Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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Flensburger Förde

9. October 2011
von Stephan
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Volle Fahrt in den Herbst

Am Wochenende waren wir in Flensburg. Nach den schönen Sonnentagen der letzten Woche hat der Herbst gewaltig zugeschlagen und die Temperaturen an der Förde ganz schön nach unten gedrückt. Dennoch hat uns der Himmel strahlend blau angelacht.

Zum Ausklang des Sommers habe ich mir bewusst vorgenommen, Sport, Yoga und sonstige Verpflichtungen auszusetzen. Auslöser war einerseits, dass meine Praxis in letzter Zeit immer mehr Pflicht und immer weniger Spaß schien und andererseits, dass ich versuche, immer wieder Phasen der Aktivität und Zurücknahme abwechseln zu lassen.

Da ich an jedem Tag ohne Asana beinahe ein schlechtes Gewissen hatte bestand meine Taktik nun darin, gezielt bis zu dieser Reise Yoga in den Ruhemodus zu setzen. Jetzt, wo der Herbst da und wir auch wieder zuhause sind, erhoffe ich mir eine frischere und motiviertere Praxis für den letzten Abschnitt des Jahres. Ob es klappen wird, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Heute habe ich jedenfalls noch frei.

22. May 2011
von Stephan
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Yoga passiert abseits der Matte

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Yoga zumeist gleichbedeutend mit Asana. Manchmal fallen auch erfahrene Yogi(ni)s auf dieses Vorurteil herein. Eco Yogini berichtet von ihrem schuldbewusstes Yoga-Geheimnis, in welchem ich mich wiederfinden kann.

Die letzte Woche war Asana-arm, da familiäre Verpflichtungen anstanden und ich sowohl etwas Yoga-müde als auch Trainings-müde war.

Vermutlich ist es die “always-on”-Einstellung des 21. Jahrhunderts oder der latente Zwang, immer produktiv zu sein. Doch gerade im Yoga lernen wir ja, uns in die Situation zu ergeben. Nichts zu erzwingen sondern unsere eigenen Grenzen zu spüren und hinzunehmen. Womöglich gibt es eine Zeit für Asana und eine Zeit für Müßiggang.

Sicher ist es gut, über die nötige Disziplin zu verfügen und eine Regelmäßigkeit in seine Praxis zu bringen. Bisweilen ist es aber auch richtig und gut, etwas Abstand vom Alltag, von selbstverständlichen Gewohnheiten zu nehmen, um diese wieder richtig wertschätzen zu können. So habe ich nahezu eine Woche lang keine Gelegenheit geschaffen, meinen Körper zu bewegen, was dazu geführt hat, dass die Rufe meiner Knochen nach Asana immer lauter wurden.

Nachdem ich heute eine halbe Stunde auf der Matte zugebracht habe, geht es mir zugegeben besser. Ich freue mich schon auf morgen und natürlich ganz besonders auf Donnerstag, wenn ich wieder in Gesellschaft Asana machen werde.

Manchmal ist es besser, bewusst eine Pause zu machen, als halbherzig die Zähne zusammenzubeißen und mit geschlossenen Augen weiterzumachen. Dadurch wird der Blick für das Wesentliche geschärft und unsere beschränkte Zeit nicht ohne Sinn und Verstand vergeudet.

Wir sehen uns auf der Matte. Und nicht vergessen:

Don’t let yoga ruin your life.
(David Swenson)