Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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12. Mai 2011
von Stephan
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Yoga zum Zweiten - Was zieh ich an?

Nach den schönen letzten Tagen sah es heute verdächtig nach Regen aus. Da ich gerne mit dem Rad zum Yoga im Balletthaus fahre und besagtes Rad wiederum natürlich ein sportliches Gefährt ohne Schutzbleche ist, würde ich im Falle eines ordentlichen Schauers von allen Seiten kräftig nass. Eine nasse Hose motiviert jedoch bekanntlich nicht gerade, daher wollte ich dies gerne vermeiden.

Meine Regenhose hatte sich nach Jahren des Nichtgebrauchs wirklich gut versteckt, sodass ich nur mit meiner Trainingshose (und natürlich einem Hemd und Jacke) auf mein Rad gestiegen bin.

Beim Yoga angekommen erinnerte ich mich an die letzte Woche. In meiner ersten Stunde dort war mir aufgefallen, dass ich der einzige Yogi dort war, der mit kurzer Hose und Shirt auf der Matte geturnt ist. Während die anderen mit langer Trainingshose und teilweise sogar langen Ärmeln ihre Vinyasas durchführten, fühlte ich mich ein wenig wie der Möchtegern-Ashtangi oder ein Mallorca-Tourist mit Socken in den Sandalen.

Heute war immerhin ein zweiter Yogi mit kurzer Hose dabei, wenngleich sie auch nicht so knapp wie meine war. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, ob meine Kleidung nicht etwas zu ambitioniert daher kommt. Während der Rest der Teilnehmer in weiten, locker fließenden Stoffen gekleidet ist, komme ich mir vor wie ein olympischer Bodenturner, der in Berufskleidung auf das Sommerfest eines Kindergarten geht.

Ich kämpfe hier jedoch mit drei Problemen

  1. Ich habe gar keine vorzeigbaren Kleidungsstücke fürs Feierabendyoga. Trotz des Namens betreibe ich mein Yoga ja vornehmlich zuhause und für mich, da ist mir (und Gottseidank dem Rest der Familie auch) relativ egal, was ich dabei anhabe – im Sommer sehe ich oft auch eher nach Bikram aus.
  2. Ich mag auch gar keine lange Kleidung beim Yoga, dabei fühle ich mich immer eingeengt und bilde mir ein, mich noch schlechter in Asanas bewegen zu können.
  3. Es gibt so gut wie keine ordentliche Yoga-Kleidung für Herren, fair und umweltverträglich hergestellt und einigermaßen ansehnlich. Für Gegenbeispiele wäre ich im Übrigen sehr dankbar!

Sicher, diese Probleme sind eigentlich keine wirklichen Probleme. Ich bin ja aus dem Fitnessstudio gewöhnt, durch jahrzehntealte Lieblingsshirts aufzufallen und mich nicht (übermäßig) dafür zu schämen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass die Hemmschwelle einen Kurs zu besuchen für einige Heimyoginis und -yogis sich nochmals erhöht, weil man nicht durch seine Kleidung in ein Fettnäpfchen treten und aus der Reihe fallen will.

Trotz kurzen Hosenbeinen, Ärmeln und hautenger Shorts habe ich die heutige Yogastunde allerdings wieder gut überstanden, eine ganze Menge gelernt und Inspiration bekommen und – da das Wetter gehalten hat – bin trocken hin und wieder nach Hause gekommen.

8. Mai 2011
von Stephan
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Twists und menschliche Bedürfnisse

In den letzten Wochen, habe ich mein Faible für Twists entdeckt. Sei es Parivritta Trikonasana oder auch Marichyasana C, ich fühle mich wie ein naßer Waschlappen, den man auswringt, wenn ich meine Wirbelsäule zur Seite drehe.

Ein interessanter Nebeneffekt dabei ist, dass ich fast jedesmal (bei dem ersten, spätestens dem zweiten Twist einer Übungsfolge) leicht aufstoßen muss. Als ob in mir die Luft nach oben gequetscht würde.

Eine Heimpraxis hat eben so ihre Vorteile, denn zuhause stört es niemanden, wenn ein unschuldiges Bäuerchen entfleucht. Allerdings im Kontext eines Kurses wird das schon unangenehmer. Die meisten Menschen fürchten sich dabei vor den gemeinen Darmwinden, landläufig auch Pups genannt.

Mit der Kunst des Re-Framings kann man solch natürlichen und allzu menschlichen Bedürfnisse aber auch leicht umdeuten:

Ganz schön anstrengend…
…1,5 Stunden lang einen Pups zu verkneifen. (Puddingschnittchen)

Das kann man dann auch als Mula-Bandha-Motivator verstehen. Nur wie kriege ich das Aufstoßen umgedeutet?

5. Mai 2011
von Stephan
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Achtmal Vinyasa, bitte!

90 Minuten Yoga, am Stück. Das verdanke ich letztlich nur Matthias von Art of Vinyasa. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zuletzt geschafft habe. Doch, dank der Suchfunktion weiß ich es, es ist mehr als anderthalb Jahre her.

Mein Plan ist – und die Chancen stehen gut – in den nächsten acht Wochen den zweiten Yoga-Kurs meines Lebens zu besuchen. Der Start war sehr motivierend und brachte auch eine Menge Spaß.

Es begann damit, dass ich mein Fahrrad aus dem staubigen Keller geholt habe (meine Güte, die letzte Fahrt ist sicher auch zwei Jahre her) und ins Bochumer Balletthaus gefahren bin. Dort gab es dann Vinyasa und endlich jemanden, der meine schiefen Asanas berichtigt.

Ich freue mich schon auf die nächste Stunde, denn Matthias ist ein wirklich netter und guter Lehrer.