Technikfreaks kennen die Frage der Blendtec-Mixer: Will it blend? Jedesmal wenn ein neues iPhone, iPad oder sonstein Gadget auf den Markt kommt, testen sie, wie gut ihre Mixer sind. Indem sie das schöne neue Gerät im Mixer in seine Bestandteile auflösen.
Natürlich ist das dekadent, sinnlos und infantil. Aber die Argumentation, dass wenn man etwas aus Metall zerkleinern kann, man auch jede Art von Obst und Gemüse in seine nahrhaften Bestandteile zerlegen kann, klingt irgendwie überzeugend.
Feierabendmixer trifft vollwertiges Ernährungscenter
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch einen Mixer gekauft. Nicht für mein iPhone (das hatte ich da noch nicht), sondern für – ja wofür eigentlich? Seit langer Zeit steht er im Schrank und fristet nicht einmal ein Feierabend-Dasein. Zu kompliziert sauber zu machen, zu langwierig beim Mixen von Früchten; mir fallen viele Gründe ein, weshalb er kaum zum Einsatz kommt.
Dann kam unverhofft ein Vitamix aus dem Hause Keimling für ein paar Wochen vorbei. Damit habe ich seit er angekommen ist nahezu jeden Tag etwas gemixt. Meist jede Menge Obst und wenig grünes Gemüse, damit ich einen grünen Smoothie trinken konnte.
Der direkte Vergleich
Dann wurde ich neugierig, wie sich das Höllengerät (2-PS-Motor mit 37.000 Umdrehungen pro Minute!!!) gegen meinen guten alten Krups Standmixer schlagen würde. Der Test war eigentlich ganz einfach:
In den Mixbehälter kommen:
- 1 Möhre, in vier Teile geschnitten
- 1 Orange, lose geteilt
- 1 Apfel, geviertelt (ohne Kerne und Stiel)
- 5 Eiswürfel
Dann den Mixer einschalten, abwarten, ausschalten, genießen. Das Ergebnis war erschreckend eindeutig. Der Vitamix ist nicht nur in wenigen Sekunden fertig – der Krups läuft ein Vielfaches so lange, er hatte auch alle Zutaten ordentlich zerkleinert (der Krups hat gegenüber dem Apfel auch in der Nachspielzeit kapitulieren müssen), einen wunderbar cremigen Smoothie gezaubert (ja, ich weiss wie doof das klingt und es schreiben alle, es ist aber einfach wahr!) und beim Spülgang glanzvoll abgeschnitten. Der Krups war – Verzeihung – erbärmlich.
Seht selbst:
Mein persönliches Fazit
400 Watt gegen 1200 Watt (oder 80 gegen 650 Euro) zeigen klar, dass nicht jeder Mixer tatsächlich auch ein echter Blender ist. Beim Vitamix bekommt man eine ordentliche Leistung für leider auch ordentlich viel Geld. Allerdings wer ernsthaft überlegt, seinen Ofen und Herd für mehr Rohkost öfter mal abzuschalten sollte einfach kurz überschlagen, was man insgesamt für Kochutensilien inklusive Herd ausgeben muss, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Der Vitamix könnte – wenn man denn auf Rohkost umsteigen möchte – all dies ersetzen. Der Krups sicher nicht.
Blendtec vs. Vitamix vs. Omniblend
Wer jetzt gespannt ist, wie sich der Vitamix gegen den Blendtec schlagen würde, der kann seine Neugierde bei gotgreensrevolution befriedigen.
Update: Der Omniblend eignet sich allem Anschein nach auch recht gut zum Mixen, auch im direkten Vergleich mit dem Vitamix.






