Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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The Eatery: App for iPhone

1. April 2012
von Stephan
3 Kommentare

The Eatery - Gesundes Essen dank Crowdsourcing

Ich bin ein Fan von Statistiken jeglicher Art, vor allem, wenn sie mir helfen, mein Leben zu verbessern. Für eine gesundere Ernährung habe ich schon erwogen, Kalorien zu zählen, doch dies ist mir viel zu umständlich. Mit heutiger Technik wäre es doch toll, wenn man einfach sein Essen fotografieren könnte, und eine Software würde sofort auswerten, wie gesund das Essen ist.

Leider gibt es solch ein Programm nicht. Allerdings gibt es viele schlaue Menschen, die sich gerne mit Ernährung beschäftigen, und die mindestens ebenso schlau wie ein Computer sind. Die Leute von Massive Health haben mit ihrer App The Eatery für das iPhone genau die Lösung gebastelt, die mein Problem löst: Wie kann ich nachvollziehen, wie gesund (oder ungesund) ich mich eigentlich ernähre?

Wer ein iPhone besitzt, kann sich selbst von der Funktionsweise überzeugen (die App ist kostenlos). Alle anderen können hier mehr erfahren.

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6. March 2012
von Stephan
Keine Kommentare

Fit werden mit You are your own gym

Besonders Männer kommen häufig zum Yoga, weil sie die körperlichen Vorteile sehen: Größere Beweglichkeit, verbesserte Koordination, vielleicht sogar ein grundsätzlicher Kraftzuwachs. Natürlich habe auch ich aus diesen Gründen angefangen, doch inzwischen ist Yoga für mich mehr als eine körperliche Übung. Dennoch brauche ich auch zwischendurch noch alternativ ein klassisches “Trainingsprogramm”, wie beispielsweise das WKM-Training oder Cardio.

Fit werden ohne Fitnessstudio

Da ich seit Ende des letzten Jahres nicht mehr in einem Fitnessstudio bin, habe ich nach einer Alternative gesucht, wie ich meine Fitness – sozusagen im Ausgleich zu Yoga – verbessern kann. Zwar hatte ich früher sogar Hanteln zuhause, doch inzwischen gibt es hier neben meiner Yogamatte keine Sportutensilien mehr.

You are your own gym

Über den iTunes-Store bin ich auf Mark Lauren und seine App YAYOG gekommen.

You are your own gym - Splashscreen

Mark ist seit vielen Jahren Ausbilder der US-Militärs. Da das US-Militär auf seine Auslandseinsätze in aller Welt in der Regel keine Tonnen an Hanteln und Gewichten mitnimmt, haben sie andere Wege gefunden, die Männer und Frauen fit zu halten. Die über Jahre gewonnenen Erkenntnisse sind als Trainingsphilosophie in Form von Eigengewichtsübungen und Workouts unter dem Namen You are your own gym (du bist dein eigenes Fitnessstudio) komprimiert.

Das Buch

Bevor ich die App auf meinem iPhone ausprobiert habe, wollte ich unbedingt mehr über die Trainingshintergründe erfahren und habe zu Weihnachten das Buch erhalten und durchgelesen. Ganz ehrlich, sonderlich neu sind die Erkenntnisse (für mich) nicht gewesen. Als Schnellstart hätte es auch nur die App getan.

Neben den Übungen stellt Mark eine sinnvolle (gesunde) Ernährung vor. Dabei gibt er keine seitenlangen Nährwerttabellen, sondern ein paar praktische Tipps zum Zu- aber auch zum Abnehmen. Nicht genug jedoch, um alleine damit von fett zu fit zu kommen (dazu bedarf es dann doch ein wenig mehr Information).

YAYOG – Die App

Für weniger als zwei Euro kann man das Wissen des Buchs in kompakter Form auf sein Apple-Gerät (iPhone oder iPod Touch) bringen. Dann lassen sich alle Übungen einsehen. Anhand von Bildern und kurzen Texten (die im Buch sind meist exakt gleich) werden die Übungen dargestellt. Alles ist leider nur auf Englisch erhältlich, doch die wenigen Anweisungen kann man leicht verstehen, sobald die Übungen verstanden sind.

You are your own gym - One legged Romanian Deadlift

Grob lassen sich die Übungen in die folgenden Gruppen einteilen:

  • Ziehen
  • Drücken
  • Beine
  • Rumpf
  • Ganzkörper

Nicht alle Übungen, aber die meisten, lassen sich allein mit dem eigenen Körpergewicht ausführen. Für manch andere braucht man einen Tisch, eine Tür, ein Handtuch oder auch mal einen Rucksack. Alles Dinge, die man eigentlich immer zuhause finden kann.

