Zehn Minuten lang habe ich nicht aus dem Fenster gesehen. Vielleicht war es auch eine Viertelstunde, aber ich weiss ganz genau, dass ich erst einen ganz normal dreckigen Asphalt gesehen habe, kurze Zeit später dann mehr als nur ein puderzuckerweißes Winterwunderland.
Selten genug fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, doch heute war ein solcher Tag. So sehr ich mich auch über Schnee freue, selbst die kleine Auffahrt zum Parkplatz hinter unserem Büro konnte ich nur mit Hilfe von vier freundlichen Helfer bewältigen. Trotz Winterreifen.
Der Weg nach Hause dauert glücklicherweise nicht so viel länger als für gewöhnlich, doch irgendwo im Schneechaos musste ich meine Hals und Nacken derart verkrampft haben, dass die seit Tagen dumpf pochenden Kopfschmerzen noch einmal Unterstützung bekommen haben. Die warme Klimaanlage im Auto tat ihr Übriges, so dass ich nach fünf Sonnengrüßen (die kommt heute eh nicht mehr raus!), Paschimottanasana und Marichyasana C den Tag für beendet erklärt habe.
Es ist ein gutes Gefühl, nach all den Sonnengrüßen wieder ein paar andere Asanas am Feierabend zu haben. Auch wenn heute der Tag mit dröhnendem Kopf zuende geht, es trennen mich nur noch 37 Sonnengrüße von der Rückkehr der regulären Asana-Praxis.

