Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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So sieht Yoga in Wirklichkeit aus

19. April 2012
von Stephan
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Vom schönen Schein des Yoga oder warum das Netz mehr Anfängerbilder braucht

Wir alle wissen, Yoga ist eine der letzten wirklichen Panazeen. Wer es übt, bleibt jung, gesund, anmutig und hübsch. Das Internet ist voller hübscher Hochglanzbilder die zeigen, wie dieses Yoga aussieht. Es reicht, bei Google, Tumblr oder Pinterest eine einfache Suche zu starten, schon überwältigt mich eine Bilderflut von beeindruckender Grazie, Ausgeglichenheit und Schönheit.

Als ich mit Yoga begonnen habe, hatte ich mich zuvor nur wenig informiert. Meine Krankenkasse bot einen Kurs an. Ich fühlte mich ungelenk, also probierte ich es aus ohne viel nachzudenken. Hätte ich zuvor diese Bilder gesehen, ich glaube nicht, dass ich mich für geeignet für einen Yogakurs gehalten hätte.

Auf beinahe keinem Yoga-Bild, von denen ich im Internet in den letzten Jahren unzählbar viele gesehen habe, finde ich mich selbst wieder. Ich bin übrigens der im kleinen Bild dort oben. Genau, der ungelenke, schwitzende Typ mit schlabberigen Klamotten, rotem Kopf und deutlichem Bauchansatz über der Hose.

Ich ertappe mich selbst regelmäßig dabei, dass ich natürlich liebend gerne auch mehr Bilder hier veröffentlichen würde. Dabei wähle ich, wie vermutlich jeder andere auch, aber lieber die Bilder aus, die beeindruckend aussehen. So als wäre diese und jene Asana mit spielerischer Leichtigkeit einzunehmen. Doch das stimmt bei mir nicht. Sobald ich feststelle, dass ich auf den wenigen Bildern, die ich von meiner Yogapraxis mache, eher wie ein durchschnittlicher Schreibtischtäter denn beeindruckend aussehe, veröffentliche ich sie lieber erst gar nicht.

Doch inzwischen denke ich, dass diese Schere im Kopf ein Fehler ist. Denn zwischen all den großartigen Bildern von Yoga, die es sicherlich auch im Internet geben muss, brauchen wir auch das rauhe, ursprüngliche Gesicht der Anfänger. Die kleinen Fortschritte, vielleicht gar die Entwicklung über Jahre ist es doch, die speziell weit fortgeschrittene Yogis den Neulingen gar nicht mehr vor Augen führen können. Bei ihnen sieht jede Asana elegant aus.

In meinem Yoga geht es mir nicht darum, andere zu unterrichten. Ich möchte vielmehr meine eigene Praxis dokumentieren. Wenn ich dadurch andere motivieren kann, auch mit dem Yoga zu beginnen, oder ihre Praxis zu intensivieren, dann freut mich das ungemein. Aber meine Asanas sind stümperhaft ausgeführt, mein Atem ungleichmäßig gehetzt nach dem fünften Sonnengruß (was die noch geringere Anzahl an Videos auf dieser Seite erklärt) und mein Drishti driftet wild durch die Gegend.

Was wirklich zählt, ist ja nicht das Bild, was ich nach außen abgebe. Wie die Praxis mir einen neuen Zugang zu meinem Körper gewährt, wie ich mir bewusst werde, dass der hintere Fuß im Krieger nicht gleichmäßig genug belastet wird und ich dies korrigiere, eben das sind die wesentlichen Momente, die meine Yogapraxis so wertvoll machen. Nicht die Perfektion und die Vorzeigbarkeit meines Körpers, sondern das Bewusstwerden über meine eigenen Grenzen und Fehlbarkeiten steht im Mittelpunkt meiner Übung.

Wenn ich meine Yogamatte ausrolle, versuche ich mich von meinem Perfektionismus zu lösen und meine eigene Unzulänglichkeit zu erkennen. Die Erkenntnis mag zunächst schmerzhaft sein, doch sie bietet mir die einmalige Chance mich durch Yoga besser kennenzulernen.


