Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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The Eatery: App for iPhone

1. April 2012
von Stephan
4 Kommentare

The Eatery - Gesundes Essen dank Crowdsourcing

Ich bin ein Fan von Statistiken jeglicher Art, vor allem, wenn sie mir helfen, mein Leben zu verbessern. Für eine gesundere Ernährung habe ich schon erwogen, Kalorien zu zählen, doch dies ist mir viel zu umständlich. Mit heutiger Technik wäre es doch toll, wenn man einfach sein Essen fotografieren könnte, und eine Software würde sofort auswerten, wie gesund das Essen ist.

Leider gibt es solch ein Programm nicht. Allerdings gibt es viele schlaue Menschen, die sich gerne mit Ernährung beschäftigen, und die mindestens ebenso schlau wie ein Computer sind. Die Leute von Massive Health haben mit ihrer App The Eatery für das iPhone genau die Lösung gebastelt, die mein Problem löst: Wie kann ich nachvollziehen, wie gesund (oder ungesund) ich mich eigentlich ernähre?

Wer ein iPhone besitzt, kann sich selbst von der Funktionsweise überzeugen (die App ist kostenlos). Alle anderen können hier mehr erfahren.

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31. Dezember 2011
von Stephan
Keine Kommentare

Activeyoga - Richtig viel Platz für Asana

Pascal war so nett und hat mir vor Weihnachten die Active Yogamatte zugeschickt, damit ich sie auf Herz und Nieren teste. Was würde sich besser dazu eignen, als ein Yamas-Review?

Das Problem

Yoga eignet sich für alle Menschen, egal ob groß ob klein, Mann oder Frau, alt oder jung. Wie der Rheinländer weiß: Jede Jeck is anders, was vor allem dann spannend wird, wenn man mit Quasi-Standards konfrontiert wird. Wie man eine passende Yogamatte auswählt, hat Diana ja vor einiger Zeit schon einmal thematisiert.

Bei einer Größe von 1,90 Metern reicht mir eine Standard-Yogamatte von etwa 1,80m nicht aus. Nun gibt es inzwischen nicht nur überlange Matten, sondern auch richtig große Matten, die quadratisch, praktisch und gut sind.

Die Active Yogamatte

Als Pascal von Fitsquare mich fragte, ob ich nicht mal Asana auf richtig viel Platz probieren wollte, habe ich natürlich sofort zugesagt. Auf dem Papier hörte sich die Matte schon berauschend an:

  • Die Active Yogamatte wird in Süddeutschland hergestellt.
  • Sie ist überdurchschnittlich rutschfest und sorgt für einen sicheren Stand und Körperkontrolle bei allen Übungen – also absolut tauglich für mein Anfänger-Ashtanga.
  • Durch die Übergröße muss man nicht die Hälfte der Übungen neben der Matte durchführen. Vor allem bei Asanas wie dem Krokodil zu empfehlen.
  • Auch kleine Kinder können dank Öko-Tex Standard (Produktklasse 1) auf der Matte krabbeln und auch strenge Gerüche bleiben dem Yogi erspart (besonders willkommen, wenn ich wieder mal Gesellschaft beim Yoga habe).
  • Die Matte eignet sich auch für alle anderen Arten der sportlichen Betätigung (8 Count Bodybuilders irgendwer?)
  • Sie hat eine sehr hohe Dichte für perfekte Federung, Standfestigkeit und Dämpfung für ein gelenkschonendes Training, ist sehr robust und pflegeleicht.

Größenvergleich dreier Yogamatten

Die Active Yogamatte im Test

Ich kenne keine andere Matte, die so groß ist, wie die Active Yogamatte. Glücklicherweise war im Wohnzimmer ausreichend Platz. Die Kinder haben die Matte sofort für sich als Spielteppich entdeckt, doch ich konnte sie erfolgreich zurückerobern.

Active Yogamatte und Yogitoes Handtuch

Die Matte hat zwei unterschiedliche Oberflächen. Während die eine Seite eine etwas gröbere Struktur aufweist, ist die andere fast schon klebrig. Das gibt jede Menge Halt auch bei schwitzigen Asanas. Dennoch bevorzuge ich mein Yogitoes-Handtuch auf der Matte. Da mir die 1,80m nicht immer lang genug sind, habe ich mein Handtuch quer gelegt. Das bringt zusätzlich den Vorteil, dass links und rechts je ein Kind mitturnen kann :-)

Ahimsa – Die Gewaltlosigkeit

Solange sie nicht gebraucht wurde, lagerte die Matte unter dem Bett. Beim Ausrollen sind viele Matten gerne störrisch und bleiben teilweise eingerollt, doch die Active Yogamatte rollt sich auch ohne Gewaltanwendung vergleichsweise gut aus.

