Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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18. April 2011
von Stephan
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Arbeiten, Pendeln und Atmen

Viele Stunden im Büro und Deadlines haben dazu geführt, dass ich in den letzten anderthalb Wochen noch weniger Asanas geschafft habe als sonst. Dazu kam, dass ich mich am ersten schönen Wochenende des Jahres erstmal zünftig erkältet habe, und nach über zwei Wochen immer noch mehr Taschentücher am Tag verbrauche als ein Amazon in der Weihnachtszeit Geschenkpapier.

Durch die Anpannung der letzten Wochen ist das Thema Entspannung noch wichtiger geworden, auch wenn der innere Schweinehund jeden Abend gegen das Ausrollen der Matte anschreit. Ich habe jedoch etwas gefunden, was ähnlich gute Ergebnisse erzielen hilft.

Pranayama, die vierte Stufe des achtgliedrigen Pfads, hilft dabei, Körper und Geist zu entspannen. Um es auszuprobieren habe ich mir eine App für meinen iPod besorgt und versucht, mich abends statt mit Asana mit meinem iPod auf die Matte zu begeben.

Pranayama für das iPhone

Ehrlich gesagt haben meine ersten Versuche alles andere als geklappt. Die App von Saagara wurde zwar allerorten hochgelobt, nur für mich schien sie nicht so passend. Vielleicht war es auch Pranayama selbst, wozu ich nicht geschaffen oder auch einfach noch nicht bereit war.

Bis ich vor einer Woche versuchsweise die 15-Minuten-Variante mal auf der Heimfahrt im Zug probiert habe. Nach einem nervenaufreibenden Tag mit zahlreichen Bluthochdruckphasen taten die langsamen Atemzüge richtig gut. Allmählich wurde ich ruhiger und entspannter und nach einer Viertelstunde habe ich mich nicht einmal mehr über vorfahrtgierige Autofahrer auf Fußgängerüberwegen geärgert.

Seitdem freue ich mich auf jeden Arbeitstag, da ich dann meine Viertelstunde Pranayama mühelos in den Tag einbauen kann. Die App ist ziemlich hilfreich, wenngleich man sicherlich auch ohne – ein gewisses Maß an Disziplin vorausgesetzt – durch einfache Atemübungen bereits nach kurzer Zeit spürbare Erfolge verzeichnen kann.

Ach ja, das leichte Atmen durch Nase und Mund scheint meinen Mitreisenden bislang noch nicht sonderlich aufgefallen zu sein. Bislang habe ich weder besorgte Blicke noch sonsteine Reaktion auf mein Feierabendpranayama mitbekommen. Vielleicht war ich aber auch einfach zu entspannt, um diese mitzubekommen.