Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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4. Dezember 2012
von Stephan
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Fröhliche Milchnachten

Im Ayurveda wird Milch als eines der wertvollsten Lebensmittel angesehen. Auch Patthabi Jois empfiehlt den Verzehr von reichlich Milchprodukten. Das sehen Veganer vollkommen anders.

Veganer stammen aus der Milchstraße

Im Laufe des Jahres habe ich es geschafft, meine Ernährungsweise überwiegend vegetarisch zu gestalten. So sehr ich auch mit einer veganen Lebensweise sympathisiere, so sehr hänge ich auch an meinem Käse. Dennoch muss ich beim Einkaufen streng darauf achten, Produkte ohne Milch weitgehend zu meiden. Kind #2 hat eine fiese Milchallergie.

Wenn Milch einfach keine Option ist

Wenn ich Milchallergie schreibe, dann meine ich nicht eine 08/15-Laktoseintoleranz. Ich meine eine Milchallergie, bei der kleine Mengen Milch(-eiweiß) dazu führen, dass sich das Gesicht des Kindes verformt, die Stimmung kippt und nach wenigen Minuten eine Schwall aus ihrem Mund kommt. Das macht sich besonders gut, wenn nette Menschen einen Butterkeks anbieten und ich nicht aufpasse. Passiert zum Glück fast gar nicht. Somit ist das Kind ein Fleischveganer. Wurst mag sie, alles mit Milch nicht.

Jetzt geht es an die Weihnachtseinkäufe. Nächster Halt: Der Nikolausteller (oder -stiefel). Im letzten Jahr waren Süßigkeiten noch kein Thema, jetzt hingegen schon. Achtet mal darauf, wenn ihr durch die Regale stapft — eigentlich sind alle Weihnachtssüßigkeiten voller Milch. Von Butterspekulatius bis zu Schokoladenfiguren, das will ich alles nicht. Denn obwohl das Kind mit 2 Jahren schon genau weiss, dass es Milch nicht “mag”, die versteckte Milch erkennt es nicht immer. Wenn es nun eine Möglichkeit gibt, unter dem Weihnachtsbaum ganz auf Milch zu verzichten, dann sind wir alle entspannter. Aber nur mit Gummibärchen und Marzipankartoffeln macht das Fest auch nicht so viel Spaß.

Weihnachten — das Butterfest

Weihnachtssüßigkeiten im Supermarkt

Vegane Weihnachtsbäckereien muss man auch 2012 noch möglichst selbst backen, denn in den Supermärkten herrscht weiterhin die (Kuh-)Milch. Komisch eigentlich, aber Schuld sind nur die Protestanten. Ab 15:10 fasst Andrea Fink-Keßler die Geschichte zusammen (beim Radiosender WDR 5). Kurz gesagt durften Katholiken ehedem in der Fastenzeit (auch vor Weihnachten) keine Butter oder Milch verzehren. Ab 1491 konnte man sich dank der Butterbriefe freikaufen und auch vor Weihnachten zu sich nehmen. Heute ist der Milchkonsum allgegenwärtig und fällt kaum noch auf. Für Yogis bleibt die schwierige Frage, ob sie gemäß der alten Schriften Milch in ihren Speiseplan aufnehmen wollen, oder aufgrund der industriellen Milchwirtschaft aus Rücksicht auf Ahimsa doch lieber darauf verzichten möchten.

Selbst ist der Mann

Bei allem Ärger, dass wir nicht einfach den Einkaufswagen bedenkenlos mit Leckereien füllen können, so sind wir jedenfalls deutlich aufmerksamer bei unserer Ernährung geworden. Kind #1 mit der Erdnußallergie ist da schon deutlich pflegeleichter, hat aber auch schon einige Süßigkeiten und Kekse auf die Schwarze Liste befördert.

Nüchtern betrachtet scheint die beste Lösung zu sein, selbst zu backen und gegebenenfalls etwas Reisschokolade ins Spiel zu bringen.

Die häusliche Weihnachtsbäckerei probiert in diesem Jahr folgendes Keksrezept aus:

  • 600g Roggenmehl
  • 240g Rohrzucker
  • 200g Margarine
  • 2 Bananen
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver

Margarine, Zucker und Vanillezucker erstmal verrühren. Dann die Bananen in kleinen Stückchen hinzugeben. Erst Mehl und Backpulver miteinander vermischen, dann nach und nach unter den Teig geben.