Die Workouts

Wer möchte, kann sich selbst die Übungen zusammenstellen und ganz individuell loslegen. Wer gerne etwas mehr Struktur vorgegeben bekommt, kann wie ich einen der vier Workouts auswählen. Über jeweils zehn Wochen wechseln sich dann diverse Phasen ab. Zunächst geht es darum, die Koordination der Übungen zu üben, dann geht es um Kraftzuwachs gefolgt von Schnellkraft und schließlich einer längeren abwechslungsreichen Phase als Muskelboost.

You are your own gym - Select a workout

Die Workouts gehen dabei ganz unterschiedlich vor. So gibt es klassisches Intervalltraining, Leitern, Tabatas, Stapper und vieles mehr. Von 16 bis 36 Minuten pro Tag bei vier bis fünf Tagen die Woche ist der Aufwand des Programm recht überschaubar. Die Resultate – und da spreche ich in Woche 10 aus Erfahrung – sind wirklich beachtlich. Vor allem verglichen mit gewöhnlichem Studiotraining, was ich vorher für 18 Monate betrieben habe.

Leitern, Tabatas und Stapper

Leitern sehen vor, dass man zunächst eine Ausführung einer Übung macht. Die Zeit, die man hierfür benötigt, darf man im Anschluß pausieren. Dann folgen zwei Wiederholungen der Übung, wieder gefolgt von einer ebenso langen Pause. In Marks Programm geht man die Leiter bis zu vier Wiederholungen hinauf, dann wieder nach dem selben Muster herunter.

Tabatas gehen recht schnell. Jeweils 20 Sekunden Übungsausführung werden gefolgt von zehn Sekunden Ruhepause.

Stapper sind richtig fies, für 20 Minuten werden drei Übungen im Wechsel, möglichst ohne Pausen durchgeführt. Zum Beispiel 10 Ausfallschritte, 8 Let-me-ins und 6 Liegestütz.

Spätestens bei den Pausenregelungen wird klar, dass ein Training nur mit ordentlichem Zeitmesser funktionieren kann. Daher eignet sich vor allem die iPhone-App wunderbar. Die Timer lassen sich auch einzeln nutzen. Nach Beendigung eines Durchgangs klickt man einfach auf den Bildschirm, schon beginnt die Pausenzeit zu laufen.

Workout complete – great job!

You are your own gym - Workout History

Sobald man seine Workouts absolviert hat, kann man diese speichern und einsehen. Die Wiederholungsfunktion ist hingegen relativ unsinnig, da man auch einfach den Workout regulär auswählen und starten könnte.

Fazit

Nachdem ich fast zehn Wochen mit Yayog regelmäßig übe, kann ich tatsächlich deutliche Fortschritte feststellen. Chaturanga Dandasana fällt mir wesentlich leichter und auch bei Tolasana merke ich schon nach dieser kurzen Zeit meine verbesserte Kraft in Armen und Rumpf.

Leider muss ich bei einigen Übungen etwas improvisieren, beispielsweise weil unsere Türen nicht so stabil sind, wie ich es mit bei den Übungen wünschen würde. Auch ist nicht immer allein aufgrund der Beschreibung klar, wie eine Übung korrekt ausgeführt wird. Doch wozu gibt es Youtube.

Insgesamt und im Vergleich zu dem Geld (und der Zeit!), welches ich im Studio um die Ecke gelassen habe, kann ich das _You are your own gym_-Programm nur wärmstens empfehlen. Auch wenn ich es hoffentlich bald für die Yoga Chikitsa eintauschen kann, doch maximal 36 Minuten passen einfach ideal in meinen derzeitigen Feierabend.

Michael Gannons iPhone-App für Ashtanga

10. September 2011
von Stephan
Keine Kommentare

Michael Gannons iPhone-App für Ashtanga

Für alles gibt es eine App, natürlich auch für Yoga. Genauer gesagt gibt es zahlreiche Apps für Yoga, doch jetzt gibt es die erste Ashtanga-App. Natürlich habe ich mir die Version 1.0 mal genauer angesehen.

Michael Gannon macht Yoga

Zugegeben, ich hatte von Michael Gannon vor der App noch nie etwas gehört, aber ich bin ja auch nur ein Feierabendyogi. In seiner Kurzbiografie erfährt man, dass er das traditionelle Vinyasa-System des Ashtanga unterrichtet. Er wurde 2001 von Sri. K. Pattabhi Jois als Lehrer authorisiert, also ist er sicherlich ebenso geeignet, Ashtanga Yoga in die Welt zu tragen wie Kino, David oder Scott.

Ashtanga als App

Für 2,39 Euro bekommt man im deutschen iTunes-Store die iPod/iPhone/iPad-App Ashtanga Yoga with Michael Gannon. Die App ist mit über 100 Megabyte nicht gerade klein, aber sie beinhaltet auch zahlreiche hochauflösende Photos. Zwei kurze (beide unter vier Minuten) Videos zur Einführung in Ashtanga für komplette Anfänger sorgen für einen guten Start, doch der eigentliche Inhalt ist die komplette erste Serie, oder auch Primary Series oder Yoga Chikitsa genannt.