Die Produktionsbedingungen der Matte könnten vermutlich kaum besser sein, doch das hat auch seinen Preis: Fast 100 Euro werden (inklusive Versand) für die Matte fällig1
. Andererseits habe ich im Sanitätshaus auch schon einfachere und kleinere Matten für ähnliche Preise gesehen.

Satya – Die Wahrhaftigkeit

Mit 4,5mm Stärke ist die Matte nicht zu dick, um den Kontakt zum Boden zu verlieren. Sie ist aber auch keine Wohlfühlmatte, die zum Ausruhen einlädt. Im Gegenteil, Asana macht auf ihr richtig Spaß und auch anstrengende Übungsfolgen lassen sich dank der griffigen Oberfläche gut bewältigen.

Gestandene Yogis werden sicher nicht zu diese Matte greifen, aber die Vielseitigkeit abseits des Yoga ist sehr verlockend. Als Kinderspielteppich, Fitnessteppich oder als Unterlage beim Vajrasana (zum Fernsehen oder Lesen).

Asteya – Nicht-Stehlen

Aufgrund der Größe wird hoffentlich niemand auf die Idee kommen, die Matte mit zur Yogastunde zu nehmen. Die Reaktionen der anderen Kursteilnehmer wären allerdings zu spannend – vielleicht sollte ich es doch einmal probieren. Andererseits ist es auch faktisch unmöglich, dass jemand “aus Versehen” die Matte für seine hält und somit mitnimmt. Jedoch in begehrten Kursen und kleinen Räumlichkeiten stiehlt sie deutlich mehr Raum als jede andere Matte.

Brahmacharya – Die Reinheit

Keine toxischen Stoffe, unbedenklich selbst für Babys – für eine Yogamatte kann es nicht viel reiner werden. Säubern lässt sich die Matte einfach durch feuchtes Abwischen oder sogar Staubsaugen. In die Waschmaschine hingegen passt die Matte beim besten Willen nicht.

Hinabschauender Hund auf der Active Yogamatte

Aparigraha – Auf das Überflüssige verzichten

Seien wir ehrlich, niemand braucht eine solche Matte, um Yoga zu praktizieren. Aber sie bietet einen enormen Komfortgewinn für große Menschen, aber auch für Nachbarn. Wer keinen Teppich zur Dämpfung hat, kann den Nachbarn im unteren Stockwerk einen Gefallen tun, indem er die Active Yogamatte für sein Fitness-Training im Wohnzimmer nutzt.

Meine Yamas-Bewertung

Sinn des Yamas-Reviews ist es nicht vorwiegend, eine Empfehlung auszusprechen. Vielmehr möchte ich mich hierbei praktisch den Yamas nähern und sie zu begreifen versuchen, indem ich sie in meinen Alltag stärker einbinde. Alle Mitleser sind herzlich eingeladen, ihre eigene Einschätzung in den Kommentaren zu hinterlassen.

Insgesamt gebe ich der Matte 3 Yamas.
Was würdest du geben?

Yamas-Wertung für Die Active Yogamatte
Richtig viel Platz für Asana mit 1,80 Metern im Quadrat
Ahimsa4 Oms
Satya3 Oms
Asteya4 Oms
Brahmacharya4 Oms
Aparigraha1 Oms
Gesamtwertung3 Oms

1 Wer via Facebook oder Twitter seinen Freunden von der Matte erzählt, erhält übrigens 5% Rabatt.

2. November 2011
von Stephan
Keine Kommentare

Ein Yogi liest: Haruki Murakamis Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

Ich habe ja bereits berichtet, dass ich meinen ersten Murakami lese. Heute habe ich also Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt von Haruki Murakami ausgelesen.

Japanische Autoren sind anders

Murakami war der erste japanische Autor, den ich gelesen habe. Neben den vielen Engländern, Deutschen, Amerikanern, Russen und natürlich diversen anderen Meistern der Erzählkunst, die ich bislang lesen durfte nimmt Murakami eine Sonderstellung ein. Ob es daran liegt, dass Japaner ihre Geschichten auf andere Art und Weise erzählen, kann ich noch nicht sagen. Insgesamt war ich jedoch von der Erzählweise gefesselt und begeistert.