Ich würde mich freuen, zwischen all den makellosen Bildern in Zukunft auch mehr ungeschminktes, unzulängliches Yoga im Internet zu sehen. So offenbart sich hoffentlich interessierten Anfängern das andere Gesicht des Yoga.

4. January 2012
von Stephan
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Zahlenspiele mit dem Mond 2012

Das neue Jahr ist gnädig. Zum einen bringt es einen Tag mehr mit, an dem wir unsere Vorsätze in die Tat umsetzen können, zum anderen kann man mit geschickt platzierten wenigen Urlaubstagen richtig viel frei haben. Zum Beispiel, um mehr Yoga zu machen.

Wer nach traditionellem Muster Yoga übt, der stellt, setzt und legt sich in der Regel sechsmal die Woche auf seine Matte. Ausgenommen sind lediglich Samstage (bzw. ein frei wählbarer Tag, falls Samstag nicht klappt) und die sogenannten Mondtage: Voll- und Neumond.

Der Mondkalender 2012 zeigt, auch die Mondtage in diesem Jahr liegen günstig, vorausgesetzt man nimmt sich den Samstag frei. Lediglich ein Samstag im April ist ein Mondtag, abgesehen davon sind alle anderen Samstage mondfrei. Daher sind alle Samstage (jede Woche) und beinahe alle Mondtage (fast genau alle 14 Tage) frei von Asana und lassen Zeit für spirituelle Auseinandersetzungen oder Pranayama.

Das bedeutet, dass obwohl 2012 366 Tage mitbringt, eigentlich für Asana nur 299 in Frage kommen. Das sind per Definition 67 “Urlaubstage”. Wer sich also vorgenommen hat, endlich eine traditionelle Yoga-Praxis in seinen Alltag einzubauen, hat es in diesem Jahr so leicht wie sonst fast nie. Die ersten vier Tage habe ich es bislang tapfer auf meine Matte geschafft, 295 Chance verbleiben, meinem inneren Schweinehund zu zeigen, wer hier das Sagen hat.

2. January 2012
von Stephan
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Früh übt sich, wer ein Ashtangi sein will

Der erste echte Tag im neuen Jahr (Neujahr kann man ja nicht wirklich zählen, oder?) hat schon mal gut angefangen. Auch wenn es mir etwas schwer gefallen ist, bin ich doch rechtzeitig aus dem Bett gefallen und habe es auf die Matte geschafft.

Meine Knochen, Bänder, Sehnen und alles andere, was noch verkürzt sein kann, weigern sich zwar beharrlich, auch nur die einfachsten Asanas einzunehmen, doch allein der Wille reicht mir für den ersten Tag bereits.

Da ich in diesem Jahr nicht mehr Mitglied eines Fitness-Studios bin, habe ich morgens nun genug Zeit, um mein Yoga zu üben. Es dürfte so der siebte Versuch sein, eine morgendliche Praxis zu etablieren, aber irgendwann muss es ja schließlich klappen, oder? Die heutige Ausbeute ist recht mager, vielleicht waren es 15 Minuten auf der Matte, aber das motiviert mich eigentlich nur noch mehr, morgen dann 16 Minuten zu schaffen. Dafür muss ich aber jetzt ins Bett, sonst komme ich da vor den Kindern nicht raus.

21. September 2011
von Stephan
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Poco meno - Weniger Asana, mehr Links

Meine Yoga-Praxis kommt in den letzten Wochen etwas kurz. Ich habe das Gefühl, zwischen der Arbeit und dem Zubettgehen (oder auch zwischen Aufstehen und Arbeit) keinen Raum für Asana zu haben. Daher beschränkt sich meine Praxis auf sporadisch 15 Minuten.

Zum Bloggen (oder auch yoggen) komme ich auch kaum, obwohl es zahlreiche interessante Dinge gibt, über die es sich zu schreiben lohnen würde:

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15. July 2011
von Stephan
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Klassenerster, Klassenletzter

Leider war heute die letzte Stunde meines Yogakurses. Grundsätzlich geht er zwar weiter, aber ich werde (zumindest in den nächsten Wochen) nicht mehr daran teilnehmen. Mit etwas Glück ergibt sich ja nach meiner Elternzeit wieder etwas. Allerdings habe ich in diesen acht Sitzungen eine Menge gelernt.

