2. January 2011
von Stephan
Keine Kommentare
">Tweet
Neue Jahre fangen häufig mit vielen guten Vorsätzen und Zielen an. Natürlich bin ich da keine Ausnahme – heute auf der Matte kam mir die Frage in den Kopf, was denn mein Yoga-Ziel für 2011 wäre.
Im letzten Jahr habe ich mir als Ziel gesetzt, eine regelmäßige Yogapraxis zu etablieren und dabei mindestens 2000 Sonnengrüße zu machen. Das hat erfreulicherweise geklappt und jetzt juckt es mich an jedem Feierabend in den Gliedern, tatsächlich Yoga zu machen. Doch was kommt als nächstes?
Geprägt durch meine NLP-Vergangenheit und dem Alltag in einem prozessorientierten Weltkonzern bin ich bestrebt, alle Ziele – und damit auch Vorsätze – quantifizierbar oder auch messbar zu gestalten. Eine Zahl wie 2000 lässt sich am Jahresende deutlich besser überprüfen, als “mehr” Yoga, “mehr” Bloggen, “gesünder” essen oder “glücklicher” sein.
Im Grunde sollte ein Vorsatz nie mit einem Komparativ gebildet werden. Wenn ich mehr Yoga machen will, schaue ich mir an, wie viel Yoga ich denn im letzten Jahr gemacht habe (einmal die Woche, jedesmal nur eine halbe Stunde) und formuliere dann als Ziel beispielsweise:
Ich werde im Jahr 2011 zweimal die Woche für je 40 Minuten Yoga machen.
Das ist positiv, messbar, relativ spezifisch, in der Regel erreichbar und sicherlich für jeden attraktiv (oder etwa nicht?). Aber ist es tatsächlich sinnvoll, Yoga in solch eine Korsage zu zwängen?
Für mich als Anfänger ist es das, denn es gibt mir einen gewissen Halt und Orientierung, um meine ersten Yoga-Schritte alleine gehen zu können. Ohne diese Rahmen würde meine Praxis vom Rest meines Alltags einfach erdrückt. Sicherlich habe ich auch zahlreiche (halbfertige) Vorsätze in meinem Bauch die alle ein “mehr” (z.B. Sport) oder “weniger” (z.B. Bauchumfang) beinhalten. Doch die mir wirklich wichtigen Vorsätze und Ziele, die sind deutlich konkreter als das.
Als Feierabendyogi möchte ich an Silvester 2011 gerne einen Eintrag darüber schreiben, wie ich
- die Primary Series komplett mindestens sechsmal am Stück gemacht habe.
- meinen Bauchumfang auf 95 cm reduziert habe.
- mich beruflich erfolgreich weitergebildet habe.
Andererseits ist Yoga so etwa wie Olympia – dabeisein ist alles. Müssen ehrgeizige Ziele dann wirklich sein (das erinnert mich daran, dass ich immer noch darüber schreiben wollte, weshalb ich mit den 2000 Suryas am Ende dann doch nicht so glücklich war)?
Was sind eure Vorsätze für das neue Jahr? Habt ihr konkrete Ziele oder bleibt ihr eher unspezifisch? Mehr Asana oder eher weniger, dafür dann mehr Aufmerksamtkeit für Yama/Niyama oder die fünf anderen Glieder?