Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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10. September 2011
von Stephan
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Der Zeitplan eines Feierabendyogis

Für mich ist Yoga eine Freizeitbeschäftigung. Obwohl ich versuche, jeden Tag meine Matte auszurollen, bleibt häufig weniger Zeit für Yoga, als ich mir wünschen würde.

Wenn ich meinen Tagesablauf mit dem eines Yoga-Profis vergleich, dann frage ich mich zwar schon manchmal, ob ich nicht lieber Yogalehrer werden sollte. Doch insgesamt bin ich sehr zufrieden.

Der Tagesablauf eines Yoga-Profis

Mandy Ingber war so nett und hat ihre Routine veröffentlicht:

  • 07:00 – Aufwachen
  • 07:30 – Meditieren
  • 08:00 – Laufen, oder eine andere Art der kardiovaskulären Übung
  • 09:00 – Frühstück
  • 10:00 – Yoga mit Kunden
  • 13:30 – Mittagessen
  • 14:30 – Sauna
  • 15:30 – Kunden
  • 17:00 – Schreiben
  • 19:00 – Abendessen
  • 20:00 – Entspannung (nicht am Computer), lesen oder erholen

Der Tagesablauf eines Feierabendyogis

Wenn es gut läuft und ich nicht morgens zum Sport gehe, sieht mein Tagesablauf in der Regel so, bzw. so ähnlich aus.

  • 06:15 – Aufstehen und wenn möglich ein paar Sonnengrüße
  • 06:45 – Kind wecken und fertigmachen
  • 07:15 – Frühstück
  • 07:55 – Kind in Kindergarten bringen
  • 08:26 – Bahn zur Arbeit verpassen
  • 08:41 – Bahn zur Arbeit bekommen
  • 12:30 – Mittagessen
  • 17:58 – Zur Bahn
  • 19:00 – Ankunft zuhause
  • 19:10 – Kinder fertig machen
  • 19:45 – Vorlesen, Kuschelzeit, Gute-Nacht-sagen
  • 20:10 – Matte ausrollen
  • 20:11 – Kind wieder ins Bett schicken
  • 20:14 – Schreiendem Kind den Schnuller wieder in den Mund stecken
  • 20:20 – Wegen Hunger die Yogamatte zusammenrollen
  • 20:40 – Abendessen mit meiner Frau
  • 21:00 – Gemeinsame Entspannung (DVD sehen, lesen, etc.)
  • 22:00 – Fertigmachen
  • 22:30 – Schlafen

Alles halb so wild

Sicherlich könnte ich meinen Alltag so organisieren, dass ich auch mehr geschafft bekommen könnte, doch die tägliche Sauna beispielsweise wird nie ihren Platz finden, wenn ich denn meinen Job und meine Familie behalten möchte.

Für alle Besorgten: Ich bin sicherlich nicht unzufrieden mit meinem Leben und dieser Beitrag ist auch nicht ganz ernst gemeint. Ich brauchte nur einen Aufhänger, um einen Link zu Mandy zu setzen, denn ihre Seite finde ich ganz spannend.

30. November 2010
von Stephan
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Papas und Prioritäten

Patrick ist der Papa eines kleinen Jungen und auch ein Yogi. Das weiss ich, weil ich sein Blog regelmäßig lese.

Patrick hat auch Probleme, denn er muss sich immer wieder entscheiden, was in seinem Leben gerade Priorität hat. Das müssen wir natürlich alle. Aber da er ein Papa ist, hat er auch mit der täglichen Herausforderung nahezu aller Eltern zu kämpfen: Patrick hat einen sehr engen Tagesablauf, der wenig bis keine Zeit für persönliche Entfaltung lässt. Entweder er arbeitet, oder er kümmert sich um den Nachwuchs. Zwischendurch schafft er es trotzdem noch, Yoga in seinen Tag einzubauen.

Mein Tagesablauf sieht in den letzten Monaten sehr ähnlich wie der von Patrick aus, am Abend zwänge ich noch eine kurze Asana-Praxis in den Tag, immer mit dem schlechten Gewissen, dass ich nach einem langen Tag auf der Abend am Feierabend vielmehr Zeit für und mit meinen Mädels verbringen sollte, als mit dem Verfolgen eines minder ehrgeizigen Ziels, welches dazu nur einen fraglichen Wert hat.

Dennoch ist mir wichtig, dass ich – auch wenn es nur ein kurzer Moment ist – diese Zeit für mich habe. Um Energie zu tanken und durchzuatmen, um Abstand vom Alltag und besonders vom Arbeitstag zu gewinnen, um zu Hause anzukommen.

Anders als Patrick bin ich es nicht gewohnt, die komplette Yoga Chikitsa oder Primary Series am Stück zu üben, daher kann ich viele seiner Sorgen nur bedingt nachfühlen. Dass Eltern jedoch – vor allem bei kleinen Kindern – in erster Linie Eltern sind und dann erst sich Selbst verwirklichen sollten, sehe ich genauso.

Dabei kommt es bisweilen zu den kuriosesten Entscheidungen – heute hat die Uhr, welche immer in meinem Blick bei den Suryas ist, mir nach nur drei Sonnengrüßen mitgeteilt, dass ich doch lieber an den Herd gehen sollte, um mir etwas zu Essen zu machen. Hätte ich das nicht gemacht, wäre zwar die Zahl der Suryas im November etwas höher ausgefallen, meine Zeit mit der Familie mir jedoch zu wenig gewesen.

23. March 2010
von Stephan
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Yoga ist nicht alles

Heute habe ich die Welt gerettet. Zum wiederholten Male. Naja, vielleicht nicht wirklich, aber ich fühle mich so. Der Tag war also erfolgreich.

Der auf einen erfolgreichen Tag folgende Feierabend hingegen war weniger erfolgreich. Wobei von “Erfolg” zu sprechen etwas irreführend ist. Heute war kein Tag für Yoga. Weder der Entspannungsgedanke noch der Wettbewerbseifer konnten mich an die Matte fesseln.

Was tut man in so einem Fall? Yoga ausfallen lassen!

Ganz ehrlich? Yoga finde ich gut, aber es ist nicht alles. Immerhin befinde ich mich nicht in einem Wettbewerb (auch wenn man das fälschlicherweise manchmal denken könnte). Manchmal sind andere Dinge einfach wichtiger, und wenn es nur ein wenig faulenzen ist.