Um für mich zusammenzufassen, was ich konkret mitnehme in meine Heimpraxis, habe ich mir überlegt, was für mich das Beste an den Stunden war.

Das Beste an einer Yogastunde

Womöglich liegt es ja daran, dass ich mit der Tradition des Ashtanga sympathisiere, aber mit Abstand das Beste an einer Yogastunde mit einem Lehrer sind für mich die Adjustments, also die Korrekturen meiner Haltung in einer Asana.

Zugegeben, beim ersten Mal ist es noch etwas merkwürdig, ja nahezu peinlich, wenn ich gerade eben ansatzweise in einer Haltung verweilen kann und dann der Lehrer schnurgerade auf mich zukommt und meine Knochen durch sanftes Drehen korrigiert, als ob ich zuvor wie ein Bewegungslegastheniker dagestanden hätte. Und alle können zusehen.

Doch das relativiert sich recht bald, denn erstens sind die anderen Kursteilnehmer recht uninteressiert daran zu sehen, wie gut oder schlecht ich eine Asana beim ersten Anlauf schaffe und zweitens bewirken die Korrekturen eine wesentlich bessere Ausrichtung und verschaffen mir häufig Aha!-Effekte, in denen ich mir einbilde, endlich zu verstehen, wie sich das im rechten Fuß (oder der linken Hüfte) anfühlen muss, wenn es denn richtig ist.

Das Schlechteste an einer Yogastunde

Wo Licht ist, ist sicherlich auch Schatten, doch wirklich schlecht ist an einer Yogastunde wie ich sie kennengelernt habe nichts. Aber es gibt schon etwas, was auf mich ein wenig befremdlich wirkt. Wer schon länger mitliest weiß, dass ich für Religion und Spiritualität eine Menge übrig habe, aber dennoch eine gehörige Portion Skepsis mitbringe.

Am Ende einer (anstrengenden) Asana-Praxis ist es üblich, in Shavasana nicht nur zu entspannen, sondern auch philosophische Botschaften zu vermitteln. Das kommt mir nahezu vor, wie eine Predigt in der Kirche, doch mit dem Unterschied, dass es sich aufgrund der Verbindung mit Alphawellen eher wie Subliminalbotschaften anfühlt.

Sicherlich sind die Dinge, die ausgebildete Yogalehrer während der Schlußentspannung erzählen allesamt voller Achtsamkeit und “gut” (so man denn ethische Begriffe ins Spiel bringen möchte), aber für mich persönlich sorgen sie häufig dafür, dass ich mich eher verschließe. Ich prüfe inhaltlich die Aussagen und teste, ob ich dem zustimmen kann oder nicht.

Ganz anders ist es bei den reinen Entspannungstexten. Geht es darum, zu spüren, wie der gesamte Körper sich anfühlt, ähnlich wie bei einer Tranceinduktion, dann fällt mir das Loslassen deutlich leichter, als wenn ich darüber aufgeklärt werde, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehen soll.

Wieso Yogastunden so wichtig sind

Auch wenn es sich jetzt womöglich schlimmer liest, als ich es empfinde, womöglich gab es zwei- oder dreimal solche Momente auf meiner Yogamatte im Kurs. Die unglaublich positiven Effekte von Haltungskorrekturen, dem Gefühl, nicht alleine beim Yoga zu sein, den Tipps zum Herantasten an schwierige Asana und allen anderen Qualitäten eines Lehrers können quasi als Turboboost für eine Heimpraxis dienen.

Wenn man nur einmal die Woche Yoga im Rahmen einer Stunde macht, dann kann ich dies nachvollziehen. Häufig ist zu wenig Zeit und Raum im Alltag. Aber wenn man einer regelmäßigen Heimpraxis nachgeht, dann halte ich den Realitätscheck zwischendurch für unverzichtbar.

Artikelbild von dejathoris

26. April 2011
von Stephan
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Faule Ostertage

Die Ostertage sind mein Verhängnis. Nachdem ich in diesem Jahr kein konkretes Ziel wie im letzten Jahr (da waren es 2000 Suryas) habe, kann ich mich nur schwer aufraffen, meine Yogamatte auszurollen.

