Wir alle wissen, dass es kaum etwas wichtigeres gibt, als genug zu trinken. Möglichst jederzeit sollen wir eine Flasche Wasser dabei haben und regelmäßig einen Schluck trinken. Aber stimmt das wirklich?
Im Ashtanga gibt es eine Regel, die vom Trinken während der Asana-Praxis abrät. Grund dafür ist die Konzentration auf den Atem (wer trinkt, kann nicht gleichmäßig weiteratmen) und die innere Hitze, welche das Einnehmen der Asanas erleichtern und nebenbei den Körper entgiften soll.
YogaSpy vermutet sogar, dass die Wasserindustrie uns dazu konditioniert hat, 24 Stunden am Tag zu trinken. Empfehlungen wie diese von Nestlé unterstützen sicherlich derartige Verschwörungstheorien. Doch was ist also dran am Mythos Trinken?
Die Netzathleten weisen auf die umstrittene Forschungslage hin. Manche Forscher fordern uns auf, mindestens anderthalb, besser zwei Liter am Tag zu trinken. Doch geht es hier nicht um Flüssigkeitsaufnahme, sondern nur Getränke. Wer beispielsweise viele Tomaten und Gurken isst, nimmt selbstverständlich auch hierdurch reichlich Flüssigkeit auf.
Andere Wissenschaftler wie Margaret McCartney sehen Risiken, wenn wir zu viel trinken. So gibt es keine Beweise dafür, dass wir gesünder sind, je mehr wir trinken. Deshalb sind generelle Empfehlungen wie acht Gläser Wasser pro Tag nicht sinnvoll. Zu viel Wasser kann auch wertvolle Mineralien aus dem Körper schwemmen, so dass der Spruch “Man kann nicht genug Wasser trinken” also doch falsch sein könnte.
Bei all den Unklarheiten bezüglich der Forschungslage ist eines klar: Wir können nicht gesichert sagen, ob es gesundheitsförderlich ist, wenn wir mehr trinken als wir Durst haben. Solange die Hauptvertreter des “Mehr ist Besser” die Wasserindustrie ist, sollte sich jeder selbst überlegen, ob er tatsächlich immer und ohne Durst trinken mag.
Wer nicht auf sein geliebtes Wasser verzichten möchte, sollte darüber nachdenken, ob es wirklich immer abgefülltes Wasser sein muss. Eine Sigg-Flasche oder auch EMIL – Die Flasche gepaart mit Kranwasser (oder auch einem Wasserfilter, wenn es sein muss) sind sicherlich bessere Alternativen.
Dieser siebenminütige Kurzfilm über die Flaschenwasser-Industrie zeigt tatsächlich genug Gründe gegen die kleinen Plastikwasserflaschen, die uns in den letzten Jahren überall hin begleiten.
Wer mehr über seinen Wasserverbrauch wissen möchte, findet übrigens bei Virtual Water eine App und auch ein hübsches Poster.



