Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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15. August 2011
von Stephan
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Motorisches Gedächtnis

In einem früheren Leben habe ich einen Großteil meiner Zeit damit verbracht, Musik zu machen. Auf Schlagzeug, Pauken und allen möglichen Schlaginstrumenten habe ich getrommelt, doch mit dem Umzug in eine Mietswohnung und die Gründung einer Familie ist dieses zugegeben etwas lärmintensive Hobby ziemlich eingeschlafen.

Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich meine alte Snare aufgestellt habe und sich meine Hände scheinbar mühelos an die Handsätze und Schlagkombinationen erinnert haben.

Etwa ähnlich ergeht es mir so langsam beim Yoga. Meine Muskeln scheinen die Asanas und Vinyasa-Folgen inzwischen zu kennen (zumindest bis zu Paschimottanasana). Besonders merke ich das, wenn ich eine DVD einlege, die kleine Abweichungen macht. Wenn die Arme im Sonnengruß nicht über die Seite sondern nach vorne abgesenkt werden muss ich regelmäßig gehörig aufpassen.

Ich bilde mir ein, dass ich durch den Autopiloten besser in der Lage bin, mich auf meinen Atem zu konzentrieren und mein Yoga wirklich als meditative Praxis zu betrachten. Wenn ich es jetzt noch schaffe, nicht über die Albernheiten der im Wohnzimmer herumtobenden Kinder zu lachen und dadurch meinen Atem zu verlieren, dann habe ich wohl auch Pratyahara gemeistert. Vielleicht hilft die 21-Tage-Meditationsherausforderung mir ja dabei.