und beinhaltet viel frisches Obst und Gemüse. In der heimischen Küche verarbeitet, versteht sich. Doch leider lässt sich das nicht immer mit der gewünschten Bequemlichkeit und dem eigenen Tagesablauf in Einklang bringen.

Graham Hill formuliert vielleicht einen möglichen Ausstieg aus schlechten Ernährungsgewohnheiten, indem er vorschlägt, ein Wochentagsvegetarier zu werden. Im Dezember habe ich bewusst (wieder) auf Fleisch verzichtet und es ist so einfach mit der bewussten Entscheidung, ein einziges Nahrungsmittel aus seinem Speiseplan zu streichen, so viele positive Nebeneffekte zu erzielen.

Wer (vorübergehend) kein Fleisch isst, kann auch zahlreiche industriell verarbeitete Lebensmittel nicht essen. So enthalten beispielsweise fast alle Konserven mit Fertiggerichten Fleisch. Ein paar nette Anregungen für Ausflüge in die Welt des Vegetarismus finden sich – wie bereits erwähnt – bei Claudia.

Nur für die Schokolade muss ich jetzt noch eine alternative Lösung finden.

Süßkartoffeln

21. November 2010
von Stephan
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Süßes Mittagessen

Heute ist Vollmond, da bleibt die Yogamatte in der Ecke liegen. Stattdessen habe ich heute in der Küche ein wenig experimentiert. Vermutlich dürfte das heutige Essen in etwa das sattwigste gewesen sein, was ich in den letzten Wochen zu mir genommen habe.

Ich wollte schon lange etwas mit Süßkartoffeln ausprobieren, also habe ich zwei davon in Pommes-artige Streifen geschnitten, Olivenöl und Gewürze vermischt und die Streifen damit bestrichen und etwa eine halbe Stunde bei 190 Grad im Ofen gebacken.

Dazu gab es eine Art Chutney. Zu einem Eßlöffel Ghee und ebensoviel braunem Rohrzucker gesellten sich neben einer Vielzahl von Gewürzen (Ingwer, Chili, Kurkuma, Paprika, Senfsamen) auch

  • fünf Karotten
  • zwei Paprika
  • zwei Äpfel
  • eine Banane
  • 200g Erbsen

Insgesamt ein sehr ungewohntes Essen für unsere Eßgewohnheiten – das dreijährige Jurymitglied empfand die Pommes aus Süßkartoffel als Etikettenschwindel und verweigerte deren Aufnahme – welches insgesamt jedoch sehr positiv überrascht hat. Vor allem, da ich noch nie ein Chutney gekocht habe und wieder einmal völlig blind durch die Küche navigiert bin (= ohne Rezept unterwegs war).

4. August 2010
von Stephan
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Crepes gut, Pizza böse

Der gestrige Crepes führte zu einer heißen Praxis, die heutige Pizza (extra fettig mit Sardellen und Oliven) sorgte für eine Trägheit, die – gepaart mit einem nicht einschlafen wollenden Nachwuchs – letztlich zu einer extra kurze Runde Yoga (der Klassiker: 5a+3B) führte.

Ob ich mir deswegen jetzt gegen den rumorenden Krach im Magen ein Nutella-Brot schmieren sollte?

26. März 2010
von Stephan
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Heute mache ich Ghee

Mein neuer Job macht jede Menge Spaß, wirft aber meine bisherige Tagesplanung enorm durcheinander. So wie sich mein Feierabend verschoben hat, hat sich auch meine Yoga-Praxis verschoben und in den letzten zwei Wochen etwas abgenommen.

Damit in Zukunft mein Bauchbereich nicht darunter leidet und – im Gegenteil – sogar zunimmt – habe ich mich ein wenig schlau gemacht, was ein Yogi eigentlich essen sollte. Entsprechend bin ich beim Ayurveda gelandet.

Eine der Grundzutaten nennt sich Ghee und ist sozusagen destillierte Butter. Da im Handel erhältliches Ghee relativ teuer ist (zwischen 6 und 25 Euro für 500 Gramm) habe ich mich entschlossen, es selbst herzustellen.

Die Herstellung von Ghee ist vergleichsweise einfach. Ich habe fünf Pakete Butter (damit sich der Aufwand auch lohnt) in einem Topf langsam erhitzt.

Sobald die Butter weich ist, soll sie einmal aufkochen und dann für etwas über eine Stunde auf kleinster Stufe vor sich hinköcheln. Zwischendurch sollte nicht umgerührt werden, aber die nach oben steigenden Feststoffe abgeschöpft werden.

Wenn die Butter durchsichtig ist, so dass man bis auf den Boden sehen kann, dann kann das flüssige Fett durch ein Sieb und ein Küchentuch gefiltert in leere Marmeladengläser oder Tupperschüsseln abgefüllt werden. Das sieht dann in etwa so aus:

Ghee

Angeblich hält sich das Ghee für viele Monate und enthält sozusagen “das Beste der Butter”, nicht aber die ungesunden Bestandteile. Mein Ghee muss jetzt erstmal abkühlen und wandert dann ab in den Kühlschrank, bis ich meine ersten ayurvedischen Kochversuche starte.