Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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23. March 2011
von Stephan
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Guru oder nicht - Alles eine Frage des Stils?

Als Heimyogi bin ich hin- und hergerissen, ob ich gerne einen Lehrer haben möchte, der meine Yogafortschritte begleitet, oder ob ich lieber alleine mit Büchern, DVDs und dem Internet üben möchte.

Der Einstieg in Yoga, so Jois, soll in jedem Fall mit einem erfahrenen Lehrer, einem Guru, erfolgen. Ich denke oft darüber nach, dass ich gerne eine oder gar mehrere Yogastunden besuchen möchte.

Wenn ich mir das Angebot an Yogalehrern in meiner näheren Umgebung ansehe, bin ich allerdings wieder etwas unsicher. Da sagen meine potentiellen Gurus häufig über sich selbst, dass sie keinen klassischen Yoga-Stil betreiben, sondern “individuell” und “das Beste von allen Richtungen” anbieten. Was so verlockend klingt hat für mich einen faden Beigeschmack.

Da ich mich als Katholik wunderbar mit strikten Vorgaben und Mustern identifizieren kann, freue ich mich über eine gewisse Vorhersagbarkeit der Praxis. Ich bilde mir dann immer ein, dass ein jahrtausendealtes System von so vielen klugen Köpfen optimiert wurde, dass es bewährt und “richtig” sein muss. Vor allem im Ashtanga gehe ich davon aus, dass hier eine homogene Abfolge der Asanas gewährleistet ist.

Wenn Lehrer mit Mitte Dreißig eigene Yogaformen schöpfen, dann fehlt mir diese lange Tradition – auch wenn sie implizit im Yoga sowieso drinsteckt. Dann denke ich mir, wieso maßen die sich an, die altbewährten Systeme aufzubrechen und einfach nach eigenem Gutdünken diese oder jene Asana einzustreuen, als wäre es ein Fitnesskurs?

Sobald ich meine Vernunft wiedererlangt habe versuche ich mich zu beruhigen und sage mir, dass eben genau dies der Mehrwert eines Lehrers ist: Dass sie gelernt haben, Yoga an unterschiedliche Menschen anzupassen. Womöglich fehlt mir hier das nötige Grundvertrauen, mich auf unterschiedliche Lehrer einzulassen und auf ihre Qualifikation zu vertrauen. Zugegeben, die Yogalehrerausbildung ist weitgehend reglementiert, vielleicht sogar qualitätsgesichert (ich mag mir nicht zutrauen, das als Außenstehender tatsächlich zu beurteilen), aber schützt mich das davor, dass ich in einem typischen Fitnessstudio nicht nur ein paar Asanas in einem als Yoga verkleideten Fitnesskurs mitmache?

Sicherlich wäre der beste Einstieg für mich ein Kurs über mehrere Stunden bei eben solch einem klar systematisierten Stil wie dem Ashtanga. Doch das läßt meine Zeit und die Verfügbarkeit der entsprechenden Gurus im Moment nicht zu. Da bin ich dann doch sehr dankbar für solche Angebote wie bei Yoga Easy oder die DVDs und Bücher bei Amazon.

Update: Dazu passt ganz gut die aktuelle Debatte um die Regulierung der Yogalehrer-Ausbildung in Texas. Mehr dazu bei Yogadork.

18. January 2011
von Stephan
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Praktisch nichts Neues

Die Woche begann am Sonntag etwas ruhiger. Die Zeit auf der Matte war nur recht kurz, familiäre Dinge gingen vor. Heute dafür habe ich zumindest bis zu Parshvottanasana ausgehalten.

Morgen und übermorgen muss die Matte zusammengerollt bleiben, denn erst bin ich morgen unterwegs und dann ist am Mittwoch auch noch Vollmond. Freitag wird es auch sehr schwierig, noch etwas Yoga in den Tag zu quetschen. Entweder sollte ich schnellstmöglich eine Praxis am frühen Morgen etablieren (da scheinen aber noch ganz andere Yogi(ni)s Probleme mit zu haben) oder ich lasse mir bald das Thema Pranayama von einem erfahrenen Lehrer nahebringen.

Doch da stellt sich dann die Frage, wer eigentlich qualifiziert ist, den Tiger zu zähmen meinen Atem zu unterweisen? Wie habt ihr festgestellt, dass euer Lehrer die oder der richtige war?