Über Ostern habe ich ein paar Tage frei, doch es kommt regelmäßig etwas anderes dazwischen, was mich von den Asanas abhält. Immerhin habe ich am Karsamstag eine ganz ordentliche Übungsreiche durchgeführt, allerdings nur bis zu den Sitzpositionen. Das Mittagessen – und vermutlich alle anderen Mahlzeiten davor – waren etwas zu viel für mich, so dass ich am eigenen Leib gespürt habe, wieso man mindestens drei Stunden nach dem Essen warten sollte, bis man sich an Yoga wagt.

Weiterhin stehen ein paar Familienfeiern an, etwas Zeit mit den Kindern und möglichst ein Aufholen des Schlafdefizits, da wird es spannend zu sehen, wann ich meine Matte das nächste Mal ausrolle und mehr als ein paar halbmotivierte Sonnengrüße mache.

Das bestärkt mich allerdings nur, dass ich dringend unter fachlicher Anleitung (mir würde vermutlich auch ein Drill-Sergeant reichen) mindestens einmal die Woche üben sollte. Hierfür werde ich in den nächsten Wochen ein wenig Zeit schaffen und Familie und Beruf besser zu koordinieren versuchen.

18. January 2011
von Stephan
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Praktisch nichts Neues

Die Woche begann am Sonntag etwas ruhiger. Die Zeit auf der Matte war nur recht kurz, familiäre Dinge gingen vor. Heute dafür habe ich zumindest bis zu Parshvottanasana ausgehalten.

Morgen und übermorgen muss die Matte zusammengerollt bleiben, denn erst bin ich morgen unterwegs und dann ist am Mittwoch auch noch Vollmond. Freitag wird es auch sehr schwierig, noch etwas Yoga in den Tag zu quetschen. Entweder sollte ich schnellstmöglich eine Praxis am frühen Morgen etablieren (da scheinen aber noch ganz andere Yogi(ni)s Probleme mit zu haben) oder ich lasse mir bald das Thema Pranayama von einem erfahrenen Lehrer nahebringen.

Doch da stellt sich dann die Frage, wer eigentlich qualifiziert ist, den Tiger zu zähmen meinen Atem zu unterweisen? Wie habt ihr festgestellt, dass euer Lehrer die oder der richtige war?

7. November 2010
von Stephan
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Ich bin ein Grhasta

Gestern habe ich wieder einmal begonnen, Yoga Mala zu lesen. Ich bin demnach wohl derzeit ein Haushälter, oder auch Grhastha/Grihastha (das steht übrigens auf Seite 9 in einer Fußnote).

Gregor Maehle (der auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegt), schreibt über diese Haushälter in Ashtanga Yoga – Practice and Philosophy

The Vinyasa Yoga described in that text was the ideal form of Patanjali Yoga for householders, since it required only around two hours of practice a day.

(Die in diesem Text beschriebene Form sei die ideale Form des Patanjali Yoga für Haushälter, da sie nur zwei Stunden Übung am Tag erfordere.)

Das erscheint mir etwas viel, besonders vor dem Hintergrund, dass derzeit etwa 15 Minuten am Tag äußerst praktikabel erscheinen – mehr ist fast nie drin (meist aus zeitlichen Gründen, manchmal siegt aber auch der innere Schweinehund unabhängig von meiner verfügbaren Zeit).

Immerhin komme ich so jede Woche auf über 90 Minuten. Das ist sicher ein guter Aufhänger auf der Suche nach einer neuen Herausforderung für 2011.

28. May 2010
von Stephan
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Eine lange Erst-Vollmond-und-dann-ein-Samstag-Pause

Manche Menschen mögen keine Regeln. Dennoch streben sie eine gewisse Regelmäßigkeit an, ohne sich jedoch Zwängen – oder eben Regeln – unterordnen zu müssen. Ich finde Regeln bisweilen sehr hilfreich, beispielsweise wenn sie mir die Argumentation mit meinem inneren Schweinehund erleichtern.