Jede Asana wird in mehreren Bildern dargestellt und auch in knappen Worten beschrieben. Ein Audiokommentar, wahlweise für Anfänger oder Fortgeschrittene soll das Üben mit der App ermöglichen, doch dazu später mehr.

Eine gute Idee

Als angehender Ashtangi beginnt man mit der ersten Serie und ist zunächst damit beschäftigt, alle Asanas zu erlernen. Dabei ist es hilfreich, auf eine saubere Ausrichtung zu achten, die Abfolge der Positionen erlernt man nebenbei. Natürlich ist es nett, die Namen der Positionen zu kennen, doch das ist nebensächlich.

Im Grunde wäre es ja eine gute Idee, wenn man einfach morgens (oder wie ich dann eher abends) das iPhone/iPad/iPod neben die Matte legt, die Lautstärke hochregelt und von “Vande gurunam” bis Savasana eine (englischsprachige) geführte Primary Series zu üben, doch das klappt leider nicht.

Und hier wird es enttäuschend

Besonders ein Punkt sorgt leider dafür, dass die App in Version 1.0 für mich völlig ungeeignet ist, um damit zu üben:

Die Beschreibungstexte sind knapp gehalten

Die Slideshow mit dem Audiokommentar geht – auch im Vollbildmodus – von selbst in den Ruhezustand. Natürlich könnte man den Ruhezustand generell ausschalten, doch ist das für eine solche App, deren Hauptfunktion die Präsentation von Photos und einer Tonspur ist, eigentlich selbstverständlich selbst zu übernehmen.

Der einzige Nutzen der Ashtanga- App von Michael Gannon liegt für mich also derzeit1 im Nachschlagen von Asanas. Die Photos sind zwar recht nett, lassen sich aber nicht vergrößern, was auf einem iPhone schon wünschenswert wäre. Der Beschreibungstext ist auch derart knapp, dass höchstens erfahrene Yogis daraus ableiten können, wie die korrekte Ausrichtung in einer Asana ist bzw. worauf geachtet werden sollte. Der Audiokommentar ist als solches wenig hilfreich, da er nicht als Nachschlageinfo sondern als geführte Asana-Folge konzeptioniert ist.

Was auch nett wäre

Da ich einmal die App gekauft habe, wünsche ich mir natürlich, dass die oben genannten Punkte baldmöglichst behoben werden. Doch weiterhin gibt es noch ein paar andere Verbesserungen, die mich freuen würden:

  • Während der Videos sollte die App die Rotation der Inhalte unterstützen. Leider sehe ich auch die Einführungsvideos nur im Hochformat.
  • Es wird in der gesamten App kein Wort über den achtgliedrigen Pfad verloren, so dass Anfänger davon ausgehen, Ashtanga wäre nur eine weitere Form des Vinyasa.
  • Eine eigene Zusammenstellung der Asana-Slideshow wäre, sofern sie sich für die Praxis auf der Matte eignen würde, großartig. So könnte ich zum Beispiel nur die Standpositionen und dann die Abschlußsequenz üben, und könnte meine eigenen Short Forms nutzen.
  • Spätestens seit John Scott bin ich ein Freund der traditionell gezählten Asanas (ekam, dve, trini …), so dass ich diese in einem gesonderten Audiokommentar für Fortgeschrittene erhoffen würde.

Uneinheitliche Schreibweise oder Tippfehler?

Die vorhandenen Tippfehler (oder soll der Nutzer nur merken, dass unterschiedliche Schreibweisen üblich sind?) dürften meinetwegen auch gerne entfernt werden. Doch hiervon gibt es in der Tat nicht so viele, da wiegen andere Dinge weitaus schwerer.

Braucht man die Ashtanga-App von Michael Gannon?

So sehr ich die App mögen möchte, da sie die einzige Ashtanga-App für die Apple-Welt ist, so sehr bin ich enttäuscht, für 2,39 Euro lediglich ein paar Photos und (für mich) wertlosen Audiokommentar von Michael Gannon zu erhalten.
Sollte es in Zukunft Updates geben, die den Schlafmodus des iPhones außer Kraft setzen, würde ich meine Empfehlung nochmals überdenken, doch so lasst lieber die Finger davon (es sei denn, ihr möchtet regelmäßig die Einstellungen des iPhones ändern).

Der vorzeitige Standby macht diese App leider ungeeignet, um das iPhone während der eigenen Praxis neben meine Matte zu legen.

1 Ich hoffe ja tatsächlich, dass ein Update Bilder der Vinyasas zwischen den Asanas beinhaltet und den Ruhezustand deaktiviert.