Der Feierabendyogi

Ashtanga Yoga für den Feierabend

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2. April 2011
von Stephan
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Vegetarisch mit erhobenem Zeigefinger klappt nicht

Fleisch oder nicht Fleisch, die Medien sind voll davon: In Leipzig versucht man, einmal in sechs Monaten einen Tag ohne Fleischgerichte in der Mensa einzuführen, die (zumeist männlichen) Studenten sind empört. In Schleswig-Holstein können Schüler freiwillig an einer Veranstaltung teilnehmen, wie Kaninchenfleisch auf den Teller kommt und die Eltern gehen auf die Barrikaden.

Der gesamte öffentliche Diskurs um das Thema Ernährung wird nur zu gerne mit Moralkeulen ausgefochten. Das liegt daran, dass den Fleischessern mit – scheinbar – wachsender Begeisterung immer neue Schauergeschichten über Massentierhaltung, Fleischproduktion und den Folgen des Fleischkonsums erzählt werden.

Das verlinkte Video zeigt, wie üblicherweise die Argumentation der Vegetarier erfolgt: Negativpropaganda. Ich kenne kaum eine Argumentation für vegetarische (oder gar vegane) Lebensführung, die statt der Negativseiten des Fleischkonsums überwiegend die positiven Seiten der fleischlosen Ernährung darstellt.

Sicher ist in einer Aussage wie “Fleischkonsum führt zu Arthrose, daher sollte man besser kein Fleisch essen” implizit enthalten, was gut daran ist, vegetarisch zu essen (wer will schon Arthrose?), aber selbst wenn ich Fleisch esse bekomme ich eben nicht immer Arthrose.

Meiner Erfahrung nach führen Hin-zu-Strategien (leckere fleischlose Gerichte, körperliche Leistungsfähigkeit, etc.) deutlich nachhaltiger zum Erfolg als Weg-von-Strategien (Tiere schlachten ist böse, du wirst krank, der Planet stirbt, etc.). Wer die Masse der Menschen zu fleischärmerer Ernährung führen möchte, muss positive Verstärkung einsetzen.

Für aufgeschlossene Menschen, die aufgrund der emotional geführten Diskussionen auf Durchzug beim Thema Vegetarismus geschaltet haben, können Videos wie das folgende eine recht gute und vergleichsweise objektive Grundlage zur Meinungsbildung liefern:

Humus in einer Rührschüssel

6. Februar 2011
von Stephan
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Humus selbst gemacht

Hülsenfrüchte sind nicht nur überaus nahrhaft und gesund, sie eignen sich auch für diverse Gerichte. Heute habe ich Humus, Kichererbsenpaste, gemacht. Das ist verhältnismäßig einfach und sehr lecker, als Vorspeise oder auch als Brotaufstrich.

Kichererbsen – wie eigentliche alle Hülsenfrüchte – fallen in die Kategorie “sattwiger” Nahrungsmittel. Humus ist somit prädestiniert, als Grundrezept in das Kochbuch jedes Yogis aufgenommen zu werden.

Um Humus selbst herzustellen braucht man nicht viel:

  • 500g getrocknete Kichererbsen
  • ca. 100g Tahina
  • ca. 100 ml Wsser
  • 1-2 Zitronen
  • Salz, Pfeffer
  • je nach Geschmack 1-2 Knoblauchzehen und Olivenöl

Die Kichererbsen in reichlich Wasser über Nacht einweichen lassen. In einem Topf mit frischem Wasser 60-90 Minuten kochen lassen und anschließend abkühlen lassen.

5 Eßlöffel (etwa 100g Tahina) mit dem Saft einer Zitrone und etwas Salz sowie etwa 5 Eßlöffeln des Kichererbsenwassers zu einer Creme verrühren. Ggf. etwas mehr Wasser hinzugeben.

Dann die Kichererbsen zu der Paste geben und mit einem Pürierstab allmählich zu einer Paste verarbeiten. Bei Bedarf etwas Zitronensaft oder Wasser hinzugeben. Je nach Geschmack machen sich auch 1-2 Knoblauchzehen sehr gut dazu. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken und als Brotaufstrich genießen. Je nach Geschmack auch mit etwas Olivenöl.

3. Januar 2011
von Stephan
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Nicht Fisch, nicht Fleisch oder: Du bist was du isst

Gesunde Ernährung ist schon ein recht anspruchsvolles Thema. Wer weiß in unserer direkten Umgebung eigentlich darüber Bescheid, was wir tatsächlich essen und trinken. Die einen fordern eine Ampel, die andere will eine andere Kennzeichnung und irgendwie bleiben wir alle verunsichert, was man nun essen soll und was nicht.

Im Ayurveda ist es verhältnismäßig einfach, denn dort heißt es

Es ist besser, falsche Speisen mit der richtigen Einstellung zu essen, als richtige Speisen mit der falschen Einstellung. (Quelle)

Aber seien wir einmal ehrlich, das Thema Vollwerternährung, also das Zusammenspiel von ernährungswissenschaftlich wie auch sozial, ökonomisch und ökologisch sinnvollen Lebensmitteln kennt – oder beachtet – kaum jemand.

Dummerweise strömen unzählige Nachrichten auf uns ein, die eine ganze Reihe falscher Speisen aufzählen:

Eine wirklich empfehlenswerte Ernährung im yogischen Sinne ist – fleissige Leser wissen das natürlich längst – überwiegend sattwig und beinhaltet viel frisches Obst und Gemüse. In der heimischen Küche verarbeitet, versteht sich. Doch leider lässt sich das nicht immer mit der gewünschten Bequemlichkeit und dem eigenen Tagesablauf in Einklang bringen.

Graham Hill formuliert vielleicht einen möglichen Ausstieg aus schlechten Ernährungsgewohnheiten, indem er vorschlägt, ein Wochentagsvegetarier zu werden. Im Dezember habe ich bewusst (wieder) auf Fleisch verzichtet und es ist so einfach mit der bewussten Entscheidung, ein einziges Nahrungsmittel aus seinem Speiseplan zu streichen, so viele positive Nebeneffekte zu erzielen.

Wer (vorübergehend) kein Fleisch isst, kann auch zahlreiche industriell verarbeitete Lebensmittel nicht essen. So enthalten beispielsweise fast alle Konserven mit Fertiggerichten Fleisch. Ein paar nette Anregungen für Ausflüge in die Welt des Vegetarismus finden sich – wie bereits erwähnt – bei Claudia.

Nur für die Schokolade muss ich jetzt noch eine alternative Lösung finden.