Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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21. August 2010
von Stephan
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Was Lesen und Sonnengrüße verbindet

Am Samstag setze ich meine Praxis aus und habe damit etwas Zeit, zum Beispiel um zu lesen. Dabei ist mir heute eine wichtige Parallele zwischen der Art, wie ich lese und wie ich meine Suryas praktiziere aufgefallen.

Seit ein paar Jahren benutze ich keine Lesezeichen mehr, wenn ich Bücher lese. Entweder lese ich so schnell, dass ich das Buch am Morgen zuklappe und bis zum Abend keine Probleme damit habe, mir die entsprechende Seite oder – noch einfacher – das Kapitel zu merken. Wenn ich mich nicht erinnern kann, muss ich wieder von vorne mit dem Lesen beginnen.

Ähnlich verhält es sich mit den Sonnengrüßen. Im Grunde ist es alles andere als schwierig, bis fünf (oder zu Spitzenzeiten auch bis zehn) zu zählen. Dennoch passiert es manchmal, dass ich mir nicht sicher bin, wie viele Suryas ich schon hinter mir und wie viele noch vor mir habe. In diesem Fall heißt es, wieder von vorne zu beginnen.

Weder beim Lesen noch bei den Suryas bin ich so streng wie ein echter Guru. Ich beginne dann nicht ganz von vorne, sondern beim letzten Stand, an den ich mich erinnere. Insgeheim fühle ich mich dann ertappt und ein wenig peinlich berührt, dass ich mit meinen Gedanken wieder so weit weg war, dass ich das Buch oder die Sonnengrüße nicht in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stelle.

Übrigens, bei meiner aktuellen Lektüre habe ich mir noch jedes Kapitel merken können.