Jetzt kneten wir den krümeligen Teig zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie bleibt der nun für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank (oder draußen, wenn Nachbars Katze gerade schläft).

Schließlich geht es ans Ausstechen — Teig ausrollen und allerlei Förmchen stechen lassen. Backpapier auf das Backblech und dann die Kekse bei 170° Heißluft im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen. Rausholen, abkühlen lassen und fertig sind die Weihnachtskekse.

Humus in einer Rührschüssel

6. Februar 2011
von Stephan
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Humus selbst gemacht

Hülsenfrüchte sind nicht nur überaus nahrhaft und gesund, sie eignen sich auch für diverse Gerichte. Heute habe ich Humus, Kichererbsenpaste, gemacht. Das ist verhältnismäßig einfach und sehr lecker, als Vorspeise oder auch als Brotaufstrich.

Kichererbsen – wie eigentliche alle Hülsenfrüchte – fallen in die Kategorie “sattwiger” Nahrungsmittel. Humus ist somit prädestiniert, als Grundrezept in das Kochbuch jedes Yogis aufgenommen zu werden.

Um Humus selbst herzustellen braucht man nicht viel:

  • 500g getrocknete Kichererbsen
  • ca. 100g Tahina
  • ca. 100 ml Wsser
  • 1-2 Zitronen
  • Salz, Pfeffer
  • je nach Geschmack 1-2 Knoblauchzehen und Olivenöl

Die Kichererbsen in reichlich Wasser über Nacht einweichen lassen. In einem Topf mit frischem Wasser 60-90 Minuten kochen lassen und anschließend abkühlen lassen.

5 Eßlöffel (etwa 100g Tahina) mit dem Saft einer Zitrone und etwas Salz sowie etwa 5 Eßlöffeln des Kichererbsenwassers zu einer Creme verrühren. Ggf. etwas mehr Wasser hinzugeben.

Dann die Kichererbsen zu der Paste geben und mit einem Pürierstab allmählich zu einer Paste verarbeiten. Bei Bedarf etwas Zitronensaft oder Wasser hinzugeben. Je nach Geschmack machen sich auch 1-2 Knoblauchzehen sehr gut dazu. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken und als Brotaufstrich genießen. Je nach Geschmack auch mit etwas Olivenöl.

24. Januar 2011
von Stephan
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Kein Yoga sondern Linsen

Heute gab es bei mir kein Yoga. Der linke Arm zieht etwas, der rechte auch. Ich war länger auf der Arbeit als geplant, habe nichts ordentliches gegessen und Hunger. Und sowieso.

Also heute kein Yoga sondern gelbe Linsen. Und das ging so:

Aus den Schränken habe ich folgende Zutaten zusammengesucht:

  • 200g (gelbe) Linsen
  • 5-6 gekochte Kartoffeln
  • 3 Eßlöffel Tomatenmark
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 große Möhre
  • 1 Eßlöffel Ghee
  • 1 Knoblauchzehe
  • 375ml Gemüsebrühe
  • etwa heißes Wasser
  • Curry(pulver) und Kurkuma
  • Paprikapulver
  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • Senfsamen
  • Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Dann ging es los. Erst Zwiebel und Möhre in kleine Würfel schneiden, die Knoblauchzehe ebenfalls kleinwürfeln und etwas quetschen. Dann die Brühe zubereiten, das Ghee in einen Topf geben, erhitzen, und die Senfsamen hineingeben. Deckel schließen.

In der Zwischenzeit die Gewürze mörsern – je nach Geschmack, etwa einen halben Teelöffel. Curry ruhig etwas mehr, also einen Eßlöffel Curry/Kurkuma. Wenn die Senfsamen im Topf anfangen zu springen, zuerst die Zwiebeln anbraten, dann die Möhren hinzugeben. Anschließend die Gewürze und das Tomatenmark dazu geben und eine Schwitze bereiten.

Jetzt kommen die Linsen und die Brühe hinzu. Einmal aufkochen lassen und dann etwa 35 – 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf wenig Wasser hinzugeben. Nach der Hälfte der Zeit habe ich ein paar Kartoffeln vom Wochenende im Kühlschrank gefunden, die habe ich ebenfalls in den Topf getan.

Wenn die Linsen einigermaßen weich sind, kann die kleingehackte Petersilie aufgestreut und das Essen gegessen werden.