Der Vorsatz, regelmäßiger Yoga zu machen, begleitet mich schon relativ lange. Aber erst in diesem Jahr (eigentlich seit Januar), habe ich es auch tatsächlich geschafft, eine gewisse Regelmäßigkeit in meiner Praxis herzustellen. Besonders hilfreich war nicht die Regel, wann ich Yoga mache, sondern wann nicht.

Als ich gesagt habe, Donnerstag sei mein Yoga-Tag, hat das häufig geklappt. Leider eben auch manchmal nicht. Jetzt sage ich statt dessen, dass die traditionellen Tage Yoga-frei sind. Das sind alle Samstage und alle Tage, an denen Voll- oder Neumond ist.

Als Konsequenz habe ich von jetzt bis Sonntag eine Yoga-Pause. Auch wenn ich eine große Lust verspüre, Yoga zu praktizieren, versuche ich diese Regel aufrecht zu erhalten. An allen anderen Tagen darf ich Yoga machen, muss es aber auch nicht. Erstaunlicherweise funktioniert dieses “Verbot” bei mir deutlich besser als der Vorsatz, “dann und dann muss ich Yoga machen”.

Inzwischen habe ich auch wieder einen Stand erreicht, an dem ich meinen Rückstand aufgeholt und die letzten zwei Tage im Mai müssen nicht unbedingt sein.

Ohne Zwang macht Yoga noch mal so viel Spaß, bringt deutlich mehr Entspannung und – das ist das erstaunliche – funktioniert fast von selbst.

6. May 2010
von Stephan
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Zeit ist knapp

Meine Zeit verschwindet in den letzten Tagen irgendwohin. Noch weiß ich nicht genau, wo dieses irgendwo liegt. Fest steht, dass ich einen (gefühlt) sehr kurzen Feierabend habe und entsprechend mein Yoga auch recht kurz kommt.

Immerhin habe ich an den drei Tagen der Woche jeweils 5xA und 5xB auf die Matte gebracht. Das ist jedesmal etwa eine gute Viertelstunde. Eine Yoga-Praxis kann man das aber nicht nennen, immerhin sind es ja nur Sonnengrüße.

Entsprechend spiele ich erneut mit dem Gedanken, auch morgens mal wieder auf die Matte zu gehen. Doch nicht nur meine eigene Steifheit am frühen Morgen, sondern vor allem auch mein gesteigerter Schlafbedarf lassen den Gedanken wenig attraktiv erscheinen. Daher gehe ich jetzt erst einmal ins Bett. Gute Nacht!

5. March 2010
von Stephan
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Extended Short Form

Sonnengrüße sind nicht alles, aber sie helfen.

Wäre es nicht für die Surya Challenge, dann hätte ich den ein oder anderen Tag in dieser Woche sicher Yoga-frei gemacht. Da mein Yoga nicht zu sehr in eine sportlich-eitle, MTV-artige “I wanna be made”-Aktivität verkommen soll, überlege ich jetzt, wie ich einerseits die Regelmäßigkeit beibehalten kann ohne andererseits eine gewisse Tiefe in meiner Praxis zu schaffen.

Sehr schön war der Dienstag, an dem ich nach Hannover zur CeBit gefahren bin. Obwohl ich um 5 Uhr aufgestanden bin und erst nach 22 Uhr zuhause war, empfand ich es als Notwendigkeit, noch ein paar Sonnengrüße zu machen. Nicht wegen eines Wettkampfes mit mir selbst, sondern weil ich mich danach besser fühle und meinen Körper noch ein wenig aufladen kann.

Dafür habe ich meine Standing Postures mit David Swenson auf den Montag vorgezogen und heute die 30 Minuten Short Form1 gewählt.

Für März schwanke ich jetzt, ob ich mehr sitzende Asanas in meine regelmäßige Praxis aufnehmen soll, oder ob ich mich ein wenig mehr auf meinen Atem konzentrieren sollte. Viel mehr Zeit werde ich in den nächsten Wochen wohl nicht aufbringen können, so dass ich mein Pensum variabel gestalten muss ohne es zu überladen.

1 Mit einer Extraportion Sonnengrüßen, natürlich.