Willkommen im Wunderland

Wie der Titel des Romans andeutet, gibt es zwei Handlungsstränge an zwei Orten, einen im großen und lauten Tokyo (Hard-boiled Wonderland) und an einem dem Nirvana ähnelnden Endzeitdorf (dem Ende der Welt). Ein durchschnittlicher Mann mit der Fähigkeit, Daten ohne Computer und nur in seinem Gehirn zu verschlüsseln, steht im Mittelpunkt des Geschehens und wird von allerlei merkwürdigen Gestalten umringt.

Da sind zunächst ein dickes, junges Mädchen mit einer Vorliebe für Rosa. Eine Bibliothekarin, ein genialer aber etwas skrupelloser Professor, ein anonymes System gegen welches sich andere Gesichtslose auflehnen, ein Taxifahrer mit einer Vorliebe für junge Fahrgäste, Schwarzlinge, die unter der Erde leben und jede Menge Einhörner.

Yamas-Review

Da Hard-boiled Wonderland eine vielschichtige Erzählung ist, eignet sie sich vortrefflich für etwas, was ich seit langem vorhabe: dem Yamas-Review.

Die Yamas sind so etwas wie die zehn Gebote des Yoga, da liegt es doch nahe, die Dinge die wir täglich tun und die uns Freude bereiten hinsichtlich ihrer Passung hinsichtlich der Yamas zu überprüfen.

Ahimsa – Die Gewaltlosigkeit

Murakami schreibt wie für kleine Jungs im großen Manne. Er erzählt das Abenteuer eines Mannes, der parallel in zwei Welten unterwegs ist. Dabei stoßen ihm auch viele spannende und vor allem gewaltsame Dinge zu. Zwar ist Murakami kein Steven King und schockt seine Leser nicht – sein Metier sind eher die philosophisch leisen Zwischentöne, die allesamt entdeckt werden wollen – doch in diesem Buch fließt reichlich Blut, wenn auch zumeist nur als Bericht wie grausam die eine Partei mit der jeweils anderen umgeht.

Satya – Die Wahrhaftigkeit

Die Geschichte wird sehr geradlinig erzählt. Obwohl der Leser nicht an der Nase geführt wird, fügen sich die Puzzleteile der Geschichte erst nach und nach zusammen. Auch die namenlos Hauptperson ist trotz ihrer charakterlichen Zweifelhaftigkeiten weitaus wahrhaftiger als man zunächst annehmen würde.

Asteya – Nicht-Stehlen

Besonders zum Ende des Romans hin tritt Asteya mehr und mehr in den Vordergrund. Doch hier möchte ich nicht zu viel verraten.

Brahmacharya – Die Mäßigung

Weder die Hauptperson noch die Bibliothekarin in Tokyo sind sonderlich gemäßigt. Während er eine ungebremste Leidenschaft für ausgedehnte Einkaufstouren hat, verfügt sie über eine Magenerweiterung und ißt ales andere als gemäßigt.

Aparigraha – Auf das Überflüssige verzichten

Auch hier möchte ich nicht zu viel verraten. Während am Ende der Welt Aparigraha sehr ausgeprägt scheint, ist es in Hard-boiled Wonderland nicht der Fall. Für seine ausgedehnten Shopping-Touren hat sich der Erzähler beispielsweise extra ein Auto zugelegt.

Die Yamas-Bewertung

Sinn des Yamas-Reviews ist es nicht, eine Empfehlung auszusprechen. Vielmehr möchte ich hierbei praktisch mich den Yamas nähern und sie zu begreifen versuchen, indem ich sie in meinen Alltag stärker einbinde. Alle Mitleser sind herzlich eingeladen, ihre eigene Einschätzung in den Kommentaren zu hinterlassen (keine Angst, wenn ihr das Buch nicht kennt, es sollen noch viele andere Yamas-Reviews folgen).

Insgesamt gebe ich dem Roman noch 3 Yamas.
Was würdest du geben?

Yamas-Wertung für Haruki Murakamis Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt
Ein spannender Roman, der gekonnt Unterhaltung mit hintergründig philosophischen Gedanken verbindet
Ahimsa2 Oms
Satya4 Oms
Asteya3 Oms
Brahmacharya1 Oms
Aparigraha2 Oms
Gesamtwertung3 Oms